Menge oder Umfang
Das Rathaus in Ludwigshafen, BGF gesamt ca. 30 700 m², davon noch sanierungsbedürftig ca. 23 000 m², BRI gesamt ca. 110 000 m³, Gebäudehöhe des Stahlbeton-Skelettbaus ca. 80 m, 1 Kellerebene, 16 Büroebenen, 1 Technikebene, wurde als Büro- und Verwaltungsgebäude mit Gewerbebereich (Ladenstraße) im EG im Jahr 1979 in Betrieb genommen. Für die Klimatisierung der einzelnen Räume in den Bereichen Verwaltung und Gewerbe ist eine Wärmepumpenanlage vorhanden. Für jeden Raum sind eine bzw. mehrere Einzelwärmepumpen vorhanden, die im Kühl- bzw. Heizfall über Einzelraumregelungen den Raum kühlen bzw. heizen. Die einzelnen Wärmepumpen im Bereich Verwaltung und Gewerbe (Ladenstraße) sind über einen Wärmepumpenkreislauf verbunden. Im Kühlfall funktioniert die Wärmepumpe als Kältemaschine, die über einen Direktverdampfer die Kälte an den Umluftvolumenstrom überträgt und somit den Raum kühlt. Die Rückkühlung der Einzelkältemaschinen erfolgt über den Wärmepumpenkreislauf. Im Heizfall wird über die Wärmepumpe aus dem Wärmepumpenkreislauf die Wärme entzogen, auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und über den Umluftvolumenstrom der Raum geheizt. Bei zu hoher Temperatur im Wärmepumpenkreislauf erfolgt über 6 Kühltürme die Rückkühlung. Bei zu geringem Temperaturniveau im Wärmepumpenkreislauf erfolgt über 2 Fernwärmeübergabestationen die Nachheizung. Die Zuführung des notwendigen Außenluftanteils in den einzelnen Räumen erfolgt über Zentrallüftungsanlagen, die in der Lüftungszentrale im 16. Obergeschoss und im Untergeschoss aufgestellt sind. Die Zuführung der Frischluft erfolgt im Zuluftverteilnetz der einzelnen Wärmepumpen.Seit 2004 finden umfangreiche Sanierungsarbeiten, im Wesentlichen im Innenbereich, statt. Diese umfassen insbesondere die Bereiche Klimatechnik, Brandschutz und Elektrotechnik. Die nun in Abschnitten während des laufenden Betriebs bis Ende des Jahres 2017 parallel zu den anderen vorstehenden Bereichen zu realisierende Sanierung beinhaltet: Insbesondere die Erneuerung der Wasser- und Abwasseranlagen (Kondensatnetz), der Wärmeversorgungsanlagen (das Konzept als Ergebnis der Leistungsphasen 1 und 2 sieht vor: Anpassung der Fernwärmeübergabestation an die neue Heizleistung, Trennung des Vorlaufs des Wärmepumpenkreislaufs zwischen den Bereichen Verwaltung und Gewerbe, Einbau drehzahlgeregelter Vorschubpumpen, getrennt für Verwaltung und Gewerbe, neues Wärmeverteilnetz zu den zukünftig neuen Lufterhitzern im Verwaltungsbereich), der lüftungstechnischen Anlage (das Klimakonzept als Ergebnis der Leistungsphasen 1 und 2 sieht vor: Austausch der ca. 600 Wärmepumpen im Verwaltungsbereich gegen bedarfsabhängig geregelte Umluftgeräte mit Kühler und Erhitzer bei weiterer Nutzung des Lüftungskanalnetzes und der zukünftigen Nutzung des Wärmepumpenrohrnetzes des Verwaltungsbereichs als Klimakaltwassernetz, Kälteerzeugung durch neue zentrale Kältemaschine für den Verwaltungsbereich in Verbindung mit den vorhandenen Kühltürmen, Trennung der Rückkühlung zwischen Verwaltungs- und Gewerbebereich und Einbau einer neuen Rücklaufleitung vom Wärmepumpenkreislauf Gewerbebereich (16. OG) in das Kellergeschoss) sowie der Feuerlöschanlage (Sprinkleranlage).Gegenstand des Auftrags ist die Vergabe der zur Projektrealisierung notwendigen Leistungen nach Teil 4, Fachplanung, Abschnitt 2, § 53 HOAI (Leistungsbild Technische Ausrüstung), Anlagengruppen 1 bis 3, 7 und 8 des § 51 HOAI. Der Auftraggeber beabsichtigt zunächst die Leistungsphasen 1 bis 3 nach § 53 des Teils 4, Fachplanung, Abschnitt 2 (Leistungsbild Technische Ausrüstung) HOAI für das Gesamtobjekt zu vergeben. Von diesen Leistungsphasen wurden Teilleistungen bereits erbracht. Vorgeschaltet ist als Besondere Leistung nach HOAI die technische Analyse des Klimakonzeptes und eine betriebswirtschaftliche Analyse dieses Konzeptes insbesondere im Hinblick auf den Energieeinsatz. Daraus soll ggf. ein Vorschlag für ein Umsetzungs- oder Änderungskonzept bzw. für eine alternative Lösung resultieren. Die Leistungsphasen 5 bis 8 nach § 53 HOAI werden ebenenweise optional zu den vereinbarten Vertragsbedingungen in Auftrag gegeben. Dabei behält sich der Auftraggeber die stufenweise Beauftragung in Abhängigkeit von der Finanzierungssicherung des Vorhabens vor. Die Herstellkosten - ohne Kostengruppe 700 nach DIN 276 / 2008 - belaufen sich ohne Mehrwertsteuer auf ca. 3 830 000 EUR, davon 300 000 EUR in den Kostengruppen 410 / 470, 450 000 EUR in der Kostengruppe 420, 2 680 000 EUR in der Kostengruppe 430 und 400 000 EUR in der Kostengruppe 480.