Menge oder Umfang
Unter Berücksichtigung der Vorgaben des Bayerischen Landtags wurde in Abstimmung mit der interministeriellen Arbeitsgruppe und dem Beirat ein Berichtskonzept erstellt, das sich in einigen Punkten von der Konzeption und Gestaltung des Ersten und Zweiten Sozialberichts unterscheidet:Der Sozialbericht wird hiernach in einen Berichtsteil und einen Statistikanhang gegliedert.Der voranstehende Berichtsteil soll zu jedem Themenbereich/jeder ausgewählten Personengruppe eine Situationsanalyse, die von (externen) Instituten/Wissenschaftlern erstellt wird, und darin integriert die seitens der Staatsregierung abzuleitenden Schlussfolgerungen und Darstellung ihrer Maßnahmen enthalten. Die von den Instituten/Wissenschaftlern gelieferten Situationsanalysen sollen hierbei auf geeignete Weise kenntlich gemacht werden.Die Situationsanalysen sind auf aktueller Datengrundlage zu erstellen. Hierbei sind insbesondere die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 2010, Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2008, Daten der BA/IAB und der Deutschen Rentenversicherung sowie die Mikrozensusdaten 2009 bzw. 2010 zu verwenden. Darüber hinaus sind auch die aktuellen Daten aus dem Sozioökonomischen Panel (SOEP) sowie aus der Statistik der Europäischen Union über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) – sofern geeignet – zu verwenden, insbesondere zur Erstellung des Kapitels "Sozialer Wandel in Bayern":. Hinsichtlich der zu verwendenden Datengrundlagen erfolgt eine enge Abstimmung mit dem Auftraggeber und mit dem koordinierenden/federführenden Institut/Wissenschaftler. Hierbei sind entsprechend den Vorgaben des Landtagsbeschlusses grundsätzlich die vorhandenen Daten (z.B. des Statistischen Bundesamtes) zu verwenden. Zusatzerhebungen sind nicht vorgesehen.Der Dritte Sozialbericht dient auch der kontinuierlichen "Jährlichen Fortschreibung ausgewählter Kernindikatoren zur sozialen Lage in Bayern" (Statistikbericht). Insoweit ist darauf zu achten, dass grundsätzlich alle statistischen Indikatoren in den Sozialbericht aufzunehmen sind, die im Statistikbericht 2010 (vgl.
http://www.stmas.bayern.de/sozialpolitik/sozialbericht/sozialelage2010.pdf) verwendet wurden und voraussichtlich im Statistikbericht 2011 verwendet werden (Erscheinungsdatum: voraussichtlich Frühsommer 2011).Es sollen auch Entwicklungen und Veränderungen im zeitlichen Verlauf – ggf. anhand von Zeitreihen – in den einzelnen Themenbereichen/ausgewählten Personengruppen möglichst auf Grundlage von Längsschnittanalysen dargestellt werden. Zudem erfolgt eine ausführliche Analyse zeitlicher Verläufe im Kapitel "Sozialer Wandel in Bayern". Der Auftraggeber entscheidet in Abstimmung mit dem koordinierenden/federführenden Institut/Wissenschaftler, welche Untersuchung zeitlicher Verläufe wo in welcher Tiefe dargestellt wird. Prognosen für die Zukunft sollten aufgenommen werden, soweit sie sich aus fachlicher Sicht anbieten und hinreichend belegt werden können. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Entwicklung von Zukunftsszenarien/politischen Konzepten der Staatsregierung im Rahmen der aus den Situationsanalysen abzuleitenden Schlussfolgerungen und Darstellung ihrer Maßnahmen vorbehalten bleibt.Die Situationsanalysen enthalten keine Bewertungen, sondern Tatsachenbeschreibungen.Bei den Situationsanalysen ist darauf zu achten, dass Zusammenhänge bzw. Kausalitäten zwischen den verschiedenen Lebenslagen/ausgewählten Personengruppen aufgezeigt werden. Der sog. Lebenslagenansatz umfasst grundsätzlich die Multidimensionalität, d.h. die Überlagerung verschiedener Lebensbereiche, und die Multikausalität (vgl. S. 15 ff. des Material- und Analysebands zur sozialen Lage in Bayern im Ersten Sozialbericht).Einzelne Lebenslagen sind auch anhand von Sozialindikatoren, die lege artis in der Sozialforschung und in anderen Berichten auf Bundes- und Länderebene verwendet werden, darzustellen, so insbesondere auch zur Herstellung der Vergleichbarkeit der Berichterstattung auf Bundes- und auf Länderebene.In den Situationsanalysen ist – soweit möglich – auch eine vergleichende Darstellung zum Bundesgebiet sowie anderen vergleichbaren Bundesländern unter Berücksichtigung der Kernindikatoren aufzunehmen (z.B. Nordrhein-Westfalen, Baden-Würtetemberg).Bei allen Losen ist auf eine geschlechtersensible Sichtweise (z.B. Sprache, Daten und Analyse) zu achten.Bei der Analyse der einzelnen Themenbereiche/ausgewählten Personengruppen sind möglichst regionale Unterschiede (z. B. zwischen strukturschwachen und -starken Gebieten, zwischen Landkreisen/kreisfreien Städten, zwischen Arbeitsagenturbezirken) herauszuarbeiten.Zeitliche Verläufe sowie gruppenspezifische Besonderheiten (z.B. nach Altersgruppen, Bildungsstand, Familienstand, etc.) sind in jedem Themenbereich/jeder ausgewählten Personengruppe – wo dies möglich ist – herauszuarbeiten.Folgende Vorgaben zur Text-/Tabellen- und Grafikgestaltung sind zu beachten:— Alle Inhalte müssen als Microsoft-Word-Dateien geliefert werden. Sämtliche Inhalte, also auch Tabellen und Grafiken, müssen bereits in diesen Dokumenten an richtiger Position eingebettet sein. Die (automatische) Silbentrennung muss hierbei deaktiviert sein,— Alle Microsoft-Word-Dokumente müssen folgenden einheitlichen Standard befolgen: Schriftgröße 11, Schriftart Arial und Zeilenabstand 1,5,— Zusätzlich zum Word-Dokument müssen alle Tabellen als Microsoft-Excel-Dateien mitgeliefert werden,— Grafiken, Diagramme, Bayernkarten etc. sollen zusätzlich zum Microsoft-Word-Dokument als offene InDesign- oder Illustrator-Dateien (Dateiformate .ai oder .eps) geliefert werden, nicht als geschlossene/auf Ebenen reduzierte Vorlagen. Falls dies ausnahmsweise nicht möglich sein sollte, dann müssen hochauflösende (mindestens 300 dpi) Dateien der Formate .tiff, .jpg, oder.psd geliefert werden, damit die Grafiken problemlos nachgebaut werden können. Die den Grafiken, Diagrammen, Bayernkarten etc. zu Grunde liegenden Daten sind zusätzlich jeweils im Excel-Format zur Verfügung zu stellen,— CorelDraw-Dateien können nicht bearbeitet und daher nicht als vertragsgemäße Leistung angenommen werden. Der Auftragnehmer käme mithin bei Lieferung dieser Dateiformate in Verzug.Auf Übersichtlichkeit, gute Lesbarkeit und leichte Verständlichkeit ist zu achten.Die Losaufteilung stellt sich wie folgt dar:1. Einkommens- und Vermögensentwicklung, Armut und Reichtum,2. Wohnraumversorgung,3. Erwerbstätige und Arbeitslose,4. Familie,5. Kinder und Jugendliche (mit frühkindlicher Bildung, ohne Schulbildung),6. Ältere Menschen,7. Pflegebedürftige,8. Menschen mit Migrationshintergrund,9. Menschen mit Behinderung,10. Frauen,11. Sozialer Wandel in Bayern,12. Koordination und Gender Mainstreaming.Das Los 12 beinhaltet über das Gender Mainstreaming hinaus auch die Koordinierung der Analysen (hierzu zählen auch die Vereinheitlichung der Sprache, der Datenlage und der Methoden sowie die Vermeidung von Doppelungen).Etwaige Nebenangebote müssen mindestens den hier geschilderten Rahmen einhalten.400 950,00