Planung der techn. Ausrüstung GWA, WBR für die Baumaßnahme: LVR - Archäologischer Park Xanten - Insula Sechs - Neubau Verwaltung, Magazin, Remisen

Landschaftsverband Rheinland, Fachbereich Gebäude- und Liegenschaftsmanagement

Für seinen Archäologischen Park Xanten plant der Landschaftsverband Rheinland den Neubau der Verwaltung mit Fundbearbeitung und des Magazins am Erprather Weg auf dem Parkgelände.
Der Neubau besteht aus Bauteil 1 mit "Verwaltung und Fundbearbeitung" und Bauteil 2 "Magazin" (Depot für archäologische Fundstücke wie Keramikscherben, Münzen, Nägel etc.) sowie Bauteil 4 und 5 zwei "Remisen".
Das Bauteil 1 mit einer Größe von NF: ~1 625 m², BGF: ~2 600 m², BRI: ~9 100 m³, gliedert sich in einen Verwaltungsbereich mit Büroräumen und bürotypischen Räumen, einem Bereich zur Unterbringung von Räumen des Betriebshofes wie Werkstatt und Büros sowie Sanitär- und Pausenräume für Grabungstechniker/Gartenbauer und einem Wissenschaftsbereich zur Fundbearbeitung archäologischer Fundstücke. Neben Büroräumen für Wissenschaftler sind Räume zur Reinigung und Trocknung von Fundstücken, Restaurierungswerkstätten sowie Forschungsräume vorgesehen. Die technischen Anforderungen dieses Bereiches entsprechen den durchschnittlichen Standards eine Labornutzung.
In Bauteil 2, dem "Magazin" mit einer Größe von NF: ~1 550 m², BGF: ~2 750 m², BRI: ~11 360 m³, werden die Fundstücke auf einer Regalfläche von circa 3 900 m² in Kisten archiviert.
Organische (z.B. Holz, Leder) und metallische Fundstücke (z.B. Münzen, Nägel) werden in klimatisierten.
Räumen gelagert. Die nicht zu klimatisierenden Fundstücke (z.B. Keramikscherben) werden im Steinmagazin weitgehend in Rollregalen verwahrt. Die Lagerung archäologischer Fundstücke verlangt einen trägen Klimaverlauf, der über bauliche Maßnahmen sichergestellt werden muss, z.B. Massivbau mit großen Speichermassen, geringem Wärmeeintrag durch Fenster/Leuchten, natürlicher Belüftung. Auf Einsatz von technischen Maßnahmen ist weitgehend zu verzichten.
Ein Teil des Magazins wird den Besuchern des Parks zur Besichtigung zugänglich gemacht.
Es sind entsprechende Besucherräume wie ein kleiner "Foyer-Bereich" und WC Räume berücksichtigt.
Bauteil 4 und 5, die zwei Remisen sind dem Betriebshof des Archäologischen Park zugeordnet. In Remise I mit einer Größe von NF: ~240 m², BGF: ~265 m², BRI: ~1 375 m³, befinden sich das Baumateriallager und der Müllraum. In Remise II mit einer Größe von NF: ~1 225², BGF: ~1 425 m², BRI: ~8 500 m³, sind Lagerraume für Papier, Schüttgut, Holz, Beleuchtungscontainer und Zubehör sowie eine Garage für Dienstfahrzeuge mit kleiner Werkstatt untergebracht. Desweiteren befindet hier sich eine Lager mit Werkstattfunktion für Großfunde und ein klimatisierter Sicherbereich von ~ 50 m² zur Aufbewahrung archäologischer Großfunde.
Vorgesehen sind funktional effektives, wirtschaftlich effizientes, nach den Kriterien des nachhaltigen Bauens geplantes, energieeffizientes (Verwaltungsbau = Passivhaus), nutzungsbedingte Forderungen umsetzendes (z.B. Magazin: träger Klimaverlauf), gestalterische Belange berücksichtigendes, öffentlich-rechtlichen Anforderungen gerechtes Gebäude.
Es liegt eine vom Bauherrn erstellte Vorplanung vor.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-01-13. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-12-08.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2011-12-08 Auftragsbekanntmachung
2012-12-03 Bekanntmachung über vergebene Aufträge