Bereitstellung und Betrieb kaufmännischer Software für die Klinikum Darmstadt GmbH (Umstieg ERP)
Das Klinikum Darmstadt ist ein Haus der Maximalversorgung mit etwa 2 200 Mitarbeitern und hat für die Gesundheitsversorgung im gesamten südhessischen Raum eine herausgehobene Bedeutung. Das Klinikum ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Frankfurt/Main und Heidelberg-Mannheim. Unter einem Dach arbeiten 21 verschiedene Fachkliniken und Institute eng und fachübergreifend, in interdisziplinären Schwerpunkten, zusammen. Das Klinikum Darmstadt erneuert seine bestehende IT-Landschaft schrittweise durch zeitgemäße IT-Anwendungen bzw. IT-Lösungen.
Durch das Beschaffungsvorhaben sollen die SAP-Module FI (einschließlich AA), CO und MM eingeführt und durch einen externen Provider betrieben werden. Durch den Einsatz der aufgeführten SAP-Module sollen die Geschäftsprozesse/Aufgabenfelder der Finanzbuchhaltung, der Kostenrechnung, des Einkaufs und der Materialwirtschaft in integrierter Form unterstützt werden. Die komplette Betriebssteuerung soll in Zukunft auf einer einheitlichen, konsistenten und transparenten Datenbasis möglich sein. Die Finanzbuchhaltung umfasst die Hauptbuchhaltung sowie die Nebenbuchhaltungen der Kreditoren-, Debitoren- und Anlagenbuchhaltung. Die Kostenrechnung umfasst die Kostenarten-/Kostenstellenrechnung, die innerbetriebliche Leistungsverrechnung, die Auftragsabrechnung sowie die Profitcenter- bzw. Deckungsbeitragsrechnung. Im Hinblick auf den Einkauf sollen durch MM die unterschiedlichsten Produktkategorien (Arzneimittel, Klinische Produkte, Verbrauchsmaterial etc.) über verschiedene Abwicklungsarten (z.B. Einzelbestellung, Kontraktabruf) beschafft werden können. Die Materialwirtschaft umfasst die Bestandsführung für die zu disponierenden und bestandsgeführten Materialien. Durch den Einsatz von MM und spezifische Erweiterungen müssen auch die Prozesse und Funktionen der Apotheke des Klinikums unterstützt werden.
Die Einführung/Bereitstellung des IT-Systems umfasst die Abstimmung und Umsetzung der fachlichen Anforderungen aus den oben genannten Geschäftsprozessen/Aufgabenfeldern, die durch ein Lastenheft bzw. Anforderungsprofile beschrieben sind. Die Umsetzung der Anforderungen kann durch den SAP-Standard, durch Customizing und im Bedarfsfall durch zusätzliche Entwicklungen erfolgen. Die bereitzustellende IT-Lösung muss unter Berücksichtigung des Ablösungs- bzw. Migrationskonzeptes in die bestehende bzw. zukünftige ITLandschaft integriert werden. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang insbesondere die Integration mit dem derzeitigen und zukünftigen Krankenhausinformationssystem (KIS), den IT-Lösungen für die Personalwirtschaft sowie dem Facility Management.
Besondere Herausforderungen für die Durchführung des Projektes sind in folgenden Punkten zu sehen:
— Konzeption und Realisierung der Schnittstellen in die bestehende und zukünftige IT-Landschaft, insbesondere zum KIS,
— Integrierte Abbildung von DRG/Fallpauschalen über Innenaufträge,
— Erfüllung der apothekenspezifischen Anforderungen.
Es ist vorgesehen, den Betrieb der Anwendung auf einen externen Provider zu übertragen (Betreibermodell). Hierfür sind je nach der Zuordnung des Eigentums an der Hardware und der Inhaberschaft der Softwarelizenzen (eigen/fremd) sowie dem Standort des Betriebes (intern/extern) verschiedene Varianten möglich, deren Auswahl Gegenstand des Verhandlungsverfahrens ist. Im Zusammenhang mit dem Betreibermodell ist auch ein noch festzulegender Teil der Applikationsbetreuung bzw. des Benutzersupports Bestandteil der Beschaffung.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-05-19.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-04-19.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2011-04-19
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Auftragsbekanntmachung
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