Bechaffung eines Sekundärionen-Massenspektrometers (SIMS) (DFG-GZ: A 639)

Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V., Zentrale Beschaffungsstelle

Sekundärionen-Massenspektrometer (SIMS) mit folgenden Eigenschaften:
— UHV Vakuumkammer mit einem Betriebsdruck <10^–6 Pa in der Probenkammer und im Massenspektrometer. Das Vakuum soll Kohlenwasserstoff- bzw. ölfrei sein,
— 2 Ionenquellen für 1.) O^+, O^–, Ar^+ und 2.) Cs^+,
— Separate Belüftung beider Ionenquellen unabhängig vom restlichen Gerät,
— Wechsel zwischen den beiden Ionenquellen ohne Umbau,
— Der kleinste erreichbare Primärionenstrahldurchmesser soll ≤ 1mircrom sein,
— Eine Probenschleuse zur Einbringung der Probe, mit der in ≤ 5 min nach dem Probenwechsel der Betriebsdruck in der Probenkammer erreicht wird und die ein Ausheizen der Proben ermöglicht. Weiterhin sollen in der Probenschleuse mindestens fünf Proben im Hochvakuum aufbewahrt werden können,
— Motorgetriebene und rechnergesteuerte Probenbühne mit ≤ 1 microm Schrittweite,
— Mikroskop mit Videokamera zur Navigation auf der Probe,
— Nachweis von wahlweise positiven oder negativen Sekundärionen mit einer Masse 0,9 u ≤ m ≤ 254 u (H – U),
— Doppelfokussierendes Massenspektrometer mit einem elektrostatischen Energiefilter und einem magnetischen Massenfilter. Der Energiebereich der zu detektierenden Sekundärionen muss im Bereich 0 – ≥100 eV frei wählbar sein,
— Elektronenkanone zur Ladungskompensation bei nichtleitenden Proben,
— Maximale Massenauflösung M/DeltaM ≥ 34000 bei 10 % des Peakmaximums. Dabei soll auf einer Silikatprobe bei ^40K+ eine Zählrate von mindestens 75 Ionen/s/ppm(^40K)/nA erreicht werden und die Peaks noch einen deutlich ausgeprägten Bereich konstanter Zählrate (Plateau) haben. Minimale Massenauflösung M/DeltaM ≤ 6000 (10 %),
— Langzeitstabilität des Magnetfelds: DeltaM/M < 2,5 ppm bei m = 16 u über 10:00,
— Detektoren für Mono-Kollektion (frei wählbar).
O Mikrokanalplatte mit anschließendem ortsauflösendem Detektor.
O Sekundärelektronenvervielfacher (SEV) im Zählbetrieb.
O Faraday-Becher (FB).
— Detektoren für Multi-Kollektion.
O Multi-Detektionssystem mit fünf motorisch bewegten Detektoren. Für jeden dieser Detektoren wird ein SEV (Zählbetrieb) und ein FB geliefert. Der Austausch SEV/FB ist durch den Benutzer möglich. Die Kammer mit den Detektoren soll dazu getrennt vom Massenspektrometer belüftet werden können. Die Detektoren sollen so positioniert werden können, dass Isotope mit einer Massendifferenz von 1 u im Bereich von Li (6 – 7 u) bis U (234 – 239 u) erfasst werden kann. Die äußeren Detektoren sollen mit einem zusätzlichen FB ausgestattet sein.
— Bildgebende Verfahren.
O Raster-Bild: Durch elektronisches Rastern des Primärstrahls wird ein Ionenbild der Probe bei einer Masse (Mono-Kollektion) oder bei mehreren Massen (Multi-Kollektion) aufgenommen.
O Ionenmikroskop: Direkte ionenoptische Abbildung der Probenoberfläche durch das Massenspektrometer.
— Anwendungen (die mögliche Präzision und Empfindlichkeit der Messungen ist durch den Anbieter zu spezifizieren).
O Isotopenverhältnisse ^16O/^18O, ^24Mg/^25Mg/^26Mg, ^28Si/^29Si/^30Si und ^32S^/33S/^34S/^36S.
O U/Pb-Datierung von Zirkonen, ^40Ca/^40K-Datierung.
— Software und Computer zur Steuerung, Messung, Bildaufnahme und Auswertung mit einer zweiten Lizenz zur Darstellung und Auswertung auf einem anderen Rechner,
— Software zur Fernsteuerung bzw. Überwachung von einem anderen Rechner aus,
— USV zur Überbrückung kurzer (≥ 10 min) Stromausfälle bzw. zur automatischen und geordneten Abschaltung bei längeren Stromausfällen,
— Temperaturgeregelter interner Kühlkreislauf über einen Wärmetauscher.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-06-26. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-05-25.

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2012-05-25 Auftragsbekanntmachung
Auftragsbekanntmachung (2012-05-25)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Massenspektrometer
Menge oder Umfang: 1 System
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Lieferungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Massenspektrometer 📦

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Sonstiges
Name des öffentlichen Auftraggebers: Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V., Zentrale Beschaffungsstelle
Postanschrift: Kennedyallee 40
Postleitzahl: 53175
Postort: Bonn
Kontakt
Internetadresse: http://www.dfg.de 🌏
E-Mail: ute.breuer@dfg.de 📧
Telefon: +49 2288852474 📞
Fax: +49 2288853676 📠

Referenz
Daten
Absendedatum: 2012-05-25 📅
Einreichungsfrist: 2012-06-26 📅
Veröffentlichungsdatum: 2012-05-30 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2012/S 101-168125
ABl. S-Ausgabe: 101
Zusätzliche Informationen
Das Aktenzeichen entsprechend Ziff. IV.3.1) ist bei sämtlicher Korrespondenz anzugeben. Beim Schlusstermin laut Ziff. IV.3.4) handelt es sich um den Schlusstermin für den Eingang der Teilnahmeanträge (nicht für den Eingang der Angebote). Vor Ablauf des Schlusstermins gemäß Ziff. IV.3.4) werden keine Verdingungsunterlagen versendet.
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Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Sekundärionen-Massenspektrometer (SIMS) mit folgenden Eigenschaften:
— UHV Vakuumkammer mit einem Betriebsdruck <10^–6 Pa in der Probenkammer und im Massenspektrometer. Das Vakuum soll Kohlenwasserstoff- bzw. ölfrei sein,
— 2 Ionenquellen für 1.) O^+, O^–, Ar^+ und 2.) Cs^+,
— Separate Belüftung beider Ionenquellen unabhängig vom restlichen Gerät,
— Wechsel zwischen den beiden Ionenquellen ohne Umbau,
— Der kleinste erreichbare Primärionenstrahldurchmesser soll ≤ 1mircrom sein,
— Eine Probenschleuse zur Einbringung der Probe, mit der in ≤ 5 min nach dem Probenwechsel der Betriebsdruck in der Probenkammer erreicht wird und die ein Ausheizen der Proben ermöglicht. Weiterhin sollen in der Probenschleuse mindestens fünf Proben im Hochvakuum aufbewahrt werden können,
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— Motorgetriebene und rechnergesteuerte Probenbühne mit ≤ 1 microm Schrittweite,
— Mikroskop mit Videokamera zur Navigation auf der Probe,
— Nachweis von wahlweise positiven oder negativen Sekundärionen mit einer Masse 0,9 u ≤ m ≤ 254 u (H – U),
— Doppelfokussierendes Massenspektrometer mit einem elektrostatischen Energiefilter und einem magnetischen Massenfilter. Der Energiebereich der zu detektierenden Sekundärionen muss im Bereich 0 – ≥100 eV frei wählbar sein,
— Elektronenkanone zur Ladungskompensation bei nichtleitenden Proben,
— Maximale Massenauflösung M/DeltaM ≥ 34000 bei 10 % des Peakmaximums. Dabei soll auf einer Silikatprobe bei ^40K+ eine Zählrate von mindestens 75 Ionen/s/ppm(^40K)/nA erreicht werden und die Peaks noch einen deutlich ausgeprägten Bereich konstanter Zählrate (Plateau) haben. Minimale Massenauflösung M/DeltaM ≤ 6000 (10 %),
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— Langzeitstabilität des Magnetfelds: DeltaM/M < 2,5 ppm bei m = 16 u über 10:00,
— Detektoren für Mono-Kollektion (frei wählbar).
O Mikrokanalplatte mit anschließendem ortsauflösendem Detektor.
O Sekundärelektronenvervielfacher (SEV) im Zählbetrieb.
O Faraday-Becher (FB).
— Detektoren für Multi-Kollektion.
O Multi-Detektionssystem mit fünf motorisch bewegten Detektoren. Für jeden dieser Detektoren wird ein SEV (Zählbetrieb) und ein FB geliefert. Der Austausch SEV/FB ist durch den Benutzer möglich. Die Kammer mit den Detektoren soll dazu getrennt vom Massenspektrometer belüftet werden können. Die Detektoren sollen so positioniert werden können, dass Isotope mit einer Massendifferenz von 1 u im Bereich von Li (6 – 7 u) bis U (234 – 239 u) erfasst werden kann. Die äußeren Detektoren sollen mit einem zusätzlichen FB ausgestattet sein.
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— Bildgebende Verfahren.
O Raster-Bild: Durch elektronisches Rastern des Primärstrahls wird ein Ionenbild der Probe bei einer Masse (Mono-Kollektion) oder bei mehreren Massen (Multi-Kollektion) aufgenommen.
O Ionenmikroskop: Direkte ionenoptische Abbildung der Probenoberfläche durch das Massenspektrometer.
— Anwendungen (die mögliche Präzision und Empfindlichkeit der Messungen ist durch den Anbieter zu spezifizieren).
O Isotopenverhältnisse ^16O/^18O, ^24Mg/^25Mg/^26Mg, ^28Si/^29Si/^30Si und ^32S^/33S/^34S/^36S.
O U/Pb-Datierung von Zirkonen, ^40Ca/^40K-Datierung.
— Software und Computer zur Steuerung, Messung, Bildaufnahme und Auswertung mit einer zweiten Lizenz zur Darstellung und Auswertung auf einem anderen Rechner,
— Software zur Fernsteuerung bzw. Überwachung von einem anderen Rechner aus,
— USV zur Überbrückung kurzer (≥ 10 min) Stromausfälle bzw. zur automatischen und geordneten Abschaltung bei längeren Stromausfällen,
— Temperaturgeregelter interner Kühlkreislauf über einen Wärmetauscher.
Es werden Varianten akzeptiert
Referenznummer: TR 333/15-2
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Universität Heidelberg.

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Auftragsausführung
Wichtigste Finanzierungsbedingungen und Zahlungsmodalitäten und/oder Verweis auf die einschlägigen Bestimmungen, die sie regeln:
Anzahlungen bis zur Höhe von max. 50 % des Kaufpreises werden nur gegen unbefristete Bankbürgschaft nach deutschem Recht geleistet.

Verfahren
Datum der Absendung der Aufforderungen: 2012-07-04 📅
Vergabekriterien
Kriterium: 1. Technischer Wert (50)
2. Preis (50)
Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Andere Art des öffentlichen Auftraggebers: Other
Kontakt
Kontaktperson: Frau Ute Breuer
Internetadresse: www.dfg.de 🌏

Referenz
Kennungen
Vom öffentlichen Auftraggeber vergebene Referenznummer: TR 333/15-2
Zusätzliche Informationen
Das Aktenzeichen entsprechend Ziff. IV.3.1) ist bei sämtlicher Korrespondenz anzugeben.
Beim Schlusstermin laut Ziff. IV.3.4) handelt es sich um den Schlusstermin für den Eingang der Teilnahmeanträge (nicht für den Eingang der Angebote). Vor Ablauf des Schlusstermins gemäß Ziff. IV.3.4) werden keine Verdingungsunterlagen versendet.

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Das GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) verpflichtet uns, Sie zu gegebener Zeit über die beabsichtigte Auftragsvergabe zu informieren. Hiergegen haben Sie die Möglichkeit, innerhalb einer festgelegten Frist vor der Vergabekammer des Bundes, Villemombler Str. 76, 53123 Bonn zu klagen. Im Falle einer fristgerechten Klage erbitten wir eine entsprechende Information.
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Quelle: OJS 2012/S 101-168125 (2012-05-25)