Erweiterung eines auf SAP ERP 6.0 bestehenden Personal-, Dienstposten- und Stellenverwaltungssystems (PVS) um Positive Zeitwirtschaft, Personaleinsatzplanung, Abrechnung ständiger und unständiger Bezügebestandteile über Schnittstelle einschl. Einführung

Dienstleistungszentrum Informationstechnik im Geschäftsbereich des BMVBS bei der Bundesanstalt für Wasserbau, Dienststelle Ilmen

Das DLZ-IT BMVBS betreibt ein PVS auf der Basis von SAP ERP 6.0 PVS wird bereits heute für alle 70 Behörden der Bundesverwaltung für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BVBS) eingesetzt.
Die Vielzahl der Möglichkeiten zur weiteren Ausgestaltung des PVS in der derzeitigen Version 2.1 zu PVS 3.0 wurden durch eine Machbarkeitsstudie in 12 verschiedenen, denkbaren Lösungsszenarien systematisch erfasst und bewertet. Durch eine Nutzwertanalyse wurde ein präferiertes Zielszenario erarbeitet, das durch folgende Elemente charakterisiert ist:
— Einführung von PVS im Bereich der Zeitadministration (Gleitzeit, Schicht- und Wechselschichtdienste, feste und teilflexibilisierte Arbeitszeit) sowie der Anbindung der Zeiterfassungssysteme in allen Dienststellen der BVBS,
— Entwicklung von Verfahren, die Arbeitszeiten an dislozierten Arbeitsplätzen (z. B. Schiffe, Arbeitsplätze im Streckenunterhaltungsbereich der WSV oder sonstigen Baustellen) z. B. mit mobilen Erfassungssystemen erfassen und an das PVS elektronisch übertragen,
— Einführung einer SAP-gestützten, integrierten Personaleinsatzplanung in den meisten Behörden der BVBS (mit entspr. Anforderungen),
— Eigene, dezentrale Lösung beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG), die aufgrund der besonderen Anforderungen speziell im Bereich der Maut- und Straßenkontrollen erforderlich ist und Schaffung einer Schnittstelle zur positiven Zeitwirtschaft im PVS,
— Ablösung des Bruttolohnnachweisverfahrens der WSV (BLN) durch PVS 3.0, d.h. Erfassung und Administration der entspr. Zeit- und Arbeitsdaten,
— Einführung einer SAP-basierten elektronischen Schnittstelle zwischen den Abrechnungsverfahren der BVBS und des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV) unter Beibehaltung der Abgrenzung der Organisation und der Systeme im Übergang von BVBS zum Dienstleister des BMF (BADV).
Es ist beabsichtigt, die Personalabrechnung im BADV vollständig vom Bezügeprogramm KIDICAP auf SAP zu überführen.
Es ist davon auszugehen, dass der Produktivstart bei BADV ab Mitte 2013 erfolgen wird. Ab diesem Zeitpunkt soll eine elektronische Schnittstelle zwischen PVS 3.0 und BADV realisiert und das derzeit bestehende papiergebundene Anweisungsverfahren abgelöst sein.
Voraussetzung hierfür ist eine möglichst weitgehende Synchronisation der Daten- und Verschlüsselungsstrukturen, der Verarbeitungskonzepte und Prozesse. Eine Entscheidung über die Realisierung, den Zeitpunkt und die Ausgestaltung der Schnittstelle erfolgt auf der Grundlage einer durch den AN zu erstellenden Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Bei der Realisierung der Schnittstelle soll vom AN in Zusammenarbeit mit dem AG und dem BMF ein Betriebshandbuch entwickelt werden, um jederzeit eine korrekte und zeitgerechte Abrechnung sicher zu stellen.
Dabei ist die Ablösung des IT-Verfahrens BLN in Form einer Pilotierung (einschließlich Parallelbetrieb BLN – PVS), in Abhängigkeit von der Realisierung der Schnittstelle beim BADV vorzusehen. Dieses Vorgehen ist erforderlich, da es sich um ein Vorverfahren für die produktive Personalabrechnung handelt und Risiken vermieden werden müssen.
Im Bereich der Personaleinsatzplanung soll zunächst die Entwicklung und Einführung dieser Komponente in den Pilotbehörden (Deutscher Wetterdienst und Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg Meiderich – ggf. ein weiteres Wasser- und Schifffahrtsamt) erfolgen. Auch für die anderen Module sind diese Behörden als Pilotbehörden vorgesehen.
Die Durchführung des Projektes konzentriert sich insbesondere auf die Erstellung der Fachkonzepte einschl. der Soll-Prozessmodelle für die o. a. Bereiche, der Feinkonzeptionen für die technische Umgesetzung der fachlichen Vorgaben, der Durchführung der notwendigen Einstellungen und der Implementierungen, Tests und Qualitätssicherung, der Durchführung von Schulungen, das notwendige Veränderungsmanagement sowie die Inbetriebnahme des Systems und die Übergabe an den Betrieb.
Die gesamte Projektabwicklung erfolgt in deutscher Sprache (Wort/Schrift).

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-06-06. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-05-02.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2011-05-02 Auftragsbekanntmachung
2011-12-02 Bekanntmachung über vergebene Aufträge