Berliner Elektronisches Personenstandsregister - BePersReg
Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) ist der zentrale Dienstleister für die Berliner Verwaltung. Es unterstützt beim Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnik und stellt dafür umfassende IT-Dienstleistungen bereit. Diese Aufgabe erfüllt das ITDZ mit modernster Technik, innovativen Lösungen und einem Full-Service-Angebot. Weitere Informationen über das ITDZ Berlin sind unter
www.itdz-berlin.de zu erhalten.
Das Vergabeverfahren zur Realisierung, Weiterentwicklung und Pflege eines zentral geführten Landesregisters für die 12 bezirklichen Standesämter und das Standesamt I in Berlin wird vom ITDZ Berlin im Auftrag der Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin durchgeführt.
Die Abteilung I der Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin ist fachaufsichtlich u.a. für das Personenstandswesen zuständig. Zur Realisierung des Berliner elekronischen Personenstandsregisters wurde daher das landesweite "Projekt Reform des Personenstandswesen in Berlin" (ProPStand) der Berliner Bezirke und des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten Berlin (LABO) unter Steuerung der Innenverwaltung eingerichtet.
Die Verfahrensverantwortung gemäß IT-Organisationsgrundsätze der Berliner Verwaltung für das Berliner elektronische Personenstandsregister wird das LABO übernehmen.
Das am 23.7.2007 verkündete Gesetz zur Reform des Personenstandsrechts (PStRG) lässt ab dem 1.1.2009 eine elektronische Führung der Personenstandsregister zu, die ab dem 1.1.2014 verbindlich vorgeschrieben ist. Zurzeit werden die Personenstandsregister in Berlin noch ausschließlich in Papierform geführt. Durch die Einführung der elektronischen Personenstandsregister sollen künftig alle Beurkundungen des Personenstandes elektronisch erfasst und dauerhaft aufbewahrt werden.
Rechtsgrundlage für die Beschaffung der Registerlösung sind das Personenstandsrechtsreformgesetz, die Personenstandsverordnung sowie die Berliner Landesverordnung. Die fachlichen und technischen Anforderungen für das System sind im Musterfachkonzept beschrieben, das im DOL- Vorhaben Personenstandswesen erarbeitet wurde. Das Konzept wurde um die Berlinspezifischen Anforderungen ergänzt.
Es soll daher ein zentral geführtes Landesregister für die 12 bezirklichen Standesämter und das Standesamt I in Berlin beschafft und eingerichtet werden. Das Registerverfahren hält die Personenstandseinträge vor. Es ermöglicht die Prüfung, Ausführung und Protokollierung der Lese- und Schreibzugriffe auf die Registerdaten sowie eine sichere und konsistente Datenhaltung.
Zudem sind erforderliche Rahmenkonzepte, wie zum Beispiel Feinkonzept, Testkonzept inkl. Testfallspezifikation, Benutzerhandbuch, Administratorhandbuch, Einführungs- und Schulungskonzept, System- und Verfahrensdokumentation sowie ein Migrationskonzept zu erstellen. Die Umsetzung muss so eingeplant und organisiert werden, dass der Betrieb zum Zieltermin gesichert ist.
Die Entwicklung und Einführung des Registerverfahrens erfolgt im Rahmen eines Projektes, welches nach den Regeln zum Projektmanagement des Landes Berlin bzw. des ITDZ durchgeführt wird.
Neben dem zu beschaffenden Registerverfahren ist für die Aufgaben der Standesämter ein Fachverfahren erforderlich. Derzeit wird in Berlin ausschließlich das Fachverfahren AutiSta in der Version 9.3 zentral eingesetzt, dessen zukünftiger Einsatz im Zusammenwirken mit dem Registerverfahren jedoch kein Ausschlusskriterium darstellt.
Fach- und Registerverfahren werden ausschließlich über die Registerschnittstelle ("Gießen-Schnittstelle") verbunden. Für diese Registerschnittstelle wird derzeit im Rahmen des DOL- Vorhabens eine Standardisierung der Schnittstelle angestrebt. Es muss gewährleistet sein, die standardisierte Schnittstelle zu implementieren, so dass die Informationen zwischen Fach- und Registerverfahren gemäß Spezifikation ausgetauscht werden.
Unter Berücksichtung der E-Government-Strategie des Landes Berlin sollen grundsätzlich – soweit dies wirtschaftlich ist – im fachlichen Zusammenhang stehende Anwendungen sowie vorhandene eGovernment Dienste, wie z.B. qualifizierte Signaturen oder der Zeitstempeldienst unter Nutzung von Governikus verwendet werden.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-04-04.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-02-22.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2011-02-22
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Auftragsbekanntmachung
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2011-12-01
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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