Ingenieurleistungen - Radstege über die Isar, Los 1: Isarsteg Nordost Luitpoldanlage-Schwabenau, Los 2: Isarsteg Südwest Seilerbrückl-Savoyer Au
Die Stadt Freising plant zur Verbesserung der Erschließung von Naherholungsbereichen und Sportflächen, sowie zur Verbindung von Stadtteilen für den nicht motorisierten Verkehr, die Errichtung von 2 Fuß- und Radstegen über die Isar. Es werden folgende Ingenieurleistungen erforderlich:
Objektplanung Ingenieurbauwerke §42 HOAI, Leistungsphasen 1 - 9, Tragwerksplanung § 49 HOAI, Leistungsphasen 1-6; für Los 2 ist im einem ersten Schritt die Vergabe bis Leistungsphase 4 geplant.
Ingenieurleistungen – Fuß-/Radstege über die Isar.
Los 1 – Steg Luitpoldanlage;
Los 2 – Steg Savoyer Au.
Brücken bzw. Stege sind mehr als nur Bauwerke zur Überwindung von Barrieren. Sie sind zugleich inspirierende Aufenthaltsorte, die Bezüge zur Umgebung aufbauen. Oft ermöglichen sie weite Blicke in die Ferne, gewähren einen Überblick über das benachbarte Areal und lassen die Sicht in die Tiefe unter einem zu. Ebenso können Brücken auf ganz verschiedene Weise Blicke auf sich ziehen – sei es durch große Gesten, als Symbol komplexer Ingenieurbaukunst oder als schmuckvolle, manchmal idyllische Elemente, die mehr im kleinen auf einen Ort wirken.
In jedem räumlichen Zusammenhang kommt dem Blick auf die Brücken folglich eine große Bedeutung zu.
Deshalb ist bei der Planung der Isarstege neben der originären Funktion als Verbindungselement der Einbindung am jeweiligen Ort besonderes Augenmerk zu schenken. Der Steg soll auf dem Genius Loci ebenso reagieren wie ihm neue Prägungen geben. So sind neben den naturschutzrechtlichen und wasserwirtschaftlichen Belangen das unmittelbare Landschaftsbild sowie die Stadttopographie mit dem herausragenden Domberg in unmittelbarer Sichtbeziehung in die planerischen Überlegungen mit aufzunehmen.
Die Materialität der Stegkonstruktion als auch die Bauweise selber, die ausschließlich der Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer sowie für Betriebsfahrzeuge vorbehalten sind, wurden bewusst nicht vorbestimmt, da bei den Planungsüberlegungen ein möglichst breites Spektrum an Lösungsvorschlägen und innovativen Ansätzen hervorgebracht werden soll. Die Schönheit der Stege soll aus der gewählten Konstruktion heraus entwickelt werden, die auch die verbindenden Gestaltungselemente des Stegs (Geländer, Geländeranschlüsse, Auskragungen, Geometrie der Widerlager etc.) bestimmt.
Der Steg zwischen Schwabenau und Luitpoldanlage steht in direktem funktionalem Zusammenhang mit dem Bau des Erlebnisbereichs mit einem neuen Isarseitenzweig. Er ist nicht nur die notwendige Verbindung der Altstadt und der nördlichen Stadtteile mit dem südlichen Isarufer, sondern wird als Teil des neuen Naherholungsbereichs gesehen, da er die notwendigen Infrastruktureinrichtung im Bereich der Luitpoldanlage erschließt. Ihm ist bei der Planung besonderes Augenmerk hinsichtlich eines Erlebniswertes als Ergänzung zu den Naherholungsmöglichkeiten im Erlebnisbereich zu schenken. Bei der Planung dieses Stegs ist daher eine innovative Lösung gefordert, die hinsichtlich der Konstruktion, der Materialität, der Erlebbarkeit der Isar und des Bezugs zum Auwald die Erlebnis- und Erholungsbereiche ergänzt.
Der südwestliche Isarsteg verbessert die Quartiersvernetzung zwischen dem südlichen Lerchenfeld und den Wohnquartieren und Einkaufsmöglichkeiten im Bereich Seilerbrückl/Schlüter sowie die Erreichbarkeit des Bahnhofes, was derzeit nur mit großen Umwegen möglich ist und von der Benutzung des Fahrrads besonders im Berufsverkehr abhält. In der entgegengesetzter Richtung wird auch der Sportpark Savoyer Au mit seinen vielfältigen Einrichtungen und das bestehende Freibad an das westliche Freising angebunden.
Die Bewerber werden im Verhandlungsverfahren aufgefordert, für ihre Projektidee eine prüfbare Planskizze vorzulegen, die die Belange der Wasserwirtschaft, des Naturschutzes und die gestalterischen Anforderungen der Stadt einschließlich angemessener Baukosten erfüllt.
Ziel ist es, ein innovatives Vorzeigeprojekt mit Beispielcharakter für Radweg- und Fußgängerbrücken in Bayern zu entwickeln. Deshalb sind die Art und der Grad der Innovation im Verfahren von den Bewerbern darzustellen und Kriterium für die Auswahl.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-12-14.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-11-06.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2012-11-06
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Auftragsbekanntmachung
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