Assetmanagementdienstleistungen im Rentenbereich mit kurzen Restlaufzeiten für die Sondervermögen "Altlastensanierung des Landes Sachsen-Anhalt" und „Pensionsfonds für die Versorgung und Beihilfen der Versorgungsempfänger des Landes Sachsen Anhalt“ sowie die Steuerschwankungsreserve des Landes Sachsen-Anhalt
Das Sondervermögen „Altlastensanierung des Landes Sachsen-Anhalt“ hat z.Zt. ein Vermögen von rund 800 000 000 EUR. Das Sondervermögen „Pensionsfonds für die Versorgung und Beihilfen der Versorgungsempfänger des Landes Sachsen Anhalt“ umfasst derzeit ein Volumen von ca. 250 000 000 EUR. Beide Sondervermögen sind durch Gesetz gegründete, rechtlich selbständige Vermögen des Landes, deren Geldvermögen durch das Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt verwaltet werden.
Die Geldanlage beider Vermögen erfolgt durch externe Assetmanager im rechtlichen Rahmen von Spezialfonds nach Investmentgesetz. Kapitalanlagegesellschaft ist die Universal Investment GmbH und Depotbank ist BNP Paribas Securities Services S.C.A.
Die Sondervermögen sind derzeit langfristig investiert. Um eine Liquiditätsvorsorge für die jährlichen Bedarfe zu schaffen, soll ein neuer Spezialfonds aufgelegt werden,
In den die Mittel mit einem Vorlauf von bis zu vier Jahren vor Abruf eingestellt werden. Für diesen neuen Spezialfonds wird das Assetmanagement extern vergeben. Die Zuführungen können in Abhängigkeit von der Kapitalmarktentwicklung erfolgen. Für die jährlichen Abflüsse bei den Sondervermögen, die zu festen Terminen erfolgen, liegen Planzahlen vor.
Ferner gibt es die Rücklage „Steuerschwankungsreserve“, die derzeit mittellos ist. Sie ist auf einen Maximalbetrag von 500 000 000 EUR begrenzt und soll Einnahmeausfälle z.B. in Zeiten einer Rezession so abfedern, dass eine Neuverschuldung nicht notwendig wird. Die Mittel der Rücklage Steuerschwankungsreserve sind grundsätzlich für einen mittelfristigen Zeitraum investierbar, müssen aber ggf. kurzfristig (innerhalb von 3 Monaten) verfügbar sein. Sowohl die jährlichen Zuflüsse als auch die Abflüsse sind von der Entwicklung der Steuereinnahmen abhängig. Grundsätzlich sind jährlich Zuführungen i.H.v. ca. 50 000 000 EUR geplant. Bei einem Rückgang der Steuereinnahmen gegenüber dem Vorjahr reduzieren sich zuerst die Zuführungen entsprechend und können darüber hinaus Entnahmen zur Kompensation durchgeführt werden.
Nachgefragt werden Assetmanagementleistungen im Segment der auf Euro denominierten Staats- und Unternehmensanleihen sowie Pfandbriefe. Die maximale Restlaufzeit der investierbaren Anleihen soll 4 Jahre betragen. Das Mindestrating der Anleihen soll A- bzw. A3 betragen. Mit dem Mandat sollen Liquiditätsreserven mit einem mittelfristigen Anlagehorizont mit einerseits regelmäßigen planbaren Abflüssen und andererseits einzelfallbezogenen, kurzfristigen (3 Monate) Abflüssen, die nicht vorher planbar sind, zusammengefasst werden.
Der Auftraggeber behält sich vor im Rahmen des Wettbewerbs ggf. zwei Mandate zu vergeben, wenn dadurch den individuellen Bedürfnissen der Vermögen besser entsprochen werden kann.
Die Auftragnehmer werden in einem formlosen dreistufigen Verfahren außerhalb der EU-Richtlinien ermittelt. Näheres hierzu unter Punkt VI.3) „Sonstige Informationen“.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-09-21.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-08-23.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2012-08-23
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Auftragsbekanntmachung
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2013-11-06
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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