I. Betreibung einer Sportbootschwimmsteganlage mit Serviceeinrichtungen für ca. 20 Sportboote im Winterhafen Frankfurt (Oder), II. Betreibung einer bereits fertiggestellten Schiffsanlegestelle „Holzmarkt Frankfurt (Oder)“ für Fahrgastschiffe, III. Betreibung eines Traditions- und Restaurantschiffes
I. Betreibung einer Sportbootschwimmsteganlage mit Serviceeinrichtungen für ca. 20 Sportboote im Winterhafen Frankfurt (Oder):
II. Betreibung einer bereits fertiggestellten Schiffsanlegestelle „Holzmarkt Frankfurt (Oder)“ für Fahrgastschiffe:
III. Betreibung eines Traditions- und Restaurantschiffes:
Im Rahmen der gemeinsam mit der Republik Polen angestrebten wassertouristischen Entwicklung der mittleren Oder, beabsichtigt die Stadt Frankfurt (Oder) in der Innenstadt und im Bereich der an die Innenstadt nördlich angrenzenden Lebuser Vorstadt Maßnahmen zur Beförderung des Wassertourismus durchzuführen. Damit soll insbesondere das landschaftsräumliche Potential des Oderraumes stärker erschlossen und für die Entwicklung der anliegenden Städte, Gemeinden und Regionen genutzt werden.
l. Teilprojekt
Ein Teilprojekt des Gesamtvorhabens ist die Errichtung einer Sportbootschwimmsteganlage mit Serviceeinrichtungen im Winterhafen Frankfurt (Oder). Zielgruppen sind Wasserwanderer für die gesamte Oderlänge bzw. Teilabschnitte, sowohl in Süd-Nord als auch in Ost-West-Richtung über andere Flüsse und Routen zur Oder hin.
Die Stadt Frankfurt (Oder) sucht als Eigentümer Interessenten zur Betreibung einer der Sportbootschwimmsteganlage mit Serviceeinrichtungen im Winterhafen Frankfurt (Oder). Die Sportbootschwimmsteganlage (2,50 m x 60,00 m) für 12 Kajütboote/ Motorboote, 2 Motorkreuzer und 4 Motorjachten wird voraussichtlich im II. und III. Quartal 2013 errichtet. Zur Sportbootschwimmsteganlage gehören Medienanschlüsse, Straßenanbindungen, Parkplätze, Büro- und Sanitärcontainer.
Der zukünftige Betreiber der Sportbootschwimmsteganlage sollte folgende Kriterien erfüllen:
1. Die Gewähr, die der Bewerber hinsichtlich Zuverlässigkeit, Neutralität, diskriminierungsfreiem Betrieb und finanzieller Leistungsfähigkeit bietet.
2. Der Bewerber muss Referenzen (Erfahrungen im Umgang mit Wasserfahrzeugen) vorweisen.
3. Das Betreiberpersonal muss nach Anforderung (per SMS oder Telefonat) binnen 30 min vor Ort verfügbar sein. In der Betriebszeit ist eine tägliche Anwesenheit von ca. 2 Stunden (vorzugsweise in den Abendstunden) zu empfehlen. Zu besonderen Anlässen soll eine dauerhafte Präsenz abgesichert werden.
Die Betriebszeiten der Steganlage sollen mindestens vom 01.04.- 30.10. eines Jahres abgesichert werden. Außerhalb der Betriebszeit (Nebensaison) ist der Wach- und Kontrolldienst abzusichern.
4. Der Betreiber übernimmt insbesondere die vollständige Buchhaltung mit Gewinn– und Verlustrechnung einschließlich der Übernahme aller Steuern, Miet – und Pachtkosten, Betriebskosten, Gebühren und Entgelte im Zusammenhang mit dem Betrieb der Sportbootschwimmsteganlage.
5. Der Betreiber sollte möglichst ein Charterboot für „Tagestouren“ auf der Oder anbieten, das wahlweise mit Skipper oder an Selbstfahrer vermietet werden kann.
ll. Teilprojekt
Der zweite Teil des Gesamtprojektes umfasst eine bereits im Jahre 2003 fertiggestellte Schiffsanlegestelle für Fahrgastschiffe am Holzmarkt in Frankfurt (Oder). Der Betrieb der Schiffsanlegestelle soll von einem Betreiber im Auftrag der Stadt Frankfurt (Oder) ab der Saison 2014 geführt werden.
Das Teilprojekt II des Gesamtvorhabens; bestehend aus:
a) einer schwimmenden Fahrgastanlegestelle (Ponton, Gangway und fünf Dalben)
Für die max. Kreuzfahrgastschiffgröße: Länge = 83,00 m.
Breite = 9,50 m.
Tiefgang = 1,10 m.
Verdrängung = 960,00 m³.
Für die max. Fahrgastschiffsgröße: Länge = 28,50 m.
Breite = 5,10 m.
Tiefgang = 0,90 m.
Verdrängung = 117,00 m³.
b) einer feste Fahrgastanlegestelle (drei Dalben)
Für die max. Kreuzfahrgastschiffgröße: Länge = 83,00 m.
Breite = 9,50 m.
Tiefgang = 1,10 m.
Verdrängung = 960,00 m³.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme der Betreibung 2004 und gegenwärtig entspricht die Schiffsanlegestelle den verkehrs- und betriebsrechtlichen Anforderungen, insbesondere den Auflagen und Genehmigungen aus dem Bescheid der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.
Der zukünftige Betreiber der Schiffsanlegestelle sollte folgende Kriterien erfüllen:
1. Der Betreiber wird jedem Berechtigten die Möglichkeit gewähren, die Schiffs- anlegestelle zu nutzen (Öffentlichkeitsgrundsatz) und sie wird allen Nachfragenden vergleichbare Konditionen anbieten (Gleichbehandlungsgrundsatz).
2. Der Betreiber wird die Anlege- und Liegezeiten der die Stadt Frankfurt (Oder) anlaufenden Schiffe bis zum März eines jeden Kalenderjahres mit allen nachfragenden Reedereien und etwaigen sonstigen Nutzungsinteressenten (z.B. Fischer, Bundespolizei, Ruderklubs etc.) abstimmen.
3. Die Gewähr, die der Bewerber hinsichtlich Zuverlässigkeit, Neutralität, diskriminierungsfreiem Betrieb und finanzieller Leistungsfähigkeit bietet.
4. Der Bewerber muss Referenzen (Erfahrungen im Umgang mit Wasserfahrzeugen) vorweisen.
5. Der Bewerber muss nachweisen, dass Ihm die spezifischen Bedingungen an der Oder vertraut sind.
6. Das Betreiberpersonal muss nach Anforderung (per SMS oder Telefonat) binnen 30 min vor Ort verfügbar sein. In der Betriebszeit ist eine tägliche Anwesenheit von ca. 2 Stunden (vorzugsweise in den Abendstunden) zu empfehlen. Zu besonderen Anlässen soll eine dauerhafte Präsenz abgesichert werden.
Die Betriebszeiten des Schiffsanlegers sollen mindestens vom 01.04.- 30.10. eines Jahres abgesichert werden. Außerhalb der Betriebszeit (Nebensaison) ist der Wach- und Kontrolldienst abzusichern. Dazu ist ein Personalkonzept vorzulegen.
7. Der Betreiber übernimmt insbesondere die vollständige Buchhaltung mit Gewinn– und Verlustrechnung einschließlich der Übernahme aller Steuern, Miet – und Pachtkosten, Betriebskosten, Gebühren und Entgelte im Zusammenhang mit dem Betrieb der Sportbootschwimmsteganlage.
lll. Teilprojekt
Der dritte Teil des Gesamtvorhabens besteht aus einem Traditions- und Restaurantschiff, welches die Stadt Frankfurt (Oder) im Rahmen der Projektdurchführung MARINA ll erwirbt; der Interessent wird einbezogen. Dieses Schiff soll den saisonalen Betrieb auf der Oder gewährleisten, und hat einen ständigen Liegeplatz auf der Oder im Bereich Holzmarkt. Damit wird es zu einem Anziehungspunkt für Touristen und Einwohner werden.
Die Stadt sucht einen Betreiber für das Traditions- und Restaurantschiff. Der zukünftige Betreiber sollte folgende Kriterien erfüllen:
1. Er weist die entsprechenden Schifffahrtspatente sowie unternehmerische Voraussetzungen und Fähigkeiten nach. Zu empfehlen ist hier der Betrieb vom 01.04.-30.10. eines Jahres.
2. Außerhalb dieser Betriebszeit ist ein Konzept zur Sicherung der Kontrolldienste und des Personals vorzulegen.
3. Der Betreiber führt das Qualitätssiegel „Service Qualität Deutschland“ im Rahmen einer Zertifizierung durch die Tourismusakademie Brandenburg ein.
Die zukünftige Vermarktung des Restaurantschiffes wird auch über die Medien des Projektes „Die Oder für Touristen 2014 – Entwicklung des Wassertourismus im grenzübergreifenden Gebiet der Mittleren Oder – Phase II“ durchgeführt.
Die Interessenbekundungen sind sowohl für die Teilvorhaben l, ll und lll einzeln, als auch für l - lll gesamt möglich.
Interessenbekundungen sind bis zum 14.12.2012 schriftlich einzureichen bei der Stadt Frankfurt (Oder) Dezernat II, Amt Zentrales Immobilienmanagement, Abt. Kaufmännisches Immobilienmanagement, Sachgebiet Mieten & Pachten, Goepelstr. 38, 15234 Frankfurt (Oder).
Interessenbekundungen können auch per Fax an die +49 335552886500 oder per e-mail an
Andreas.Schroeder@frankfurt-oder.de bis zu o. g. Datum abgegeben werden.
Verspätet eingehende Interessenbekundungen können ebenso nicht berücksichtigt werden, wie Schreiben mit unvollständigen Angaben.
Termine zur Besichtigung der Liegenschaft können vorab vereinbart werden.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-12-14.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-11-19.
Wer?
Wie?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2012-11-19
|
Auftragsbekanntmachung
|