Julius-Leber-Schule Frankfurt, Aussenstelle Seilerstrasse 36, Objektplanung nach § 33 HOAI LP 3-9

Stadt Frankfurt am Main, Hochbauamt

Zur Nutzung als Zweigstelle für die benachbarte Julius-Leber-Schule (Berufliche Schule) soll ein bestehendes.
Schulgebäude umgebaut, kernsaniert und erweitert werden.
Für die Unterbringung der geplanten Fachklassen (Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung) in den vorh. Altbau ist aufgrund des begrenzten Raumbestandes eine Erweiterung des Gebäudes über einen Neubau erforderlich. In der Außenstelle sollen im Rahmen dieser Maßnahme folgende Räumlichkeiten realisiert werden:
Schüler - 15 Unterrichtsräume, 2 EDV-Räume und ein Schülerarbeitsbereich.
Lehrkräfte - Lehrerzimmer + Besprechungsraum, Büros für Schulleiter, Sekretariat, stellvertretende.
Schulleitung, Abteilungsleitung, Fachbereichsleitung sowie für den Schulhausverwalter sowie 3 Sammlungsräume. Des Weiteren ist im Erdgeschoss ein Aufenthaltsraum mit einem Kiosk vorgesehen.
Die für die Nutzung erforderlichen Sanitär- und Nebenräume sind eingeplant. Der Schulbereich soll barrierefrei ausgebildet werden. Das Gebäude weist umfangreiche und gravierende Mängel im Bereich des baulichen Brandschutzes und der Wärmedämmung auf Diese sollen im Rahmen der Baumassnahme behoben werden.
Die Vorplanung sieht eine Kernsanierung und überwiegende Rückführung der Gebäudesubstanz auf den Rohbau vor. Ein Teilbereich der Holzbalkendecken muss umfangreich statisch ertüchtigt werden.
Das Grundstück (ca. 3 000 m2) befindet sich innerstädtisch an der verkehrsreichen Kreuzung Friedberger Landstraße - Seilerstrasse. Begrenzt wird das Grundstück im Nordosten und Südosten durch den Grünanlagenring.
Das freistehende Gebäude wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut und ist eines der ältesten sich noch in Betrieb befindlichen Schulgebäude Frankfurts. Das Gebäude ist nicht denkmalgeschützt, jedoch sind Teilbereiche aus planerischer Sicht aufgrund der vorgefundenen Bauteil- und Raumqualitäten besonders schützenswert. Das Gebäude hat 3 Vollgeschosse, ein Kellergeschoss und wird in Gebäudeklasse 5 HBO als Sonderbau eingestuft.
Veränderungen und Erneuerungen sind insgesamt und besonders im Bereich des bautechnischen Brandschutzes, der Deckenertüchtigungen, der Trockenlegung der Kellerwände, der Innendämmung und der technischen Ausrüstung erforderlich.
Der vorhandene Baukörper wird zur Unterbringung der zusätzlichen Nutzflächen ergänzt. Hierbei werden die beiden rückwärtigen Gebäudeflügel an ihrer Stirnseite verlängert. Zwischen den beiden neuen Gebäudeflügeln ist eine zweite Treppenanlage geplant, welche im Nordosten parallel zur Wallanlage einen offenen und transparenten Abschluss bildet. Durch die Anordnung des Anbaus wird mittig zwischen den Baukörpern eine kleine Halle mit flankierenden offenen Umgängen ausgebildet. Geschossübergreifende Deckenöffnungen und eine teilverglaste Öffnung des Flachdaches ermöglichen eine natürliche Belichtung. Zur Erschließung der Erweiterung werden seitlich am bestehenden Treppenhaus Stichflure hergestellt. Der Haupteingang der Schule wird als überdachter Bereich ausgebildet.
Auf Basis der vorliegenden Vorplanung soll in Abstimmung mit dem Hochbauamt der Stadt Frankfurt die geplante Baumaßnahme in den Leistungephasen 3-9 nach HOAI geplant und betreut werden.
Es wird mit einer Bauzeit von 1,5 Jahren, bei einem Baubeginn im Winter 2012 gerechnet. (Vorbehaltlich der Genehmigung der Entscheidungsgrundlage).
Die Baukosten wurden mit rd 2 680 000 EUR für den Gebäudebestand, sowie rd 1 730 000 EUR für den Erweiterungsbau berechnet. (KG300+400, zzgl. MWSt).

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-09-30. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-08-31.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2011-08-31 Auftragsbekanntmachung
2012-05-25 Bekanntmachung über vergebene Aufträge