Die Gemeindewerke Ismaning beabsichtigen Teile der Gemeinde Ismaning über eine Energiezentrale mit Wärme zu versorgen, das vorhandene Konzept sowie die bestehende Fernwärmeenergiezentrale sind einzubinden. Aktuell werden bereits drei Nahwärmeinseln mit einer Gesamtleistung von ca. 6,7 MWth betrieben. Die Versorgung wird durch insgesamt 7 moderne Heizkessel und 2 BHKWs sichergestellt. Mit der geplanten tiefengeothermischen Bohrung sollen diese Wärmenetze erweitert und neue flächendeckende Netzabschnitte gebaut werden. Für den Endausbau wurde eine Gesamtleistung von ca. 30 MWth geschätzt, die Vorlauftemperatur ist mit ca. 80°C geplant. Im weiteren Projektverlauf werden diese Werte konkretisiert. Gegenstand des Auftrages wird die Planung eines Gesamtkonzeptes für den Wärmetransport von der Bohrung, über die Energiezentrale, das Wärmenetz bis hin zum Wärmetauscher beim Kunden sein und wird in zwei Lose untergliedert (s. u.). Die Planung dieses Gesamtkonzeptes betrachten wir als Basis für eine sichere Wärmelieferung an die Kunden. Das Ziel ist zum 4. Quartal 2012 mit der Wärmelieferung aus Geothermie zu beginnen. Vorab muss bereits der Langzeitpumpversuch durchgeführt werden. Die Planungen sind diesem Zeitplan anzupassen und sollen voraussichtliche im Dezember begonnen werden. Während der Vertragslaufzeit kann es zu einem Wechsel des Auftraggebers kommen. Das Vertragsverhältnis geht dann auf eine noch zu gründende Projektgesellschaft über.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-10-25.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-09-26.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Auftragsbekanntmachung (2011-09-26) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Planungsleistungen im Bauwesen
Menge oder Umfang:
Gesamtbaukosten für alle Lose und alle Bauabschnitte wird auf ca. 50 000 000 EUR geschätzt.
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Planungsleistungen im Bauwesen📦
Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot
Öffentlicher Auftraggeber Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Versorgungsunternehmen
Name des öffentlichen Auftraggebers: Gemeindewerke Ismaning
Postanschrift: Mayerbachstraße 42
Postleitzahl: 85737
Postort: Ismaning
Kontakt
E-Mail: serdjuk@ggsc.de📧
Objekt Umfang der Beschaffung
Dienstleistungskategorie: 12
Kurze Beschreibung:
Die Gemeindewerke Ismaning beabsichtigen Teile der Gemeinde Ismaning über eine Energiezentrale mit Wärme zu versorgen, das vorhandene Konzept sowie die bestehende Fernwärmeenergiezentrale sind einzubinden. Aktuell werden bereits drei Nahwärmeinseln mit einer Gesamtleistung von ca. 6,7 MWth betrieben. Die Versorgung wird durch insgesamt 7 moderne Heizkessel und 2 BHKWs sichergestellt. Mit der geplanten tiefengeothermischen Bohrung sollen diese Wärmenetze erweitert und neue flächendeckende Netzabschnitte gebaut werden. Für den Endausbau wurde eine Gesamtleistung von ca. 30 MWth geschätzt, die Vorlauftemperatur ist mit ca. 80°C geplant. Im weiteren Projektverlauf werden diese Werte konkretisiert.
Die Gemeindewerke Ismaning beabsichtigen Teile der Gemeinde Ismaning über eine Energiezentrale mit Wärme zu versorgen, das vorhandene Konzept sowie die bestehende Fernwärmeenergiezentrale sind einzubinden. Aktuell werden bereits drei Nahwärmeinseln mit einer Gesamtleistung von ca. 6,7 MWth betrieben. Die Versorgung wird durch insgesamt 7 moderne Heizkessel und 2 BHKWs sichergestellt. Mit der geplanten tiefengeothermischen Bohrung sollen diese Wärmenetze erweitert und neue flächendeckende Netzabschnitte gebaut werden. Für den Endausbau wurde eine Gesamtleistung von ca. 30 MWth geschätzt, die Vorlauftemperatur ist mit ca. 80°C geplant. Im weiteren Projektverlauf werden diese Werte konkretisiert.
Gegenstand des Auftrages wird die Planung eines Gesamtkonzeptes für den Wärmetransport von der Bohrung, über die Energiezentrale, das Wärmenetz bis hin zum Wärmetauscher beim Kunden sein und wird in zwei Lose untergliedert (s. u.). Die Planung dieses Gesamtkonzeptes betrachten wir als Basis für eine sichere Wärmelieferung an die Kunden. Das Ziel ist zum 4. Quartal 2012 mit der Wärmelieferung aus Geothermie zu beginnen. Vorab muss bereits der Langzeitpumpversuch durchgeführt werden. Die Planungen sind diesem Zeitplan anzupassen und sollen voraussichtliche im Dezember begonnen werden.
Gegenstand des Auftrages wird die Planung eines Gesamtkonzeptes für den Wärmetransport von der Bohrung, über die Energiezentrale, das Wärmenetz bis hin zum Wärmetauscher beim Kunden sein und wird in zwei Lose untergliedert (s. u.). Die Planung dieses Gesamtkonzeptes betrachten wir als Basis für eine sichere Wärmelieferung an die Kunden. Das Ziel ist zum 4. Quartal 2012 mit der Wärmelieferung aus Geothermie zu beginnen. Vorab muss bereits der Langzeitpumpversuch durchgeführt werden. Die Planungen sind diesem Zeitplan anzupassen und sollen voraussichtliche im Dezember begonnen werden.
Während der Vertragslaufzeit kann es zu einem Wechsel des Auftraggebers kommen. Das Vertragsverhältnis geht dann auf eine noch zu gründende Projektgesellschaft über.
Losnummer: 1
Bezeichnung des Loses: Energiezentrale (HOAI 2009, Teil 4, Abschnitt 2, §§ 51-54)
Kurze Beschreibung:
Für die Einbindung des Thermalwasserkreislaufes der Geothermiebohrung ist der Neubau bzw. die Erweiterung der bestehenden Energiezentrale notwendig. Mittel- und Spitzenlastkomponenten sind zusammen mit dem AG festzulegen und zu planen. Vorhandene Baulichkeiten und Komponenten sollen soweit möglich genutzt werden. Vorgesehen ist folgendes Konzept:
Für die Einbindung des Thermalwasserkreislaufes der Geothermiebohrung ist der Neubau bzw. die Erweiterung der bestehenden Energiezentrale notwendig. Mittel- und Spitzenlastkomponenten sind zusammen mit dem AG festzulegen und zu planen. Vorhandene Baulichkeiten und Komponenten sollen soweit möglich genutzt werden. Vorgesehen ist folgendes Konzept:
— vorläufige Beibehaltung der bestehenden Energiezentrale der Gemeindewerke Ismaning in der Mayerbacherstr. 42 einschließlich ggf. Anpassung / Erweiterung der Hydraulik, der Netzpumpen und der Entgasung, Druckhaltung und Nachspeisung (Details sind im Rahmen der Planung zu ermitteln),
— vorläufige Beibehaltung der bestehenden Energiezentrale der Gemeindewerke Ismaning in der Mayerbacherstr. 42 einschließlich ggf. Anpassung / Erweiterung der Hydraulik, der Netzpumpen und der Entgasung, Druckhaltung und Nachspeisung (Details sind im Rahmen der Planung zu ermitteln),
— Erweiterung der Redundanz- und Spitzenlast-Kessel in der Fernwärme-Energiezentrale in der Mayerbacherstr. 42 (Container-Lösung mit Gaskesseln bis zu ca. 2 x 9 MW derzeit vorgesehen),
— Neubau und Verlagerung der Energiezentrale auf den Bohrplatz im Zeitraum von etwa 2014 bis 2016, je nach Entwicklung der maximal erforderlichen winterlichen Erzeugungsleistung (ggf. zusätzlich Weiterbetrieb der bestehenden Energiezentrale, um Bestandsnetz und neu zu errichtende Äste des Fernwärmenetzes möglicherweise mit unterschiedlichen Temperaturen fahren zu können).
— Neubau und Verlagerung der Energiezentrale auf den Bohrplatz im Zeitraum von etwa 2014 bis 2016, je nach Entwicklung der maximal erforderlichen winterlichen Erzeugungsleistung (ggf. zusätzlich Weiterbetrieb der bestehenden Energiezentrale, um Bestandsnetz und neu zu errichtende Äste des Fernwärmenetzes möglicherweise mit unterschiedlichen Temperaturen fahren zu können).
Die Netzpumpen sind im Zusammenhang mit der Netzplanung auszulegen und in das Konzept der Energiezentrale zu integrieren. Die Unterbringung aller notwendigen Komponenten sowie die Leistungsversorgung dieser Komponenten und der Tauchkreiselpumpe (inklusiv Regelung, Sicherheitstechnik, Mittel- und Niederspannungsverteilung, Netzüberwachung MSR mit Einhaltung von Ex-Vorschriften etc.) müssen sichergestellt werden.
Die Netzpumpen sind im Zusammenhang mit der Netzplanung auszulegen und in das Konzept der Energiezentrale zu integrieren. Die Unterbringung aller notwendigen Komponenten sowie die Leistungsversorgung dieser Komponenten und der Tauchkreiselpumpe (inklusiv Regelung, Sicherheitstechnik, Mittel- und Niederspannungsverteilung, Netzüberwachung MSR mit Einhaltung von Ex-Vorschriften etc.) müssen sichergestellt werden.
Die Wärmeübergabestationen aller Bauabschnitte sind auszulegen. Diese Planung muss in das Gesamtkonzept einfließen.
Der Auftragnehmer hat alle Leistungen gemäß § 51, Abs. 2, Nr. 1-8 sowie § 53 HOAI Abs. 1 Nr. 1-4 für die Energiezentrale sowie die Wärmeübergabestationen aller Bauabschnitte zu erbringen. Die Beauftragung weiterer Leistungsphasen ist im Zuge des Planungsvertrages oder als Option möglich.
Der Auftragnehmer hat alle Leistungen gemäß § 51, Abs. 2, Nr. 1-8 sowie § 53 HOAI Abs. 1 Nr. 1-4 für die Energiezentrale sowie die Wärmeübergabestationen aller Bauabschnitte zu erbringen. Die Beauftragung weiterer Leistungsphasen ist im Zuge des Planungsvertrages oder als Option möglich.
Außerdem können dem Auftragnehmer – falls notwendig - Maßnahmen beim Herrichten des Grundstücks (z.B. Erschließung Strom, Wasser, Abwasser, Anpassung entsprechender Anschlüsse) sowie bei den technischen Anlagen in Außenanlagen (z.B. Zufahrten) nach § 52 HOAI Abs. 3 übertragen werden.
Außerdem können dem Auftragnehmer – falls notwendig - Maßnahmen beim Herrichten des Grundstücks (z.B. Erschließung Strom, Wasser, Abwasser, Anpassung entsprechender Anschlüsse) sowie bei den technischen Anlagen in Außenanlagen (z.B. Zufahrten) nach § 52 HOAI Abs. 3 übertragen werden.
Losnummer: 2
Bezeichnung des Loses: Verteilnetz und Hausanschlüsse (HOAI 2009, Teil 3, Abschnitt 3, §§ 40-43)
Menge oder Umfang:
Bestandteil dieses Loses ist die Rohrbauplanung des Wärmenetzes und der Hausanschlüsse sowie der Fernwärmeleitung zwischen Bohrplatz und bestehender Fernwärme-Zentrale (ggf. Planung der Mitverlegung einer Erdgasleitung sowie einer Biogas-Leitung, darüber hinaus ggf. Planung der Mitverlegung einer Thermalwasserleitung mit kleinerem Querschnitt für die Nutzung des Thermalwassers im Hallenbad).
Bestandteil dieses Loses ist die Rohrbauplanung des Wärmenetzes und der Hausanschlüsse sowie der Fernwärmeleitung zwischen Bohrplatz und bestehender Fernwärme-Zentrale (ggf. Planung der Mitverlegung einer Erdgasleitung sowie einer Biogas-Leitung, darüber hinaus ggf. Planung der Mitverlegung einer Thermalwasserleitung mit kleinerem Querschnitt für die Nutzung des Thermalwassers im Hallenbad).
Der Auftragnehmer hat alle Leistungen gemäß § 40, Nr. 1-7 sowie § 42 HOAI, Abs. 1, Nr. 1-3 für die Wärmeleitungen inkl. der Hausanschlüsse zu erbringen. Die Beauftragung weiterer Leistungsphasen sowie die Planung der Mitverlegung weiterer Leitungen sind im Zuge des Planungsvertrages oder als Option möglich.
Der Auftragnehmer hat alle Leistungen gemäß § 40, Nr. 1-7 sowie § 42 HOAI, Abs. 1, Nr. 1-3 für die Wärmeleitungen inkl. der Hausanschlüsse zu erbringen. Die Beauftragung weiterer Leistungsphasen sowie die Planung der Mitverlegung weiterer Leitungen sind im Zuge des Planungsvertrages oder als Option möglich.
Außerdem können dem Auftragnehmer – falls notwendig - Maßnahmen beim Herrichten des Grundstücks (z.B. Erschließung Strom, Wasser, Abwasser, Anpassung entsprechender Anschlüsse) sowie bei den technischen Anlagen in Außenanlagen (z.B. Zufahrten) nach § 41 HOAI Abs. 3 übertragen werden.
Außerdem können dem Auftragnehmer – falls notwendig - Maßnahmen beim Herrichten des Grundstücks (z.B. Erschließung Strom, Wasser, Abwasser, Anpassung entsprechender Anschlüsse) sowie bei den technischen Anlagen in Außenanlagen (z.B. Zufahrten) nach § 41 HOAI Abs. 3 übertragen werden.
Beschreibung der Optionen:
s. Beschreibung Lose: optional können weitere Leistungsphasen und Zusatzplanungen beauftragt werden
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Ismaning.
Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
Die Leistungen dürfen nur von Ingenieurbüros bzw. Arbeitsgemeinschaften von Ingenieurbüros erbracht werden, die Erfahrungen in der Planung, Entwurf und Ausführung aller Leistungen gem. der Beschreibung der Lose 1-2 in Angaben zu den Losen haben. Hierzu sind auch die Projektparameter in II 1.5 zu beachten, insbesondere Erfahrungen mit einer relativ geringe Netzbetriebstemperatur sind notwendig (< 90°C).
Die Leistungen dürfen nur von Ingenieurbüros bzw. Arbeitsgemeinschaften von Ingenieurbüros erbracht werden, die Erfahrungen in der Planung, Entwurf und Ausführung aller Leistungen gem. der Beschreibung der Lose 1-2 in Angaben zu den Losen haben. Hierzu sind auch die Projektparameter in II 1.5 zu beachten, insbesondere Erfahrungen mit einer relativ geringe Netzbetriebstemperatur sind notwendig (< 90°C).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit: Gemäß § 5 VOF.
Technische und berufliche Fähigkeiten: Gemäß § 5 VOF.
Auftragsausführung
Geforderte Kautionen und Garantien: Nachweis einer Haftpflichtversicherung.
Wichtigste Finanzierungsbedingungen und Zahlungsmodalitäten und/oder Verweis auf die einschlägigen Bestimmungen, die sie regeln: HOAI (aktuelle Fassung zum Zeitpunkt der Vergabe) oder freie Vereinbarung.
Die Ausführung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten: Ingenieur gemäß § 19 (2) VOF.
Namen und berufliche Qualifikationen des Personals ✅
Verfahren Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️
Öffentlicher Auftraggeber Kontakt
Kontaktperson: Gaßner, Groth, Siederer & Coll.
Martina Serdjuk
Ergänzende Informationen Körper überprüfen
Name: Vergabekammer Südbayern - Regierung von Oberbayern
Postanschrift: Maximilianstraße 39
Postort: München
Postleitzahl: 80538
Land: Deutschland 🇩🇪
Quelle: OJS 2011/S 187-306025 (2011-09-26)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2012-07-06) Objekt Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge