Weiter- bzw. Neuentwicklung einer Individualsoftware zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen von der derzeit aktuellen Version 3.1 zur künftigen Version 4.0

Unfallkasse des Bundes

Die von der Zentralstelle für Arbeitsschutz beim Bundesministerium des Innern und der Unfallkasse des Bundes zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen herausgegebene „Handlungshilfe zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen in der Bundesverwaltung sowie in Betrieben und Einrichtungen der Länder und Kommunen“, Version 3.1 (kurz: HH 3.1), muss erneuert werden, um den aktuellen Anforderungen der Anwender gerecht zu werden.
Die Handlungshilfe wurde zwar mehrfach überarbeitet, sie verwendet allerdings noch die ursprüngliche, aus dem Jahr 1997 stammende, mittlerweile veraltete technologische Basis.
Die Unfallkasse des Bundes möchte die Handlungshilfe erneuern, um die Anforderungen der Anwender besser zu erfüllen und die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch diese Maßnahme soll sichergestellt werden, dass die Handlungshilfe von noch mehr Kunden eingesetzt wird und somit die Beurteilung der Arbeitsbedingungen in stärkerem Maße systematisch erfolgt. Letztlich ist damit die Erwartung verbunden, dass Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen reduziert werden können.
Bei der Untersuchung wurden sowohl die aktuellen Anforderungen bei ausgewählten Kunden (BKA, WSV, BMF), die bereits die Handlungshilfe einsetzen, aufgenommen, als auch bei Kunden, die bisher die Beurteilung der Arbeitsbedingungen auf andere Weise durchführen (BA, THW, BPOL, BMU).
Die wesentlichen dabei erkannten und als umzusetzen bewerteten Anforderungen sind:
Kontinuität: Die von den Kunden erstellten Dokumente und Inhalte werden in das neue System übernommen.
Handhabung: Die Umstellung der Anwendung vereinfacht die Handhabung für den Anwender und gestaltet die Datenpflege und Aktualisierung durch die UK-Bund komfortabler.
Online- und Offlinebetrieb: Möglichkeit zur Online- und Offlinebearbeitung von Prüflisten und die Möglichkeit, diese mit dem zentralen Datenbestand zu synchronisieren.
Änderung der Inhalte: Fachliche Änderungen können einfacher eingebracht werden.
Modularität: Das Konzept der integrierten Bausteine und Tools wird durch stärke Modularität verbessert. Der Im- und Export der Inhalte zu anderen Systemen wird optimiert.
Integrationsfähigkeit: Für die Übernahme von Daten aus anderen Systemen und die Übergabe von Daten an andere Systeme werden neue Schnittstellen implementiert. Hierzu gehören Verzeichnisdienste (LDAP), Personal-/ Ressourcenverwaltungssysteme (SAP, Raumbuch), Bürokommunikationssysteme (Word, Excel, Outlook) sowie andere Arbeitsschutzmanagementsysteme (z.B. des Umweltbundesamtes oder SAP Environment, Health & Safety).
Plattform- und Produktunabhängigkeit: Die Anwendung wird mit modernen Techniken so implementiert, dass sie mit einer großen Vielfalt von Betriebssystemen, Applikationsservern und Datenbanken harmoniert.
Das zukünftige System soll als Web-Anwendung entsprechend der von SAGA für E-Government-Anwendungen empfohlenen Mehrschichtenarchitektur realisiert werden.
Die gesamte Projektabwicklung erfolgt in deutscher Sprache (Wort/Schrift).

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2011-05-24. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2011-04-15.

Wer?

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Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2011-04-15 Auftragsbekanntmachung
2011-04-20 Ergänzende Angaben