Hochauflösendes 3D Röntgensystem (Computed Tomography)

Universität des Saarlandes

Generelle Ausrichtung:
Um unterschiedliche Proben wie z.B. Modellproben aus feuchtem Kugelgranulat, mikrofluidische Bauteile sowie natürliche Sandsteinproben (z.B. Bohrkerne) untersuchen zu können ist eine variable Vergrößerung notwendig, die es erlaubt Proben von einem bis hin zu 100 Millimetern Durchmesser bei einem Gewicht bis zu 10 kg abzubilden. Der Fokus-Objekt-Abstand muss in weiten Grenzen einstellbar sein sein (bis min. 600 mm) und eine 500-fache geometrische Vergrößerung bei einer Probengröße von 2,5 mm ermöglichen. Probenhöhen (inklusive des verwendeten mikrofluidischen Aufbaus) von min. 35 cm und ein Zugang zur Probe von beiden Seiten und von oben ist erforderlich. Das Gerät soll außerdem für die Helix-Scan – Option vorbereitet sein. Um getrennt elektrische und mikrofluidische Kontaktierungen zu ermöglichen müssen zwei Durchführung mit je mindestens 5 x 5 cm² Querschnittsflächen vorhanden sein. Die bestmögliche erzielbare Auflösung (im 3d-Bild) soll unter 1 μm liegen. Dabei sollen bei Kugelgranulat-Proben die unterschiedlichen Kugelmaterialien und die Flüssigkeiten anhand der jeweiligen Röntgenabsorption klar unterscheidbar sein. Eine Kontrasterhöhung über Phasenkontrast ist unerwünscht. Für stabile und hochauflösende Langzeitmessungen ist eine gekühlte Röntgenröhre mit Diamand-Target gefordert, die gleichzeitig zur Kühlung des Probenraumes beiträgt. Der Detektor sollte eine Pixelauflösung von mindestens 2 300 x 2 300 Pixeln aufweisen um eine ausreichende Detailerkennung auch bei größeren Proben zu gewährleisten. Ausserdem ist eine mindestens zweifache Messbereichserweiterung erwünscht. Um die geforderte Auflösung zu gewährleisten ist eine Mikrofokus-Röntgenröhre offener Bauart gewünscht mit einem Brennfleck kleiner als 1 μm. Die zur Durchdringung der Proben notwendige Röntgenphotonenenergie erfordert Röntgenröhren mit einer Beschleunigungsspannung von mindestens 160 kV. Um die Aufnahmezeiten auch bei hohen Vergrößerungen möglichst klein zu halten, ist eine Leistung der Röntgenröhre von mindestens 25 Watt erforderlich. Für optimale Einstellung der Röntgenleistung soll der Fokus-Detektor Abstand verschiebbar sein. Hierzu sollen, wie auch zu allen anderen Manipulationen mindestens 5 motorisierte Präzisionsachsen eingesetzt werden. Zum Betrieb des Gerätes ist weiterhin eine geeignete Computerausstattung zur on-line und off-line Rekonstruktion der dreidimensionalen Aufnahmen sowie eine Software zu deren Bearbeitung und Darstellung sowie ein File Server (RAID-System) zur sicheren Speicherung der gewonnenen Daten gewünscht. Die Rechner und der File Server sollen über schnelle Fiber-Channel-Verbindungen verbunden sein. Softwareaktualisierung innerhalb des ersten Jahres nach Installation und Inbetriebnahme inklusive. Betriebskosten sollten möglichst gering und die Wartungsintervalle sowie Intervalle für Filamentwechsel entsprechend möglichst hoch sein. Ein guter und verlässlicher Service für Wartung und Reparation ist kaufentscheidend. Der jährliche Wartungsservice (ohne Ersatzteile) innerhalb der ersten 3 Jahre sollte im Kaufpreis optional beinhaltet sein.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-07-04. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-05-18.

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Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2011-05-18 Auftragsbekanntmachung