12 E 007 - Planungsleistungen für die Erschließung der neuen Fußballarena in Regensburg

Stadt Regensburg, Vergabeamt

12 E 007 - Planungsleistungen für die Erschließung der neuen Fußballarena in Regensburg:
Planungsleistungen nach §§ 40 - 47 + 48 -50 in Verbindung mit Anlagen 2.7, 2.8, 2.9, 2.10 und 12 und 13 HOAI für die Maßnahme: Innere und Äußere Erschließung der neuen Fußballarena in Regensburg.
0. Beschreibungen
0.1 Projektbeschreibung
Die Stadt Regensburg beabsichtigt den Neubau einer Fußballarena mit einem Fassungsvermögen von ca. 15.000 Zuschauern zwischen der BAB A 3 und der Franz-Josef-Strauß-Allee im Bereich der Anschlussstelle Klinikum. Der Spielbetrieb muss ab Ende Mai 2015 möglich sein.
Für Planung und Bau der Arena einschl. der erforderlichen Betriebstechnik und der Freianlagen des unmittelbaren Umfelds ist eine Generalübernehmervergabe vorgesehen und somit nicht Gegenstand dieses Vergabeverfahrens.
0.2. Aufgabenbeschreibung
Basis für die Erschließungsplanung wird die Verkehrsuntersuchung des Ingenieurbüros R+T, Darmstadt. Diese Untersuchung ist abgeschlossen.
Die Untersuchung enthält wesentliche Parameter über Lage, Größe und anbindung der Parkierungsanlagen sowie die Auswirkungen des Stadions auf den öffentlichen Straßenraum.
Des Weiteren wurde die Fa. Dorsch Consultant, München mit der hydraulischen Berechnung von Straße und Entwässerungssystem beauftragt. Die abschließenden Ergebnisse liegen bis Mitte Juli vor das Architekturbüro AS+P, Frankfurt ermittelt zur Zeit Abhängigkeit zwischen Stadion und der Erschließungsmaßnahme und entwickelt Variationen zur vorliegenden Planungsgrundlage des Ingenieurbüros R+T.
Alle Ergebnisse dieses Büros werden den ausgewählten Bewerbern der 2. Stufe mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe bereitgestellt. Für die 1. Stufe des Verfahrens sind sie nicht notwendig.
0.3 Wesentliche Leistungen der Inneren Erschließung:
Als „Innere Erschließung“ werden alle erforderlichen Leistungen ab der „Äußeren Erschließung“ bis zum Sicherheitszaun des Stadions bezeichnet.
Diese umfassen im Wesentlichen:
— Neubau von ca. 2.300 Stellplätzen für Pkw verteilt auf drei Teilflächen, sowie mindestens 25 Busparkplätzen und Stellflächen für Belange der öffentlichen Ordnung mit Abfertigungssystem und Anbindung an den öffentlichen Straßenraum,
— Fahrradabstellanlagen und Fahrradrampen mit Anbindung an den öffentlichen Straßenraum,
— Aufenthaltsflächen, Stellflächen, Straßen und Wege für Fußgänger und Radfahrer, Ver- und Entsorgungsverkehre,
— Rettungswege, Fluchträume, Fluchtwege und sonstige sicherheitsrelevante Anlagen.
0.4 Wesentliche Leistungen der Äußeren Erschließung:
Die „Äußere Erschließung“ beinhaltet alle Leistungen auf öffentlichen Flächen bis zum Übergang zur „Inneren Erschließung“.
Diese umfassen im Wesentlichen:
— Verkehrsgerechte, d.h. leistungsfähige und verkehrssichere Anbindung der inneren Verkehrserschließung an das vorhandene öffentliche Straßen- und Wegenetz und dem damit verbundenen Umbau und Erweiterung dieser Straßen und Wege,
— Anlagen für eine ÖPNV-Erschließung des Stadions,
— Konzept für ein Parkleitsystem,
— Planung von Bushaltestellen in der Galgenbergstraße für einen P & R - Betrieb: Klinikum – Stadion – Hochschulen – Hauptbahnhof,
— Neubau und Umbau der Ausstattung der Verkehrsanlagen und Freianlagen und der Ver- und Entsorgungseinrichtungen,
— Neubau und die Neuordnung von Entwässerungsanlagen bis zum Anschluss an die städtische Mischwasserkanalisation.
0.5 Ergänzende optionale Leistungen:
Es muss die Bereitschaft bestehen darüber hinaus die folgenden Ingenieur- und Planungsleistungen selbst oder mit Nachunternehmern zu erbringen und in die zu beauftragenden Planungsleistung zu integrieren:
— Erstellen und Markierungs- und Beschilderungsplänen,
— Erstellen von Umleitungsplänen und Verkehrsführungsplänen (Stichwort: Bauen unter Verkehr),
— Fachplanung zu besonderen Sicherheitsanlagen,
— Anlagen der Parkraumbewirtschaftung,
— Objektplanungen für Parkdecks (Es erfolgt noch ein Grundsatzbeschluss an welcher Stelle das / die Parkdeck(s) errichtet werden sollen sofern in unmittelbarer Nähe der Arena ein Parkdeck errichtet werden soll wird dies Gegenstand der GÜ-Vergabe für das Stadion.).
1. Anforderung an das Bearbeitungsteam:
Der Projektleiter, sowie 2 Sachbearbeiter müssen berechtigt sein, den Titel Ingenieur nach einem deutschen Ingenieurgesetz zu führen oder berechtigt sein nach den Vorschriften seines Heimatlandes den Titel Ingenieur zu führen.
Das Team muss neben den vorgenannten 3 Ingenieuren aus weiteren geeigneten (technischen) Mitarbeitern für den Vertretungsfall bestehen.
Örtliche Präsenz:
Bei der Planung und Bauvorbereitung (Lph 2-5 HOAI) reicht im Regelfall eine Anwesenheit des Projektleiters und eines Sachbearbeiters in Regensburg von 2 Tagen in der Woche, die jedoch einvernehmlich mit den am Bau Beteiligten festgelegt werden soll, aus in der Ausführungsphase wird eine angemessene (im Regelfall tägliche) örtliche Präsenz erwartet.
2. Referenzen:
Mit der Bewerbungsmappe sind jeweils Referenzen zu Ingenieurbauwerken (= Tunnelbauwerke, Regenrückhaltebecken sowie Straßen- und Parkflächenentwässerung), Verkehrsanlagen (= Anschluss an Bundesfernstraßen, innerstädtische Straßen und ÖPNV-Trassen),
Tragwerksplanung (zu vorgenannten Ingenieurbauwerken) einzureichen.
Die eingereichten Referenzen müssen mindestens der Honorarzone III entsprechen.
Die Anzahl der jeweiligen Referenzen und der nachzuweisende Leistungsumfang ist in der Bewerbungsmappe verbindlich vorgegeben.
Es werden nur die geforderten Referenzen bewertet. Weitere Referenzen und ergänzende Unterlagen werden nicht bewertet.
Der Stichtag für die Anerkennung der Referenzen ist der 1.7.2007, d. h. die Übergabe des Bauvorhabens an den Bauherrn/die Inbetriebnahme durch den Bauherrn ist bei dieser eingereichten Referenz nach diesem Termin erfolgt.
(die Bearbeitung durch den Planer kann somit vor diesem Zeitpunkt liegen).
Inhaltliche Angaben zu den Referenzen siehe Bewerbungsmappe.
Die Bewertung erfolgt nach einem Punktesystem, das aus der Bewerbungsmappe zu ersehen ist. Sollten nach Abschluss der Bewertung mehrere Bewerber punktgleich sein, entscheidet ein Losverfahren.
3. Honorarangebot: Das Honorarangebot muss den Vorschriften der HOAI entsprechen.
Unterliegt der Bewerber den Vorgaben der HOAI und unterschreitet das Angebot den Mindestsatz der HOAI wird die Bewerbung ohne den Honorarteil bewertet.
Unterliegt der Bewerber nicht den Vorgaben der HOAI und unterschreitet sein Angebot den Mindestsatz so wird es bewertet wie ein Angebot das den Mindestsatz einhält.
4.Das Vergabeamt wird mit der Aufforderung zur Teilnahme an der Präsentation die Arbeitsergebnisse der Voruntersuchungen versenden.
Das Vergabeamt wird zur Vorbereitung der Präsentation bei den ausgewählten Bewerbern ergänzende Unterlagen wie z. B. Terminpläne oder Leistungsverzeichnisse zu den Referenzobjekten anfordern.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-08-08. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-07-04.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2012-07-04 Auftragsbekanntmachung
2012-12-28 Bekanntmachung über vergebene Aufträge