Menge oder Umfang
Das denkmalgeschützte Gebäude der Murhardschen Bibliothek stammt aus dem Jahr 1905. Die Bibliothek selbst verfügt, insbesondere im Bereich der Handschriften, über sehr wertvolle Bestände. Das Hildebrandlied, als das älteste Stück germanischer Dichtung, zählt zu einer der wichtigsten hier lagernden Schriften.Das Bibliotheksgebäude (Hauptnutzfläche 3 783 m²) weist heute einen erheblichen Sanierungsstau auf. Durch die derzeitige bauliche Situation sind weder Sicherheitsstandards, noch die Attraktivität der Ausstellungsräume für die Handschriftensammlung zeitgemäß. Die jetzige Ausstellung befindet sich in einem Tresorraum im Kellergeschoss. Die Räumlichkeiten sind sehr beengt und wenig repräsentativ. Um die bau- und sicherheitstechnischen Mängel zu beheben, sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig. Eine angemessene Präsentation der wertvollen Handschriftensammlung sowie der Nutzung, Lagerung und Bearbeitung der historischen Sammlung (Handschriftenlesesaal, Magazin) sind jedoch nur durch einen Anbau möglich.Der viergeschossige Bau ist mit einer benötigten Hauptnutzfläche von 695 m² zu realisieren.Ziel der Maßnahme ist neben der Planung und Durchführung der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen im denkmalgeschützten Bestand auch die Planung des neuen Anbaus als angemessenen architektonischen Rahmen für die Werterhaltung und Präsentation der hochrangigen kulturellen Schätze der Murhardschen Bibliothek.Die Bruttobaukosten (Kostengruppe 300 und 400) betragen ca. 2 050 000 EUR für den Neubau/Anbau und ca. 5 470 000 EUR für die Sanierung des Bestandsgebäudes.Die Wiederinbetriebnahme ist für 2014 vorgesehen.Basis für die Fortführung der Planung sind die Leistungen des Architekten in der Leistungsphase 2.Der Auftraggeber legt äußersten Wert auf kostensparende, nachhaltige Planung bei Investitions- so wie Unterhaltskosten.Die Belange des laufenden Bibliotheksbetriebs sind bei Planung und Realisierung zu berücksichtigen. Der Bücherbestand und die Ausstellungsgegenstände müssen für den Zeitraum der Baumaßnahme innerhalb der Gebäude verlagert werden. Die Realisierung erfolgt auf abzustimmenden und zu koordinierenden Baustufen.Projektstufe 1: Projektvorbereitung (notwendige Teilbereiche),Projektstufe 2: Planung (Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung),Projektstufe 3: Ausführungsvorbereitung (Ausführungsplanung, Vorbereiten der Vergabe und Mitwirken bei der Vergabe),Projektstufe 4: Ausführung (Objektüberwachung),Folgende Handlungsbereiche sind vorgesehen:A – Organisation, Information, Koordination und Dokumentation,B – Qualitäten und Quantitäten,C – Kosten und Finanzierung,D – Termine, Kapazitäten und Logistik.