Kolonnade am Neuen Palais, Steinmetzarbeiten Bodenplatten/Stufen
Restaurierung und Instandsetzung Natursteinbodenplatten und -stufen an der Kolonnade am Neuen Palais.
Die Kolonnade verbindet die beiden Hauptgebäude der Communs, die als ein wesentlicher Bestandteil der als Gesamtkunstwerk angelegten Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft in die UNESCO Weltkulturerbeliste aufgenommen wurden. Kolonnade und Communs wurden von 1766 bis 1769 durch Carl von Gontard errichtet. Seit 1777 wurde die Kolonnade mehrfach restauriert. Im Jahr 2003 wurde mit dem Gesamtprojekt ?Restaurierung und Instandsetzung der Kolonnade am Neuen Palais, Park Sanssouci? begonnen.
Im Rahmen der Restaurierungs- und Instandsetzungsarbeiten der Kolonnade sind nach dem Abschluss der statisch-konstruktiven Ertüchtigung und der Restaurierung des Bauwerks als letzte Restaurierungsmaßnahme die ausgebauten Natursteinbodenplatten und -stufen der Kolonnade zu restaurieren.
Gegenstand des Leistungsverzeichnisses ist die Konservierung, Restaurierung und der Wiedereinbau der ausgebauten Natursteinbodenplatten und -stufen. Stark beschädigte und fehlende Bodenplatten und Stufen werden ersetzt.
Bei den Natursteinen handelt es sich um verschiedene Sandsteinvarietäten (Magdeburger/Ummendorfer Sandstein, Schlesische Sandsteine des Typs Wünschelburg, Schlesische Coniac-Sandsteine (Warthauer/Rackwitzer/Sirgwitzer Sansteine), sowie Elbsandsteine des Typs Postaer Sandsteine). Die Sichtflächen der bauzeitlich und während verschiedener Instandsetzungsperioden handwerklich hergestellten Werkstücke unterteilen sich grob wie folgt:
— ca. 83 % Magdeburger Sandstein,
— ca. 11 % Warthauer/Rackwitzer Sandstein,
— ca. 4 % Wünschelburger Sandstein,
— ca. 2 % Postaer Sandstein.
Im eingebauten Zustand gibt es:
— ca. 1 360 Stck. Bodenplatten mit einer Gesamtfläche von ca. 1 050 m²,
— ca. 400 Stck. Stufen mit einer Gesamtaufsichtsfläche von ca. 270 m².
Die Natursteinbauteile weisen folgende Schadensbilder auf:
Feste Staub- und Schmutzablagerungen durch Schadstoffe aus der Atmosphäre und mikrobiologischer Bewuchs sind an vielen Bereichen der Gesteinsoberfläche vorhanden.
Zahlreiche Ausbrüche verschiedener Form und Größe sind an Eck- und Kantenbereichen zu verzeichnen, ebenso viele Fehlstellen im Binnenbereich der Werkstücke. Der Teileinsturz der Nordkolonnade hat zahlreiche und starke Schäden an den Bodenplatten und Stufen verursacht. Viele Werkstücke sind dadurch mehrfach gerissen und in mehrere Teile zerbrochen. Die Bruchflächen selbst sind nicht selten in schlechtem Zustand und sanden, bröckeln und schiefern auf. Je nach Gesteinsvarietät verschieden ausgeprägt gibt es Rückwitterungen an schuppenden oder sandenden Bereichen. Riss- und Schalenbildungen, aber auch Aufschieferungen (sich trennende Gesteinschichten/Lager) sind vorhanden.
Gegenstand des Leistungsverzeichnisses sind nachfolgende Entfernungs-, Sicherungs- und Ergänzungsarbeiten unter der Maßgabe einer größtmöglichen Schonung der Originalsubstanz. Stark geschädigte und fehlende Bodenplatten und Stufen werden aufgegeben und durch neue Bodenplatten und Stufen ersetzt, die sich in ihrem Erscheinungsbild der Bestandsumgebung anpassen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-10-14.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-09-13.
Wer?
Wie?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2011-09-13
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Auftragsbekanntmachung
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