Sanierung der ehemaligen Rindermarkthalle in Hamburg St. Pauli, Planungsleistungen für Instandsetzung und Umbau, LPH 5-9 HOAI 2009
Am Nordwestrand des Heiligengeistfeldes im Hamburger Stadtteil St. Pauli befindet sich die ehemalige Rindermarkthalle des Hamburger Schlachthofs. Das heutige Gebäude wurde um 1951 als Ersatz für den vollständig zerstörten Vorgängerbau auf den gründerzeitlichen Fundamenten errichtet und gilt als ein bedeutendes Zeugnis für den Wiederaufbau und die Wirtschaftsgeschichte der Nachkriegszeit. Das an 2 Seiten abgerundete 12,5 m hohe Gebäude überdeckt bei einer Tiefe von 110 m mit einer geschwungenen Vorderfront von 155 m und der 100 m langen Rückfront eine Fläche von 14 200 qm. Die nur durch vier große Stahlstützen getragene Stahldachkonstruktion und die Ausführung des Bauwerks in Stahlbeton mit Verblendung in rotem Ziegelmauerwerk stellen wesentliche Elemente des Denkmalwerts des Gebäudes dar. In den Hallenraum wurde in den 1970er Jahren nachträglich eine Stahlbetonkonstruktion eines aufgeständerten Parkdecks eingestellt, um die Halle für eine Einzelhandelsnutzung vorzubereiten.
Mitte der 1970er Jahre wurde das erste Einzelhandelswarenhaus eröffnet und diese Nutzung von verschiedenen Pächtern bis Mitte 2010 fortgeführt.
Nach einer zwischenzeitlichen Nutzungsunterbrechung und dem Rückbau der teils maroden Einbauten soll die Halle nun für eine neue Einzelhandelsnutzung modernisiert und saniert werden. Wesentlicher Bestandteil dieses neuen Nutzungskonzepts ist die Aufteilung der Halle in mehrere Mietbereiche, die von einem Generalmieter verwaltet werden.
Gegenstand des VOF Verfahrens sind ausschließlich die von Vermieterseite durchzuführenden Sanierungs- und Umbauarbeiten. Es handelt sich hierbei um Planungsleistungen der LP 5-9 der HOAI für die denkmalgeschützte Nordfassade und die übrigen Fassaden sowie die denkmalgeschützten Treppenhäuser und die Sanierung der Dacheindeckung und –abdichtung. Sämtliche Leistungen sind Sanierungs- und Modernisierungsleistungen vor dem Mieterausbau, es besteht keinerlei Anspruch auf weitere Beauftragung.
Die kalkulierten Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf 7 400 000 EUR netto. Diese Kostenobergrenze ist zwingend einzuhalten.
Gesucht wird ein hoch qualifiziertes Architekturbüro, das eine grundlegende Entwurfsplanung in eine zielorientierte integrierte Planungsarbeit im Ausführungsbereich überführen und die Einhaltung der sehr hohen wirtschaftlichen und terminlichen Vorgaben bei diesem Bauvorhaben zusichern kann. Bei der Realisierung des Bauvorhabens stellen die komplexe innerstädtische Planungssituation, die besondere Baukonstruktion und die denkmalpflegerischen Anforderungen spezifische Rand- und Rahmenbedingungen dar, die besondere Aufmerksamkeit und Erfahrung erfordern. Nach der Ausführungsplanung wird eine gewerkeweise Einzelvergabe der Bauleistungen angestrebt, die profunde Erfahrungen mit öffentlichen Ausschreibungen und Bauvergaben erfordert.
Es wird darauf hingewiesen, dass nach der Zuschlagserteilung unmittelbar mit der Projektbearbeitung zu beginnen ist.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-10-31.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-10-21.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2011-10-21
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Auftragsbekanntmachung
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2012-01-12
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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