Alsen-Gelände, Itzehoe - Objektplanung gem. §33 HOAI und Freianlagen gem. §38 HOAI
Die Portland-Zementfabrik Alsen war über 120 Jahre einer der wichtigsten Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung Itzehoes. Ihr Stammgelände südwestlich der Itzehoer Altstadt umfasste ursprünglich eine Fläche von 25 ha und wurde bis zu seiner Schließung im Jahr 1985 intensiv genutzt. Von der ursprünglich prägenden eindrucksvollen und großmaßstäblichen Bebauung sind heute nur noch wenige Reste erhalten. Ein Teil des Areals wurde seit den 1990er Jahren als Gewerbegebiet entwickelt. Teile des noch vorhandenen Bestands werden von dem Förderverein planet-alsen e.V. (
www.planet-alsen.de) für kulturelle Veranstaltungen und Zwecke genutzt.
Die Stadt Itzehoe plant eine ca. 5 ha große dreieckige Teilfläche des so genannten Alsen-Geländes entsprechend des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts Itzehoe (ISEK) unter dem planerischen Leitbild „Event-Kultur-Freizeitsport“ zu revitalisieren und neu zu gestalten.
Zur Prüfung der Realisierbarkeit wurden ein Nutzungs- und Gestaltungsplan sowie eine gutachterliche Stellungnahme zum Tragwerksbestand erstellt. Die vorgesehenen Baumaßnahmen umfassen den Umbau von Bestandsgebäuden für kulturelle Nutzungen (Vereinsgebäude planet-alsen und Haus der Jugend) und die Neugestaltung der anliegenden Freiflächen. Auf dem Gelände (Konversionsfläche) befinden sich Altlasten. Teilweise sind Fundamente und Bodenplatten im Untergrund. Eine Versickerung auf dem Gelände ist nur mit Auflagen möglich.
Definierte Maßnahmen der Aufgabenstellung sind:
Objektplanung, planet-alsen:
— Sanierung/Umbau/Erweiterung eines Fabrikgebäudes mit angebauter offener Halle (insg. 3 990 m² BGF) zu einer temporär genutzten Versammlungsstätte,
— Befestigung der umgrenzenden Fläche, der sogenannten Kranbahn (400 m²).
Objektplanung, Haus der Jugend:
— Sanierung/Umbau/Erweiterung eines Fabrikgebäudes (insg. 1 620 m² BGF) zu einem Jugendzentrum mit Veranstaltungs-, Aufenthalts-, Verwaltungs- und Arbeitsräumen,
— Sanierung/Umbau/Neugestaltung eines angrenzenden Kesselhauses (400 m² BGF) als Kaltgebäude für temporäre Veranstaltungsnutzungen,
— Herrichten einer umgrenzten Fläche (520 m²) für Veranstaltungen.
Freianlagen:
— Schaffung von Aufenthalts- und Ruheflächen,
— Schaffung von Sportanlagen für neue und traditionelle Outdoor-Sportaktivitäten,
— Schaffung von Gehölz- und Sukzessionsflächen,
— Gestaltung der Außenanlagen zu den bestehenden sowie geplanten Gebäuden,
— Herstellung von Erschließungs-, Fuß- und Radwegen,
— Sicherungsmaßnahmen eines ehemaligen Fabrikschornsteins als Denkmal.
Die Maßnahmen sollen im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Stadtumbau West“ entwickelt werden und eine dauerhafte Nachnutzung des Alsen-Geländes gewährleisten. Die Auftraggeberin erwartet ein hohes Kostenbewusstsein. Für die Gesamtmaßnahme ist eine Kostenobergrenze von 7 945 000 EUR (brutto) vorgesehen.
Die hierfür zu vergebenden Leistungen umfassen:
— Planungsleistungen gem. §33 HOAI, Objektplanung, Gebäude und raumbildende Ausbauten,
— Planungsleistungen gem. §38 HOAI, Freiraumplanung.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-08-12.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-07-12.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2011-07-12
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Auftragsbekanntmachung
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2012-01-10
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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