Museum für Konkrete Kunst und Design / Umbau und Erweiterung der Gießereihalle
Die Stadt Ingolstadt beabsichtigt die Errichtung eines "Museum für Konkrete Kunst und Design" durch den Umbau und die Erweiterung der Gießereihalle.
Städtebaulicher Kontext:
Seit Aufgabe des Produktionsstandortes der Firma Schubert & Salzer und dem Abbruch der Fabrikanlagen Ende 1990er Jahre, ist der südliche Bereich des ehemaligen Industriegebietes am östlichen Rand der Ingolstädter Altstadt, nahe der Donau ungenutzt. Zu den Bausteinen einer in den nächsten Jahren stattfindenden Neuordnung des Geländes gehört neben umfangreichen Neubaumaßnahmen auch die Sanierung und Umnutzung des denkmalgeschützten, historischen Gebäudebestandes. Dazu zählt die an exponierter Stelle im Entreebereich des Areals stehende Gießereihalle aus den Jahren 1883 – 1885. Auf Grundlage eines für das Gesamtgelände entwickelten Rahmenplans mit Zielen zur Situierung, Erschließung und Höhenentwicklung der beabsichtigten und inzwischen konkretisierten Neubaumaßnahmen auf dem Gelände, soll auch der Umbau und die Erweiterung der Industriehalle zum Museum für Konkrete Kunst und Design erfolgen. Eine mantelartige Anbaumöglichkeit an die Halle ist im Rahmenplan bereits berücksichtigt, zusätzliche Erweiterungsflächen sind unter Beibehaltung des Freiraumkonzeptes mit unterschiedlichen Platzsituationen südlich und nördlich der Halle zu entwickeln. Bei der beabsichtigten denkmalgerechten Sanierung der Halle soll der Industriecharakter weitgehend erhalten bleiben.
Image des geplanten Museums für Konkrete Kunst und Design:
Das geplante Museum für Konkrete Kunst und Design wird mit seiner Sammlung und der Ausstellungstätigkeit die Kunst von 1920 bis zur Gegenwart thematisieren. Der Bau soll unter Einbeziehung der Gießereihalle aus dem späten 19. Jahrhundert den Inhalt widerspiegeln und vor allem verdeutlichen, dass es sich nicht um ein industriege-schichtliches Museum, sondern um eine Kunstinstitution handelt, die sich mit zeitgenössischen Strömungen in Kunst und Design beschäftigt.
Der städtebauliche Entwurf für das gesamte Gießereigelände sieht vor, dass die benachbarten Bauten der Fachhochschule, der Audiakademie und des Kongresshotels deutlich höher werden als die Gießereihalle. Der Museumsbau muss sich gegen diese Bauten behaupten und soll städtebaulich an dieser Stelle eine Landmarke setzen.
Es werden die Generalplanungsleistungen - Objekt- und Fachplanungsleistungen (Objektplanung Gebäude und raumbildender Ausbau, Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung - HLSE -, Bauphysik) vergeben. Die Vergabe erfolgt stufenweise (alle Leistungsphasen). Ein Rechtsanspruch auf weitere Beauftragung besteht nicht.
Der Auftragnehmer wird im Wege eines Verhandlungsverfahrens nach VOF mit dazwischengeschaltetem Wettbewerb ermittelt. Die Durchführung des Wettbewerbs erfolgt nach Abschluss des Auswahlverfahrens mit maximal 20 Bewerbern nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW) 2008 in der Fassung vom 12.9.2008. Die ausgewählten Teilnehmer dürfen keine anderen als die in der Bewerbung genannten Personen am Wettbewerb beteiligen. Die 5 Preisträger werden zu Verhandlungen nach § 11 VOF aufgefordert.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-07-05.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-06-03.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2011-06-03
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Auftragsbekanntmachung
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2011-06-09
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Ergänzende Angaben
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2011-06-16
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Ergänzende Angaben
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2011-07-13
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Ergänzende Angaben
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