Menge oder Umfang
Das Allwetterbad in Grünstadt, ca. 14 000 Einwohner, wurde im Jahr 1975 als Massivkonstruktion in einer Hanglage fertig gestellt und in Betrieb genommen. Die Badebene im Erdgeschoss des Allwetterbades besteht aus einem Schwimmerbecken (16,66 m x 50,00 m), ausgebildet aus Stahlbeton mit einer gefliesten Auskleidung, den zugehörigen Sanitär- und Umkleideräumen sowie Personalräumen. Rohrgänge, Kellergeschoss, wie auch alle aussteifenden Wände im Erdgeschoss sind ebenfalls aus Stahlbeton hergestellt. Ebenso sind alle Geschossdecken in Stahlbeton erstellt worden. Die tragenden, wie auch nichttragenden Wände im Erdgeschoss, bestehen aus massiven Mauerwerkswänden. Die Schwimmhallenabdeckung besteht aus einer 6-teiligen Stahlkonstruktion, die im Sommerbetrieb aufzufahren ist und somit das gesamte Schwimmerbecken in ein Freiluftbecken verwandelt. Das Badeangebot wird im Hallenbadgebäude im Wesentlichen ergänzt durch einen Saunabereich, der Anfang der 90er Jahre in einer Massivbauweise erweitert wurde, welcher sich über das Erdgeschoss, wie auch über Teile des Dachgeschosses zieht, mit Außenpool und Liegeterrasse sowie einen Fitnessbereich. 2007 wurden abermals weitere Teile des Dachgeschosses zu einer Erweiterung der Sauna umgebaut. Im Freibadbereich befinden sich ein 20 x 30-Meter-Nichtschwimmerbecken und ein Kinderplanschbecken. Die Technikbereiche befinden sich im Untergeschoss, das durch eine längere Zufahrtsrampe erschlossen wird.Das Bad verfügt über ein modernes BHKW einschl. Abgaswärmetauscher. Die Kesselanlage ist Baujahr (BJ) 1990, der Brenner BJ 1990, die Schaltschrankanlagen des Bades sind BJ 1990, die Schaltschrankanlage des Neubaus der Sauna neuwertig, die Verteileranlage des Bades ist die Erstinstallation, die Verteileranlage der Sauna ist neuwertig.Im Bereich der Starkstromanlagen und der fernmelde- und informationstechnischen Anlagen stammen folgende Komponenten aus der Erstinstallation: Zentralbatterieanlage, Niederspannungshauptverteilung, Unterverteiler, Kompensationsanlage, Allgemeine Beleuchtung, Sicherheitsbeleuchtung, Fluchtwegebeleuchtung, Blitzschutz- und Erdungsanlage, Telefonanlage, Uhrenanlage, Beschallungsanlage, Übertragungsnetze.Die für Warmwasserbereitung eingesetzten liegenden Speicher sind älteren Baujahres. Im Bereich der Lüftungsanlagen erfolgt die gemeinsame Wärmerückgewinnung über Wärmerad (alte Anlage), die RLT-Anlagen von Duschen/WC, Sauna EG und Sauna DG sind neuwertige Anlagen, die RLT-Anlagen der Schwimmhalle und der Umkleiderbereiche sind alte Anlagen. Die zugehörigen Schaltanlagen der Lüftungstechnik sind älteres Baujahr.Für die Badewassertechnik kommen 3 Filteranlagen (F1+2 für Schwimmer- + F3 für Nichtschwimmerbecken) zum Einsatz. Die Anlagen wurden bisher 2 x saniert (sandgestrahlt und neu innen beschichtet). Chlorgranulatdosierung, Meßwasserstationen, Niveausteuerungen, Drehzahlregelungen für Pumpen sind neuwertig.Auf der Grundlage der Ergebnisse einer Vorplanung des Büros Horlacher GmbH, Neuhofen, soll zukünftig das Allwetterbad baulich und energetisch saniert, brandschutztechnisch ertüchtigt und im Hinblick auf das Bade- und Nutzungsangebot attraktiviert werden.Im Wesentlichen sind folgende Maßnahmen vorgesehen:— Sanierung der fahrbaren Hallenkonstruktion, zum einen aus energetischer Sicht (Wärmedämmung), zum anderen aus sicherheitsrelevanten Gründen (Schienenanlage, Bewegungsfugen sowie Undichtigkeit des Flachdaches),— Dach- und Fassadensanierung des Gebäudes einschließlich Wärmedämmmaßnahmen,— Angleichung eines Teilbereiches des Obergeschosses des Allwetterbadgebäudes auf das Höhenniveau des Saunabereiches im OG,— Optimierung der Flächen im Allwetterbadgebäude, ihrer Zuordnung sowie der Wegeführung (Sanitär- und Umkleideräume, Personalräume, Verkehrs- und Lagerflächen), Sicherstellung der Barrierefreiheit für Behindertenzugang, Umgestaltung des Eingangsbereiches,— Erweiterung der Schwimmhalle um einen Anbau für Liegeflächen sowie eine Kinderschwimmhalle,— Einbau einer Cafeteria mit zugehöriger Küche und getrennter Bewirtschaftungsbereiche (Badbereich sowie öffentlicher Außenbereich) sowie jeweiliger Außenterrassen,— Optimierung des Wasserflächenangebotes im Hallenbad durch Ersatz des Schwimmerbeckens (16,66 m x 50,00 m), stattdessen Einbau eines Schwimmerbeckens (16,66 m x 25,00 m, Wassertiefe 1,50 - 1,80 m), eines Lehrschwimmbeckens (16,66 m x 10,50 m, Wassertiefe 0,80 bis 1,25 m) und eines Kinderbeckens (in der Kinderschwimmhalle mit ca. 33 m² Wasserfläche, Wassertiefe 0,30 bis 0,50 m) jeweils ausgebildet als Edelstahlbecken, Rückbau der beiden Becken im Außenbereich und des zugehörigen Technik-/WC-Gebäudes,— Erneuerung der Türen, Fenster und Verglasungen, der Wand- und Bodenbeläge,— Umbau eines Teils der Zufahrtsrampe zum Technikgeschoss, da Ersatz durch Einbau eines Lastenaufzuges.Im Bereich der Technischen Anlagen sind im Wesentlichen folgende Maßnahmen vorgesehen:— Erneuerung der Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen,— Erneuerung der Wärmeverteilnetze und Raumheizflächen,— Erneuerung der lufttechnischen Anlagen für den Unmkleidebereich, die Schwimmhalle und alle Nebenräume,— Ergänzung der zentralen Batterieanlage,— Erneuerung der Niederspannungsschalt- und -installationsanlagen,— Erneuerung der Beleuchtungsanlagen inkl. der Sicherheitsbeleuchtung,— Erneuerung der Blitzschutz- und Erdungsanlagen,— Erneuerung der Telekommunikationsanlagen, der Türsprech- und Türöffneranlagen, der Zeitdienstanlagen, der elektroakustischen Anlagen (Beschallungsanlagen), der Gefahrenmelde- und Alarmanlagen, der zugehörigen Übertragungsnetze,— Erneuerung des Kassensystems,— Einbau eines Personenaufzuges zur Sicherstellung des behindertengerechten Zugangs zum Schwimmerbecken, Einbau eines Lastenaufzuges in der Zufahrtsrampe zum Kellergeschoss,— Einbau einer Küchentechnischen Anlage,— Einbau von Feuerlöschanlagen, ausgebildet als Handfeuerlöscher,— Erneuerung von Teilen der Badetechnischen Anlagen (Aufbereitungsanlagen für Schwimmbeckenwasser),— Einbau einer anlageübergreifenden Gebäudeautomation (optional).Gegenstand des Auftrags ist die Vergabe der zur Projektrealisierung notwendigen Generalplanungsleistungen nach HOAI, Teil 3, Objektplanung, Abschnitt 1 (Gebäude), Teil 4, Fachplanung, Abschnitt 1 (Tragwerksplanung), Abschnitt 2 (Technische Ausrüstung, Anlagengruppen 1 bis 6, 7 [Küchentechnische Anlagen, Feuerlöschanlagen, Badetechnische Anlagen] und 8 (optional) des § 51 (2) HOAI) sowie optional die Leistungsphasen 1 ff nach HOAI, Teil 3, Objektplanung, Abschnitt 2 (Freianlagen). Der Auftraggeber beabsichtigt zunächst die Leistungsphasen 2 (anteilig) bis 4 des Leistungsbildes nach Teil 3, Objektplanung, Abschnitt 1 (Gebäude) sowie die Leistungsphasen 1 bis 4 der Leistungsbilder nach Teil 4, Fachplanung, Abschnitt 1 (Tragwerksplanung), Abschnitt 2 (Technische Ausrüstung, Anlagengruppen 1 bis 6, 7 [Küchentechnische Anlagen, Feuerlöschanlagen, Badetechnische Anlagen] und 8 (optional) des § 51 (2) HOAI) zu vergeben. Die jeweiligen Leistungsphasen 5 ff der jeweiligen Leistungsbilder sowie die Leistungsphasen 1 ff nach HOAI, Teil 3, Objektplanung, Abschnitt 2 (Freianlagen) werden optional zu den vereinbarten Vertragsbedingungen in Auftrag gegeben. Die Herstellkosten ohne Kostengruppe 700 - belaufen sich ohne Mehrwertsteuer auf ca. 5 320 000 EUR, davon entfallen auf die Kostengruppe 200 (nach DIN 276) ca. 290 000 EUR, die Kostengruppe 300 ca. 3 000 000 EUR, auf die Kostengruppe 400 ca. 1 850 000 EUR [davon KG 410 ca. 200 000 EUR, KG 420 ca. 180 000 EUR, KG 430 ca. 515 000 EUR, KG 440 bis 450 ca. 450 000 EUR, KG 460 ca. 50 000 EUR, KG 470 (Badetechnische Anlagen) ca. 455 000 EUR] und auf die Kostengruppe 500 ca. 180 000 EUR.