GBW - Neustrukturierung des Klinikums Großburgwedel

Klinikum Region Hannover GmbH

Das Klinikum Großburgwedel ist ein Allgemeinkrankenhaus der Grund- und Regelversorgung und Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) mit einer Bettenzahl von 244 Betten und mit folgenden Fachdisziplinen:
— Innere Medizin,
— Chirurgie mit Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Allgemein- und Viszeralchirurgie,
— Urologie,
— Gynäkologie und Geburtshilfe,
— Anästhesiologie mit Rettungs- und Intensivmedizin und der Abteilung für Schmerztherapie.
Es besteht eine interdisziplinäre Intensivpflegeabteilung unter anästhesiologischer Leitung.
Erste Überlegungen in 2008 haben gezeigt, dass das Klinikum u.a. folgende funktionelle Schwachstellen aufweist:
— es liegt ein zu niedriger Flächenstandard in den Pflegebereichen und in den Untersuchungs- und Behandlungsbereichen vor,
— Pflegebereiche sind in hintereinander geschalteten Durchlaufstationen organisiert,
— kein logistisches Gesamtkonzept,
— Durchmischung von Verwaltungsfunktionen, Patientenversorgung und Logistikfunktionen im Erdgeschoss,
— 2 Aufnahmebereiche für Notaufnahmen, fehlende räumliche und organisatorische Zusammenlegungen,
— nicht funktionsgerechte, auf die Primärprozesse ausgerichtete Anordnung der Funktionsbereiche,
— keine Magistralen zur Verbindung der Funktionsbereiche für Patienten- und Besucherverkehr,
— keine Entwicklungsmöglichkeiten für ambulante Funktionen und poststationäre Einrichtungen,
— keine eigenen Räumlichkeiten und Infrastrukturen für das ambulante Operieren.
Durch die Klinikum Region Hannover GmbH ist nun beabsichtigt den Standort Großburgwedel neu zu strukturieren. Die Neustrukturierung ist notwendig, um das Klinikum an heutige betriebsorganisatorische Prozesse anzupassen und damit die Voraussetzungen für einen nachhaltig wirtschaftlichen Betrieb des Krankenhauses zu schaffen.
Um diese Vorgabe zu erfüllen, ist die Entwicklung und Umsetzung eines planerischen Konzeptes erforderlich, das die notwendigen Reorganisationsbedarfe des Klinikums abdeckt und sich mittel- und langfristig wirtschaftlich darstellt.
Sachstand ist, dass nach der Durchführung eines architektonischen Plangutachtens ein Planungskonzept als Vorentwurf vorliegt, was planerisch bereits fortgeschrieben worden ist. Beabsichtigt ist in einem ersten Bauabschnitt (1. BA) die Pflegebereiche und Teile von zentralen klinischen Funktionen neu zu strukturieren.
Hierzu soll ein Erweiterungsbau an den Bestand angebaut werden. Des Weiteren sollen Teile des Bestands zur Aufnahme von zentralen klinischen Funktionen umgebaut werden.
In einem zweiten Bauabschnitt (2. BA) soll eine Neustrukturierung der Funktionsbereiche im Bestand vorgenommen werden.
Die Umsetzung des 2. BA ist aber abhängig von der Finanzierbarkeit und den weiteren Beschlüssen des Auftraggebers. Eine Entscheidung hierzu wird in 2012 erwartet.
Weitere Angaben zu den Nutzflächen und dem Bauvolumen für die Bauabschnitte 1. und 2.:
Nutzfläche:
1. BA 7 819 m²;
2. BA 8 218 m².
Bauvolumen:
1. BA 26 500 000 EUR (KGR 200-700) ohne Medizintechnik;
2. BA 19 625 000 EUR (KGR 200-700) ohne Medizintechnik.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-04-01. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-02-23.

Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2011-02-23 Auftragsbekanntmachung