BAB A4, Grundhafte Erneuerung mit Anbau von Stand- und Zusatzfahrstreifen zw. dem AD Kirchheim und der AS Wildeck/Obersuhl

Hessen Mobil Straßen- und Verkehrsmanagement

Im Zuge der Grunderneuerung der Bundesautobahn A4 von Kirchheim bis zur Landesgrenze wird im Abschnitt Hersfeld Ost im Bereich Bad Hersfeld der Anbau von Standstreifen und Zusatzfahrstreifen erforderlich.
Der betrachtete Planungsabschnitt hat eine Länge von 6.805 m. Er schließt östlich der Unterführung der 'Hünfelder Straße' an die bereits erneuerte Anschlussstelle Bad Hersfeld an und steigt in Richtung der Stadtteile 'Hohe Luft' und 'Petersberg' an. Nach Kreuzung des 'Helfersgrabens' einschl. eines Wirtschaftsweges sowie der Kreisstraße K17 erreicht die A4 den Kamm des 'Petersberges' und fällt in Höhe des Stadtteiles 'Sorga' in das 'Solztal' ab. Im Talbereich werden zunächst die Bundesstraße B62 - in deren Anschluss eine einseitige Betriebszufahrt entstehen soll - und der 'Solztalradweg' auf der Bahntrasse der ehemaligen Hersfelder Kreisbahn gequert, danach folgen die 'Solzbachbrücke' und die Unterführung eines Wirtschaftsweges. In diesem Bereich verläuft die Strecke unmittelbar neben einem Wasserschutzgebiet (teilweise WSG I). Die Strecke verläuft dann im südlichen 'Breitzbachtal' ansteigend. Das Bauende schließt an den Abschnitt Friedewald an.
In dem betrachteten Streckenabschnitt werden die 6 o.g. Bauwerke (Wege, Straßen und kleinere Gewässer), sowie 5 weitere Durchlässe erforderlich. Weiterhin ist in Teilstrecken die Anlage von Lärmschutzwänden (ein- und zweiseitig), sowie von Regenrückhaltebecken vorgesehen. Die Planung der neuen Bauwerke und Lärmschutzwände erfolgt durch das KompetenzCenter Bauwerksentwurf (KC BW-ERN) und ist nicht Bestandteil der Leistungsausschreibung. Jedoch müssen die Bestandsbauwerke hinsichtlich der bauzeitlichen Anpassung und Verkehrsführung untersucht werden. Hierzu ist für (im Bauzustand) verbleibende Restquerschnitte der vorhandenen Brückenbauwerke ein statischer Nachweis zu erstellen, bzw. die Schnittführung unter Berücksichtigung der vorhandenen Bewehrung anzugeben. Lediglich bei mangelnder Machbarkeit ist die Option einer Behelfsbrücke vorzusehen, welche dann mit erforderlichen Querschnittswerten statisch nachzuweisen ist. Alle erforderlichen Verbauten infolge der Verkehrsführung 4 + 0 – Verkehr, bzw. bedingt durch Bauzustände (sowohl Abbruch als auch Neubau) sind vom System her festzulegen sowie statisch nachzuweisen. Die bereits vorliegenden Entwürfe der Bauphasenpläne sind im Bereich der Brückenbauwerke zu konkretisieren bzw. zu ergänzen. Dies gilt gleichermaßen für den Baustellenerschließungsplan.
Weitere Besonderheiten bei der Planung der Strecke sind die getrennt zu führende Entwässerung im Bereich von Salzwasseraustritten, die Querung der 'Solz' als geschützter Bestandteil von Natur und Landschaft ('Solzbachbrücke') und die damit verbundene Überbauung während der Bauzeit zum Schutz der 'Solz'. Darüber hinaus ist auch die Verlegung des 'Breitzbaches' mit einem Betongerinne zum Schutz gegen Salzwassereintritte zu nennen.
Zusätzlich zur Grundhaften Erneuerung des beschriebenen Streckenabschnittes ist der Neubau einer PWC-Anlage an der Richtungsfahrbahn Kirchheim, oberhalb des Gewerbegebietes 'Vor dem Buchwald' im Stadtteil 'Hohe Luft' vorgesehen.
Die Vermessung erfolgt im Gauß-Krüger-System, Lagestatus 120, Höhenstatus 100 durch Hessen Mobil Eschwege. Sämtliche Planungsdaten sind in Gauß-Krüger -Koordinaten, Lagestatus 120, Höhenstatus 100 zu konvertieren bzw. zu verarbeiten und auszugeben.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-07-05. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-06-04.

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Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2012-06-04 Auftragsbekanntmachung