Generalsanierung der Hauptgeschäftsstelle der IHK, hier: Tragwerksplanung

Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken

Die IHK Nürnberg für Mittelfranken beabsichtigt, ihre Gebäude im Zentrum Nürnbergs einer Generalsanierung zu unterziehen.
Der geplante Gebäudekomplex steht auf einem Grundstück mit einer Größe von ca. 2.235 m2, das aus verschiedenen Flurstücken zusammengefügt ist und wie folgt umgrenzt wird:
- im Norden durch das Schulgässchen
- im Süden durch die Waaggasse
- im Westen durch die Winklerstraße bzw. durch die Bebauung Winklerstraße 24
- und im Osten durch den Hauptmarkt;
Die Grundstücksfläche ist derzeit und zukünftig mit der Hauptverwaltung der IHK bebaut. Im Rahmen der Generalsanierung werden Teile davon abgebrochen und ersetzt, andere Teile generalsaniert. Der Bestand wird aus folgenden Gebäuden gebildet:
- Winklerstraße 22, der Saalbau, im Verfahren mit „Haus A“ bezeichnet; das Gebäude ist in der Denkmalliste verzeichnet; der Bauteil wird erhalten;
- Waaggasse 6, ein Nachkriegsbau, im Verfahren mit „Haus B“ bezeichnet; das Gebäude wird durch einen Neubau ersetzt;
- drei Gebäudeteile am Hauptmarkt mit den Hausnummern 25, 27 und 29, im Verfahren mit „Haus C“ bezeichnet; das Gebäude Hauptmarkt 25 ist mit dem Wandgemälde mit Nürnberger Kaufmannszug und Nürnberger Fernhandel von Georg Keller geschmückt und als Einzeldenkmal in die Denkmalliste eingetragen; der Bauteil wird erhalten;
- Schulgässchen 3 und 5, im Verfahren mit „Haus D“ bezeichnet; das Gebäude wird durch einen Neubau ersetzt;
Die IHK erwartet von dem Umbau in erster Linie eine Lösung, die mit dem Gebäudebestand angesichts der organisatorischen Anforderungen in ökonomischer Weise umgeht. Deswegen ist der Umfang von Abbruchmaßnahmen auf das Notwendige begrenzt und sowohl das Tragwerkskonzept, als auch das Gebäudetechnikkonzept auf die geplante Mischung von Neubau und Bestand anzupassen. Die vorhandene Gebäudetechnik ist verbraucht und muss ersetzt werden. Die Bestandsgebäude sind nicht auf dem energetisch erforderlichen Stand.
Besonderen Wert legt die IHK auf Energieeffizienz, Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit der Planung, sowie auf eine wirtschaftliche Konzeption für den Bau, Betrieb und Unterhalt.
Die IHK-Organisation will auf den Themenkomplex Energie und Rohstoffe aufmerksam machen und hat daher das Jahr 2012 unter das Motto "Energie und Rohstoffe für morgen" gestellt. In Veranstaltungen und Aktionen stehen Themen wie Versorgungssicherheit, Energieeffizienz und Kosten für Rohstoffe im Mittelpunkt.
Um mit der Sanierung des Anwesens ein Leuchtturmprojekt darstellen zu können, hat die IHK den EnCN (Energie Campus Nürnberg) beauftragt, den Architektenwettbewerb und die Sanierung des Gebäudes mit dem Focus auf eine energetisch sinnvolle und innovative Planung und Ausführung zu begleiten.
Die IHK Nürnberg für Mittelfranken hat einen Realisierungswettbewerb für die Gebäude- und Freianlagenplanung durchgeführt und beabsichtigt, dem mit dem 1. Preis ausgezeichneten Büro Behles & Jochimsen Architekten aus Berlin die weiteren Objektplanungsleistungen zu übertragen.
Das Konzept von Behles & Jochimsen stellt sich in den beiliegenden Wettbewerbsplänen dar. Die beiden Bauteile B und D werden durch Neubauten ersetzt, auf denen eine offene und zeitgemäße Büroraumorganisation möglich sein wird. Die Gebäude A und C werden auf der Grundlage der Forderungen des Denkmalschutzes saniert und in dem Gesamtkonzept integriert. Hier werden die Konferenzräume (Bauteil A) bzw. die kleinteiligen Raumstrukturen liegen. Alle Gebäudeteile umschließen einen Hof, der durch ein Glasdach überdeckt ist und so eine multifunktionale Fläche darstellt, die für Veranstaltungen im Bereich der Versammlungsstätten-Verordnung genutzt wird. An diese Fläche werden hohe Anforderungen bezüglich des Tragwerks (Verbindungsstege, Stützenfreiheit der Halle, Dachtragwerk) gestellt.
Als Kenndaten des Gebäudes werden genannt: BGF Altbau ca. 5.050 m2, BGF Neubau ca. 5.800 m2 BRI Altbau ca. 16.500 m3, BRI Neubau ca. 21.000 m3;
In einer ersten Schätzung wurde der Grobkostenrahmen der KG 300 und 400 mit ca. 11 906 000 - Euro netto festgelegt, davon für die KG 300 ca. 7 714 000 - Euro netto und für die KG 400 ca. 4 192 000 - Euro netto.
Der genaue Umfang der anrechenbaren Kosten für die gegenständlichen Ingenieurleistungen der Tragwerksplanung steht noch nicht fest und kann erst nach durchgeführter Vorplanung benannt werden.
Gegenstand des Auftrags sind Ingenieurleistungen für die Tragwerksplanung gemäß HOAI Teil 4, Abschnitt 1, § 49, Leistungsphase 1 bis 6, sowie die ingenieurtechnischen Abnahmen der Bewehrungen im Stahlbeton.
Die Beauftragung erfolgt stufenweise, zunächst für die Leistungsphasen 1-2.
vorläufige Planungstermine: sh. ergänzende Informationen (Download über Dropbox);

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-01-18. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-12-18.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2012-12-18 Auftragsbekanntmachung
2013-05-24 Bekanntmachung über vergebene Aufträge