Lieferung, Montage und Inbetriebnahme einer Bedien- und Beobachtungsstation nebst Zusatzleistungen für das übergeordnete Leitsystem eines Energiekomplementärsystems
Die Stadt Herten betreibt auf dem Gelände des ehemaligen Kohlebergwerks Ewald ein Wasserstoff-Kompetenz-Zentrum, kurz "H2Herten". Ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal des Zentrums stellt das Energie- und Wasserstoffversorgungskonzept dar, das im Wesentlichen auf der Nutzung erneuerbarer Energien beruht. Eine wichtige Rolle übernimmt dabei eine am Standort vorhandene Windkraftanlage, die sowohl die Stromversorgung des Zentrums als auch die Herstellung des "grünen" Wasserstoffs übernehmen soll. Der Wasserstoff wird mittels einer Alkalielelektrolyse erzeugt und dient einerseits zur Versorgung des Anwenderzentrums und andererseits als Speichermedium bei Stromüberschuss.
Ein weiteres zentrales Element des Anwenderzentrums ist ein Energiekomplementärsystem auf Wasserstoffbasis. Dieses besteht aus der elektrolytischen Wasserstofferzeugung, einer Speicherung des Wasserstoffs und einer Rückverstromung mittels einer Brennstoffzelle. Dabei soll das Anwenderzentrum als eine autarke Insel zu Testzwecken vom Netz getrennt betrieben werden können. Durch die Kombination von Windkraftanlage und Wasserstoffenergiesystem wird erwartet, den jährlichen Strombedarf des Zentrums CO2-frei und mit hoher Qualität weitestgehend abdecken zu können.
Auftragsgegenstand ist die Planung, Berechnungen, Detail-Engineering, Herstellung inkl. der Programmierung der SPS und Programmierung der Bedien- und Beobachtungsstation, Fertigung und Prüfungen in der Fabrik, Lieferung, Transport zur Verwendungsstelle, Abladen, komplette Montage inkl. Installation der Feldverkabelung, Prüfungen vor Ort, Bauleitung, Inbetriebnahme, Schulung und der Probebetrieb einschließlich aller Abnahmen für das übergeordnete Leitsystem des „Energiekomplementärsystem H2-Herten“ (EKS).
Das übergeordnete Leitsystem wird in das Energiekomplementärsystem des H2Herten eingebunden. Es dient zur Bedienung und Beobachtung sowie zum Datalogging aller betriebsrelevanten Anlagendaten des EKS. Die Konzeption des EKS und der Umrichter im Speziellen ist den Vergabeunterlagen zu entnehmen. Als übergeordnetes BuB-System muss durch entsprechende Softwareumsetzung die Möglichkeit eröffnet werden, durch Parametrierung auf das Verhalten des Energiemanagements des EKS Einfluss zu nehmen.
Das Prozessleitsystem hat aus folgenden Grundkomponenten zu bestehen:
— Schaltschrank mit SPS, Datensammler-PC, Rangierverhalten, 24 VDC-Spannungsversorgung, Koppelrelais, Kabelführung, Verdrahtung und Leitungsschutzeinrichtungen,
— Engineering-Station mit Bedien-und Beobachtungsstation und Netzwerkdrucker.
Zum Liefer- und Leistungsumfang des Auftragnehmers gehören sämtliche elektrotechnischen Komponenten, die sowohl für den bestimmungsgemäßen als auch für den nicht bestimmungsgemäßen Betrieb des PLS innerhalb der definierten Liefergrenzen erforderlich sind. Der Auftragnehmer übernimmt über seinen Lieferumfang hinaus das Basic- und Detail-Engineering sowie die Prüfung der Schnittstellen zwischen seinen Leistungen und den Leistungen des Auftraggebers und führt zusammen mit dem Auftraggeber die Inbetriebnahmen an den Schnittstellen durch.
Die Lieferzeit inklusive Montage darf einen Zeitraum von 10 Wochen nicht überschreiten.
Bitte beachten Sie zum Verfahrensgang die sonstigen Informationen in Ziffer VI.3.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-02-17.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-12-23.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2011-12-23
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Auftragsbekanntmachung
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2012-08-02
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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