Generalplanungsleistung für den Neubau eines Institutsgebäudes mit Laboranteil (NMR)

Technische Universität Darmstadt

Umfassender Planungsauftrag (Generalplanervertrag) für den Neubau eines Institutsgebäudes mit Laboranteil und NMR-Zentrum auf dem Campus Lichtwiese der TU Darmstadt.
Der zu planende Neubau besteht aus 2 Gebäudeteilen. Der Gebäudeteil 1 umfasst ein Forschungs-Verfügungsgebäude für die Fachbereiche Chemie, Material- und Geowissenschaften mit Büro- und Laborbereichen. In Verbindung zu diesem Gebäudeteil ist im Gebäudeteil 2 ein NMR-Zentrum mit 4 separaten NMR-Laboratorien für verschiedene Nutzer zu planen. Die Abkürzung NMR (engl.: nuclear magnetic resonance) steht für Kernspinresonanzspektroskopie. Mit Hilfe supraleitender Elektromagnete werden Messungen an flüssigen oder festen Proben durchgeführt. Untersucht werden die elektronische Umgebung einzelner Atome und die Wechselwirkung mit seinen Nachbaratomen. NMR-Spektroskopie findet Anwendung in der naturwissenschaftlichen Forschung (Biologie, Chemie, Biochemie, Physik) und der Medizin. Die hochsensiblen NMR-Spektroskope erzeugen je nach Bauart und Leistung elektromagnetische Felder unterschiedlicher Größe. Daraus ergeben sich verschiedene Sonderanforderungen an das Gebäude, sowohl in Bezug auf die Technische Gebäudeausrüstung, als auch auf Gebäudestruktur und Bauweise.
Folgende Rahmendaten beschreiben das Gebäude:
— BGF: ca. 3 000,00 m²,
— BRI: ca. 13 000 m³,
— Baukosten, KGR 300-400 nach DIN 276: ca. 5 500 000 € netto.
Es ist geplant, dass die Generalplanungsleistungen folgende Leistungen umfassen:
— die Objektplanung für Gebäude (Teil 3, Abschnitt 1, HOAI) für die Leistungsphasen 3-9 sowie Teile aus Leistungsphase 2,
— die Tragwerksplanung (Teil 4, Abschnitt 1, HOAI), für die Leistungsphasen 3-6 sowie Teile aus Leistungsphase 2,
— Planung der technischen Ausrüstung (Teil 4, Abschnitt 2, HOAI), für die Anlagengruppen 1-6 und Anlagengruppe 8 für die Leistungsphasen 3-9 sowie Teile aus Leistungsphase 2.
Als Grundlage für die Planung ab LPH 3 stellt der Auftraggeber eine abgeschlossene Vorplanung im Maßstab 1:200, entsprechend den Unterlagen zur Einreichung der ES-Bau zur Verfügung. Die Grundlagen sind vom Generalplaner zu prüfen.
Der Auftragnehmer (Generalplaner) hat die Leistungen der Objektplanung selber zu erbringen; für die übrigen Leistungen ist der Einsatz von Nachunternehmern zulässig. Weiterhin zugelassen sind Bewerbergemeinschaften mit Nachunternehmern. Der Auftraggeber behält sich eine stufenweise Vergabe der Generalplanungsleistung vor. Es ist eine Bauvergabe nach Einzelgewerken vorgesehen.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-06-06. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-05-06.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2011-05-06 Auftragsbekanntmachung
2011-09-21 Bekanntmachung über vergebene Aufträge