Erbringung von Sprach- und Datenkommunikationsleistungen über Mobilfunk und Festnetz für die interne Verwaltung
Die Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft mbH beabsichtigt, für ihre interne Verwaltung Telekommunikationsdienstleistungen im Festnetz- und im Mobilfunkbereich zu beschaffen.
Die Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft mbH ist eine der 6 großen städtischen Immobilien-Dienstleister Berlins mit ca. 40 000 eigenen und etwa 6 500 für Dritte betreuten Wohneinheiten. Die Bestände der Stadt und Land prägen den Süden und Osten Berlins. Sie konzentrieren sich im Wesentlichen auf die 5 Bezirke Marzahn-Hellersdorf, Neuköln, Treptow-Köpenick, Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf.
Ziel der Ausschreibung ist es, eine Rahmenvereinbarung über sämtliche Anwendungen im Festnetz- und Mobilfunkbereich zu schließen. Die Rahmenvereinbarung soll die Grundbedingungen von Einzelaufträgen festlegen, die innerhalb von vier Jahren ausgelöst werden sollen.
Bei Stadt Und Land umfasst dies insbesondere auch die entsprechenden Telekommunikationsleistungen der mit ihr verbundenen Tochterunternehmen. Im Einzelnen besteht für den Mobilfunkbereich ein Bedarf von ca. 450 SIM-Karten, und davon 40 reine Daten-Karten sowie für den Festnetzbereich ein Bedarf von 4 Primärmultiplex-Anschlüssen (PMX). Hinzu kommen ca. 500 analoge Haupt- und ca. 50 ISDN-Anschlüsse für Aufzugsnotrufe, Heizungsüberwachung, Einbruch-Meldeanlagen und ähnliche Einsatzzwecke. Im Festnetzbereich müssen alle Anschlüsse und die daran angeschlossenen Systeme und Einrichtungen beim Vertragswechsel ohne Anpassungen unterbrechungsfrei mit identischen Eigenschaften, einschließlich Rufnummernübernahme, weiter funktionieren. Die über zwei Standorte verteilten PMX-Anschlüsse haben dabei eine Ausfallsicherheit zu gewährleisten. Als weitere wichtige Funktionalitäten sind z.B. komfortable interne Telefonkonferenzen und eine automatische Anrufverteilung (ACD) gefordert. Zudem muss eine künftige weiche Migration auf eine reine IP-basierende Kommunikation (NGN) und Unified Communications (UC) innerhalb der Vertragslaufzeit möglich sein. Schließlich wird eine hohe planbare Kostensicherheit durch weitestgehend pauschalisierte Abrechnung mit möglich geringen variablen Positionen angestrebt.
Neben den inhaltlichen Parametern soll die Rahmenvereinbarung ferner Grundbedingungen enthalten, unter denen auch vier Schwestergesellschaften von Stadt und Land, insbesondere die WBM, Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH, Dircksenstraße 38, 10178 Berlin und die Gesobau AG, Wilhelmsruher Damm 142, 13439 Berlin-Reinickendorf, der Rahmenvereinbarung als öffentliche Auftraggeber beitreten können.
WBM zählt ebenfalls zu den führenden kommunalen Immobilienunternehmen in Berlin und betreut rund 35 000 Wohnungen vorwiegend in Friedrichshain, Kreuzberg und Mitte. Entsprechendes gilt auch für die Gesobau, die mit ca. 37 000 Wohnungen in den Berliner Bezirken und Stadtteilen Reinickendorf, Wedding, Pankow, Weißensee sowie in Wilmersdorf vertreten ist.
Der Bedarf der beiden voranstehenden Wohnungsbaugesellschaften, die sich den Beitritt zu der Rahmenvereinbarung vorbehalten, stellt sich wie folgt dar:
Der Bedarf von Mobilfunk-Karten bei WBM beläuft sich auf 210 SIM-Karten. Für die Festnetz-Telefonie sind aktuell 343 digitale Anschlüsse, 31 analoge Anschlüsse und 34 analoge Faxanschlüsse zu berücksichtigen. Schließlich gibt es 4 PMX-Anschlüsse an einem Standort. Bei der GESOBAU AG besteht für den Mobilfunkbereich ein Bedarf von 250 SIM-Karten. Genutzt werden davon 64 als „reine“ Sprachkarte, 143 für Smartphones (Sprach- und Datentarif) und 43 Daten-Karten. Für den Festnetzbereich besteht zudem ein Bedarf von 3 Primärmultiplex-Anschlüssen an zwei Standorten und 296 analogen Anschlüssen für Aufzugsnotrufe, Heizungsüberwachung und Einbruch-Meldeanlagen.
Insgesamt kommt Stadt und Land mit der Einbeziehung der Schwestergesellschaften der Maßgabe der Senatsverwaltung nach, im Wege des sog. „shared service“ die Abwicklung von Dienstleistungsprozessen verstärkt zu konsolidieren und zu vereinheitlichen.
Die Rahmenvereinbarung soll im Ergebnis eine „Option“ für die nachfolgend genannten kommunalen Wohnungsbaugesellschaften Berlins vorsehen, der Rahmenvereinbarung später noch beitreten zu können:
— WBM, Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH, Dircksenstraße 38, 10178 Berlin,
— Gesobau AG, Wilhelmsruher Damm 142, 13439 Berlin-Reinickendorf,
— Gewobag, Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin, Bottroper Weg 2, 13507 Berlin-Reinickendorf,
— Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH, Ferdinand-Schultze-Str. 71, 13055 Berlin.
Der Auftragnehmer hat sich vertraglich zur Einhaltung der Vorgaben aus dem Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetz zu verpflichten (Tariftreue, Mindestentlohnung, besondere Vertragsbedingungen zur Frauenförderung, Nutzung von Produkten, die unter Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen produziert wurden).
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-07-24.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-06-18.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2012-06-18
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Auftragsbekanntmachung
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2012-07-05
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Ergänzende Angaben
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2012-07-18
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Ergänzende Angaben
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