EDV-Ausstattung des Referates für Bildung und Sport einschließlich der öffentlichen Schulen und städtischen Kindertageseinrichtungen sowie der mit dem Referat assoziierten Einrichtungen

Landeshauptstadt München

Im Jahr 2001 wurde das Projekt „EDV-Ausstattung und Vernetzung der öffentlichen Schulen und städtischen Kindertagesstätten bei der Landeshauptstadt München“ eingeführt. Im Jahr 2008 wurde hierzu eine umfangreiche Beschaffung von Hardware, Software und IT-Dienstleistungen durch die Landeshauptstadt München begonnen. Mit der vorliegenden Ausschreibung wird der Anschlussauftrag für die Zeit ab dem 1.1.2013 vergeben. Ziel des Gesamtprojektes ist es, das Lernen mit digitalen Medien im Unterricht aller Schultypen sowie die kritische Medienkompetenzerziehung von Schülerinnen und Schülern zu fördern sowie die Verwaltungsprozesse digital zu unterstützen. Dazu wurde ein komplexes Netz mit aktiven Komponenten, Servern und Workstations durch das Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München aufgebaut. Alle Kernprozesse des User- und Asset-Lifecycles, sowie die gesamte Softwareversorgung, das Identity Management (Active Entry, Quest One Identity Management), die automatische Provisionierung von dezentralen Servern und weiteren Zielsystemen (z. B. Lernplattformen) und die organisatorische Unterstützung des Unterrichts werden durch ein zentrales Instrument, das SMC (Systemmanagementcenter) bzw. M@school, gesteuert. Betrieben wird das SMC/M@school zunehmend durch Personal der Landeshauptstadt München. Aus organisatorischen Gründen erfolgte eine Aufteilung der Netzwerke in die Bereiche Verwaltung und Pädagogik. Zum Gesamtkonzept gehört die Ausstattung von Arbeitsplätzen an derzeit ca. 700 Standorten mit modernster EDV-Infrastruktur. Darunter fallen hardwareseitig ca. 28 000 PCs und Notebooks sowie umfangreiche Peripheriegeräte, wie beispielsweise Drucker, Beamer, weitere Multimediageräte und Zubehör sowie etwa 400 zentrale und dezentrale Server. Softwareseitig umfasst die elektronische Softwareverteilung derzeit ca. 700 Applikationen, beispielsweise AutoCAD-, Microsoft-, Quest-, Adobe-, Cornelsen- oder Klett-Produkte, etc. Die auszustattenden Arbeitsplätze befinden sich sowohl im Pädagogikbereich (Schulen), als auch im Verwaltungsbereich (Referat für Bildung und Sport, Kindertageseinrichtungen und weitere assoziierte Einrichtungen). Der vorliegend ausgeschriebene Anschlussauftrag umfasst im Wesentlichen die Fortsetzung der Ausstattung dieser Arbeitsplätze und der entsprechenden zentralen und dezentralen Infrastruktur (Beschaffung von Hard- und Software einschließlich Web-basierter Applikationen, ASP, Cloud Computing, etc.) und die Erbringung von IT-Dienstleistungen (z. B. Paketierung, Betriebsunterstützung, Pflege von bestehenden und Entwicklung von neuen Lösungen, Logistikdienstleistungen, Hard- und Software-Lifecyclemanagement, etc). Die weiteren, essentiellen Elemente des Gesamtkonzeptes und der ausgeschriebenen Leistung sind im Folgenden kurz beschrieben. Die medienpädagogischen und informationstechnischen Entwicklungen sind vernetzt mit der Unterrichts- und Schulentwicklung. Um auch künftig die Ausstattung der Schulen und Kindertageseinrichtungen, und auch des Referates für Bildung und Sport, im Kontext dieser Qualitätsentwicklung sicherzustellen, soll ein Anschlussrahmenvertrag mit einem externen Dienstleister für den Zeitraum von 5 Jahren geschlossen werden. Ziel des angestrebten Rahmenvertrages ist nicht ausschließlich die Lieferung von Hard- und Software (weitere Ersatzbeschaffung vorhandenener Geräte sowie noch restlicher Erstausstattung) sowie von Pflegeleistungen, sondern vor allen Dingen die hiermit verbundenen logistischen, wirtschaftlichen und technischen Dienstleistungen.
Die einzelnen Leistungen sind nicht additiv nebeneinander zu sehen, sondern müssen als geschlossene Gesamtleistung definiert werden. Daher ist eine Aufteilung in Lose nicht geplant. Die Bedienung der logistischen und technischen Schnittstellen des Lifecycle-Prozesses kann nicht separat nebeneinander erbracht werden, sondern erfordert vielmehr fachübergreifende Ressourcen, die nur im Rahmen einer Gesamtvergabe sichergestellt werden können. Der künftige Auftragnehmer soll dabei den pädagogischen Auftrag an den allgemein- und berufsbildenden Einrichtungen optimal unterstützen und fördern, die Anforderungen des Projekts erfüllen und die geforderten Schnittstellen des SMC/M@school bedienen.
Die Leistungen des künftigen Auftragnehmers beziehen sich dabei sowohl auf den Pädagogikbereich (Schulen), als auch auf den Verwaltungsbereich (Referat für Bildung und Sport, Kindertageseinrichtungen, weitere assoziierte Einrichtungen). Der künftige Auftragnehmer muss sicherstellen, dass innerhalb der Logistikkette (Lieferung, Transport, Aufstellung und Start der Installation) eine Auslieferung der DV-Ausstattung zum vorgegebenen Termin direkt an die entsprechend gekennzeichneten Netzwerkdosen erfolgt. Ein einzelner Rollout an einem der derzeit ca. 700 Standorte kann von einem bis zu mehreren hundert Systemeinheiten umfassen. Im Rahmen sowohl der pädagogischen Rollouts als auch der Rollouts für die Verwaltungsbereiche ist sicherzustellen, dass alle ausgelieferten Geräte über die notwendigen paketierten Treiber und Softwareprodukte verfügen. Demzufolge ist es notwendig, jedes Gerät im Rahmen des definierten Warenkorbprozesses einer technischen Machbarkeitsprüfung zu unterziehen, da die Lauffähigkeit des Gerätes innerhalb des SMC/M@school sichergestellt werden muss, was zu Anpassungen an den bereits implementierten Prozeduren oder bereitgestellten Softwareprodukten - einschließlich der genutzten Betriebssysteme auf Clients und Servern (auch Updates / Upgrades) - führen kann.
Weiterhin ist es notwendig, dass die dafür erforderlichen technischen Daten vor Auslieferung der Geräte durch den Bieter rechtzeitig elektronisch an das SMC/M@school übermittelt werden. Das SMC/M@school verfügt hierzu über entsprechende Schnittstellen, die einen durchgängigen elektronischen Datenaustausch vom Produktkatalog über den Bestellvorgang bis hin zur Lieferung von technischen und kaufmännischen Daten sicherstellen. Die Auslieferung der Hardware stellt somit nur einen Teil der ausgeschriebenen Leistung dar. Wesentlich sind daneben insbesondere die Planung und Logistik zur Integration neuer Bestandteile in das Gesamtsystem unter den zuvor beschriebenen Rahmenbedingungen und im Hinblick auf die Planung der Kompatibilität und vor dem Hintergrund der pädagogisch sinnvollen Anwendung.
Defekte Geräte werden mindestens einmal wöchentlich durch den künftigen Auftragnehmer an einer zentralen Stelle (Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München) abgeholt. Nach Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit müssen die reparierten Geräte durch den künftigen Auftragnehmer innerhalb von vorgegebenen Fristen dort wieder entsprechend zur Verfügung gestellt werden.
Der künftige Auftragnehmer sorgt am Ende des Lifecycles für die Vermarktung der Geräte bzw. die umweltgerechte Entsorgung der gelieferten Komponenten auf Kosten des Auftragnehmers. Im Rahmen der Entsorgung wird durch den künftigen Auftragnehmer eine Datenlöschung und Anonymisierung nach Vorgaben der Landeshauptstadt München durchgeführt. An etwaigen Vermarktungserlösen des künftigen Auftragnehmers wird der Auftraggeber gemäß städtischen Vorgaben angemessen beteiligt.
Die Erbringung von Dienstleistung umfasst neben der strategischen und technischen Lösungsberatung auch die Pflege und teilweise den Betrieb vorhandener Lösungen (bspw. Campusserver, Steuerungsoberflächen, Shopsystem), das Paketieren von Hardwaretreibern und Anwendungssoftware, die Pflege des identity management-Systems und der Softwareverteilung, die Entwicklung neuer Funktionen und Lösungen sowie ggf. allgemeine Projektunterstützungsaufgaben.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-09-30. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-08-22.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2011-08-22 Auftragsbekanntmachung
2012-09-27 Bekanntmachung über vergebene Aufträge