Menge oder Umfang
Das Gymnasium Schloss Neuhaus in Paderborn (Nutzfläche = 16 820 m², Rauminhalt = 56 372 m³) wurde in den 70iger und 80iger Jahren des letzten Jahrhunderts in Beton-Fertigteilbauweise dreigeschossig erbaut. Neben den baulichen und brandschutztechnischen Mängeln bei dem Gebäude sind durch die hinzugekommenen Flächen einer ehemaligen Hauptschule auch ungünstige Flächenkonstellationen (Verwaltungsbereich doppelt, Erschließungssituation, Zuordnung der Funktionsräume) vorzufinden. Die Schule soll daher in mehreren Bauabschnitten bei laufendem Schulbetrieb grundhaft baulich und energetisch saniert werden und es ist eine Umstrukturierung der Nutzungsflächen zur Verbesserung der Flächennutzung zu realisieren. Im Wesentlichen sind folgende Maßnahmen vorgesehen:— Umbau der Verwaltung und des Lehrerbereiches sowie Schaffung einer neuen Eingangssituation mit begleitenden Maßnahmen im Außenbereich,— Anpassung der gesamten Grundrisskonfiguration an die funktionalen Erfordernisse (Aula, Forum, Sanitäranlagen, Ganztagesbetreuung),— brandschutz- und sicherheitstechnische Ertüchtigung des Gebäudes (Erneuerung bzw. teilweise Ergänzung der Sicherheitsbeleuchtung, der ELA-Anlage und der Brandmeldeanlage, Einbau von Brandschutztüren, Einbau von Brandschotts, teilweise Erneuerung der brandschutztechnisch relevanten Türen, Entfernen bzw. Austausch von bautechnischen Brandlasten in Fluchtwegen, Ertüchtigung der Flurwände in F-30 Qualität),— Erneuerung der Boden-/Decken- und Wandbeläge,— energetische Sanierung des Gebäudes (Erneuerung der Fenster, Dämmen der Fassade, Sanierung des Daches mit Erhöhung der Wärmedämmung).Gegenstand des Auftrags ist die Vergabe der zur Projektrealisierung notwendigen Planungs- und Bauüberwachungsleistungen nach Teil 3, Objektplanung, Abschnitt 1, § 33 HOAI (Leistungsbild Gebäude) (Los 1) sowie Planungs- und Bauüberwachungsleistungen nach Teil 4, Fachplanung, Abschnitt 2, § 53 HOAI (Leistungsbild Technische Ausrüstung), Anlagengruppen 4, 5 und 8 des § 51 HOAI (Los 2). Der Auftraggeber beabsichtigt gemäß der vorstehend genannten Leistungsbilder zunächst die Leistungsphasen 1 bis 3 zu vergeben. Die Leistungsphasen 4 ff der jeweiligen Leistungsbilder werden optional zu den vereinbarten Vertragsbedingungen in Auftrag gegeben. Dabei behält sich der Auftraggeber die stufenweise Beauftragung in Abhängigkeit von der Finanzierungssicherung des Vorhabens vor.Die Herstellkosten für die Sanierung des Gymnasiums Schloss Neuhaus - ohne Kostengruppe (KG) 700 nach DIN 276/2008 - belaufen sich ohne Mehrwertsteuer auf ca. 4 540 000 EUR, davon ca. 200 000 EUR in der KG 200, ca. 3 140 000 EUR in der KG 300, ca. 1 070 000 EUR in der KG 400 (davon KG 440 ca. 600 000 EUR, KG 450 ca. 73 000 EUR und KG 480 ca. 65 000 EUR) und ca. 130 000 EUR in der KG 500.