Feststellung von Sachkundigen- und Sachverständigen-Prüfpflichten sowie Durchführung von Sachverständigen-Prüfungen (Erst- und Wiederholungsprüfungen)

HCC - Hessisches Competence Center für Neue Verwaltungssteuerung -Zentrale Beschaffung-

Feststellung der Prüfpflichten für Sachkundigen- und Sachverständigen-Prüfungen in ca. 80 Liegenschaften, Durchführung von Sachverständigen-Prüfungen in ca. 400 Liegenschaften.
Folgende Leistungen sollen erbracht werden:
1.) Feststellung der Prüfpflichten für Sachkundigen- und Sachverständigen-Prüfungen:
In ca. 80 Liegenschaften sind die Sachkundigen- und Sachverständigen-Prüfpflichten festzustellen. Die hier gesammelten Daten sind in einem mit dem Auftraggeber abgestimmten Format zu dokumentieren.
2.) Duchführung von Sachverständigen-Prüfungen:
In ca. 400 Liegenschaften mit einer Brutto-Grundfläche (BGF) von ca. 1 800 000 m² sind die Sachverständigen-Prüfungen (Erst- und Wiederholungsprüfungen) durchzuführen.
Bei ca. 320 Liegenschaften sind ca. 4 000 Prüfsachverhalte bereits bekannt.
Sowohl im Hinblick auf die festgestellten Prüfpflichten für Sachverständigen-Prüfungen als auch hinsichtlich der dem Auftraggeber bereits bekannten ca. 4 000 Prüfsachverhalte sind die während der Vertragslaufzeit anstehenden Erst- sowie Wiederholungsprüfungen durchzuführen. Mindestens 50 % dieser Prüfpflichten sind vom Auftragnehmer im ersten Vertragsjahr zu erfüllen.
Geprüft werden müssen Anlagen der Gebäudetechnik nach der/den:
— Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV),
— Technischen Prüfverordnung (TPrüfVO),
— Verwaltungsvorschrift zu § 44 des Hessischen Wassergesetzes (HWG),
— Indirekteinleiterverordnung (IndirekteinleiterVwV),
— Verordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (VAwS),
— Berufsgenossenschaftlichen Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (BGR 134 - Einsatz von Feuerlöschanlagen mit sauerstoffverdrängenden Gasen),
— Energieeinsparverordnung (EnEV - § 12).
Daten zur Abschätzung des Prüfumfanges:
Die Liegenschaften sind über das gesamte Bundesland Hessen (ausgenommen ist das Stadtgebiet Frankfurt am Main) verteilt. Die ca. 400 Liegenschaften mit insgesamt ca. 1 800 000 m² BGF teilen sich in ca. 260 Objekte < 3 000 m² BGF, ca. 100 Objekte zwischen 3 000 m² und 10 000 m² BGF sowie ca. 40 Objekte mit einer BGF > 10 000 m². Die Nutzung der Gebäude erfolgt überwiegend als Büro- und Verwaltungsgebäude. Im Einzelfall liegen auch andere Nutzungsarten vor, wie beispielsweise Polizei, Versammlungsstätte, Archiv, Laborgebäude, Kantine, Werkstatt oder Unterkunftsgebäude.
Vom Auftraggeber mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe zur Verfügung gestellte Daten:
Eine Liste aller Liegenschaften mit BGF und überwiegender Nutzung sowie eine Anlagenübersicht der Liegenschaften (jedoch teilweise ohne Details).
Bewerber, die nach dem Teilnahmewettbewerb zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert werden, müssen mit dem Angebot ein Umsetzungskonzept vorlegen, aus dem hervorgeht, wie die Prüfungen sowie die Feststellung der Prüfpflichten organisatorisch durchgeführt werden. Es ist zu beschreiben:
a) welche Prüfer wie und wo eingesetzt werden;
b) eine plausible Darstellung, in welchem Zeitraum eine vollständige Abarbeitung der anstehenden Sachverständigen-Prüfungen (einschließlich der zu Beginn noch Festzustellenden) möglich ist und wie die Abarbeitung in diesem Zeitraum sichergestellt werden soll und;
c) wo welche Anlagendaten noch zusätzlich und ggfs. durch wen zu erheben sind.
Der Bieter erhält im Rahmen eines Bietergespräches (1. Verhandlung) Gelegenheit, das Konzept vorzustellen. Zu diesem Verhandlungsgespräch wird gesondert eingeladen, wobei erwartet wird, dass der Bieter am Verhandlungsgespräch teilnimmt.
Ziel ist eine schnellstmögliche Feststellung fehlender Prüfpflichten sowie die Durchführung aller anstehenden Sachverständigenprüfungen innerhalb kürzester Zeit bzw. im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Prüffristen. Im Rahmen der Verhandlungen soll ein Umsetzungskonzept erreicht werden, das die bestmögliche Leistung erwarten lässt.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-01-12. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-12-06.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2011-12-06 Auftragsbekanntmachung
2012-08-15 Bekanntmachung über vergebene Aufträge