Grundinstandsetzung Gebäude 35/100, Universität der Bundeswehr München in Neubiberg, Tragwerksplanung gemäß §§ 48-50 HOAI

Staatliches Bauamt München 1

Tragwerksplanung für Gebäude Leistungsphase 3 und 4-6 § 49 HOAI (Bauteil 100):
Zuerst werden die Leistungsphasen 3 und 4 für den Bauteil 100 beauftragt. Es ist beabsichtigt, bei Fortsetzung der Planung - abhängig von der Genehmigung - eine stufenweise Vergabe der Leistungsphasen 5-6, sowie die besondere Leistung LP 8 vorzunehmen. Für die weiteren Bauteile 300, 400, 500, 600 und 700 ist die Grundinstandsetzung im Anschluss - abhängig von der Beauftragung - geplant. Hierfür ist eine optionale, stufenweise Beauftragung der Leistungsphasen 1-6, sowie die besondere Leistung LP 8 vorgesehen.
Das Gebäude 35 gliedert sich in ein zentrales Lehrgebäude (Bauteile 000,100, 200, 300 und 400) mit Werkhalle (Bauteile 500, 600 und 700).
Der zentrale Gebäudekomplex entstand in den Anfängen der Universität der Bundeswehr, Mitte der siebziger Jahre und war das Ergebnis eines Wettbewerbes (Architekturbüro Heinle, Wischer & Partner). Aufgrund der einprägsamen Form des Lehrgebäudes, wird es vor Ort "Hirschkäfer" genannt und trägt damit zur Identitätsstiftung innerhalb des Universitätsgeländes bei.
Angesichts des fortgeschrittenen Alters müssen die Gebäude nun komplett saniert werden und hinsichtlich Energieeffizienz, Barrierefreiheit, Brandschutz, Statik und Schadstoffgehalt auf den neusten Stand gebracht werden. Die geplante Grundinstandsetzung und Asbestsanierung erfolgt in sechs Bauabschnitten im Rotationsverfahren. Ziel der Sanierung ist es, das Bauwerk in seinem äußeren Erscheinungsbild zu erhalten, im Inneren jedoch neu zu organisieren.
Um den Weiterbetrieb bis zur Sanierung der Bauteile aufrecht erhalten zu können, mussten einige Brandschutzmaßnahmen für Lehrgebäude und Werkhalle vorgezogen werden.
In einer definierten Abfolge werden, beginnend mit Bauteil 200/000, schrittweise alle Bauteile des Gebäudes 35 grundinstandgesetzt und asbestsaniert. Dass Gebäude ist als Stahlskelettbau konzipiert mit betonierten Kellergeschoß, 3 Normalgeschoßen und 2 aufgesetzten, zurückgenommenen Dachgeschoßen, die als Technikzentralen ausgestattet sind.
Im Zuge der Sanierung wird der zu beplanende Gebäudeteil 100 bis auf Stahlskelett, Kellergeschoß und Filigrangeschoßdecken zurückgebaut, inkl. Demontage von Fassade und Gebäudetechnik.
Der Neuaufbau umfasst eine brandschutztechnische Ertüchtigung der Stahlskelettkonstruktion, neue Gebäudetechnik und neue Fassade nach ENEV 2009, Umstrukturierung der Innenräume für physikalische Labore, Seminarräume und Büroräume.
Im Rahmen der Tragwerksplanung wird bestandsbedingt auch eine Prüfung von Versagensmechanismen im Brandfall erforderlich sein.
Die Bruttogeschossfläche des Bauteils 100 beträgt 10 385 qm, der Bruttorauminhalt beträgt 41 982 qm.
Die Leistungphasen 3 und 4 sollen voraussichtlich bis Januar 2012 abgeschlossen sein. Die Fertigstellung des Bauteils 100 ist für April 2016 geplant.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-09-26. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-08-26.

Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2011-08-26 Auftragsbekanntmachung