Leistungen der Technischen Ausrüstung für den Ersatz-Neubau der Forschungseinrichtung Experimentelle Medizin (FEM); Charité Universitätsmedizin Berlin-Campus Berlin Buch,
Für den Ersatz-Neubau Forschungseinrichtung Experimentelle Medizin (FEM) sollen Ingenieurleistungen der technischen Gebäudeausrüstung beauftragt werden. Der Auftrag beinhaltet Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung gemäß Honorarordnung für Architekten- und Ingenieure (HOAI) Teil 4 Abschnitt 2 §§ 51-54 zunächst für die Leistungsphase LP 2 -Vorplanung der Anlagengruppen:
1) Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen,
2) Wärmeversorgungsanlagen,
3) Lufttechnische Anlagen,
4) Starkstromanlagen,
5) Fernmelde- und informationstechnische Anlagen,
6) Förderanlagen
8) Gebäudeautomation
Der KG 400 gemäß DIN 276 vom Dez. 2008 (ausgenommen KG 473 - Medienversorgungsanlagen, KG 474 - Labortechnische Anlagen, KG 612 - Laborausstattung).
Grundlage der weiteren Planung der Baumaßnahme bildet das im Oktober 2011 gebilligte Bedarfsprogramm, das in der 2. Stufe des Verhandlungsverfahrens den Bewerbern zur Einsichtnahme zur Verfügung gestellt wird.
Die Baukostenobergrenze für die TGA ohne Labortechnik beträgt ca. 10,2 Mio. EUR (brutto) und ist zwingend einzuhalten.
Bei der geplanten Baumaßnahme handelt es sich um einen Neubau mit einer Nutzfläche von 3 870 m² und einem Bruttorauminhalt von ca. 29 000 m³. Es soll ein Gebäude mit dem Schwerpunkt Versuchstierzucht mit SPF-Haltung (SpezialPathogenFrei) einschließlich Transgenlabor mit einer Haltung von ca. 40 000 Zuchttieren und einer Nutzfläche von 1 870 m², 1 350 m² Serviceflächen und 280 m² Büroflächen mit Seminarräumen und den erforderlichen technischen Anlagen errichtet werden.
Labore und Messräume innerhalb der Tierhaltung benötigen eine Sicherheitsstufe 2 – konforme Grundausstattung (GenTSV – Gentechnik-Sicherheitsverordnung, Biostoffverordnung).
Baulich und technisch sind modulare Raumsysteme zu entwickeln, die eine wirtschaftliche Raumorganisation durch Gruppierung und Stapelung zulassen. Die Festlegung der erforderlichen Grundraster erfolgt anhand der zentralen Kernräume – der Tierhaltungsräume. Das vorliegende Raumprogramm definiert diesbezüglich Tierhaltungsräume, Isolatorenräume und Standardlabore. In allen Funktionsbereichen sind Labore als Multi-User-Eingriffsräume erforderlich.
Die erforderlichen Tierhaltungskapazitäten umfassen:
A Versuchstierzucht;
B Quarantäne, Ammenzucht, transgene Technologien und Isolatorenhaltung;
C Experimentalhaltung;
D infrastrukturelle Bereiche (Lager, Tierkäfigwäsche, Tiertransport, Archive, Sozialräume);
E Forschungsflächen (Labore, Messräume, Operationsräume).
In Kooperation der Charité mit dem Max-Delbrück-Centrum (MDC) soll weiterhin ein Supportgebäude mit gemeinsamer Nutzung der zentralen Betriebstechnik und eines zentralen Servicezentrums mit Käfigaufbereitung entstehen. Die Planung und die Errichtung des Supportgebäudes werden vom MDC übernommen. Bauliche und technische Vorgaben in Bezug auf den Bedarf des FEM im Supportgebäude sind an das MDC zu übergeben.
Die Planungs- und Ausführungsgrenze bildet die Gebäudekante.
Im Supportgebäude werden betriebstechnische Anlagen wie Wärmeerzeugung, Kältetechnik, Elektro-hauptverteilung, Ersatzstromaggregate, Aufbereitung von Dampf, Druck und Gase, Infrastruktur wie Käfigwaschanlage, Aufbereitung und Lagerung, Personalräume und Umkleiden vorgesehen.
Die Herstellungskosten des Supportgebäudes sind im Gesamtbudget darzustellen, sind aber keine anrechenbaren Kosten.
Folgende Schwerpunktaufgaben sind in der Baumaßnahme vorgesehen:
— Planung der Wasserversorgung,
— Planung der Wärmeversorgungsanlagen und Dampferzeugungsanlagen,
— Konzeption und Planung von Anlagen zur regenerativen Energie- bzw. Wärmeversorgung,
— Planung der Raumlufttechnik (Tierhaltung vollklimatisiert, Versorgungssicherheit aller Tierbereiche.
Muss jederzeit sichergestellt sein).
— Planung der Kältetechnik (thermokonstante Labore),
— Planung der Gebäudeautomation inkl. Integrationsplanung.
Die einzelnen technischen Funktionalitäten aus den Gewerken der TGA (KG 400 gemäß DIN 276).
Sind in ein Gesamtkonzept aufzunehmen, es ist das Schnittstellenmanagement zwischen den Fachplanern der KG 400 gemäß DIN 276 und dem Objektplaner zu übernehmen.
Die Maßnahme ist in einem engen Zeitfenster für Planung und Bauausführung in einem Bauabschnitt durchzuführen. Der Auftraggeber beabsichtigt die Anwendung des Lean Construction Managements und setzt bei dem Planungsteam die Bereitschaft zur diesbezüglichen Kooperation voraus.
Der Auftraggeber betreibt eine internetbasierte Projektplattform zum Austausch der Daten und Dokumente, die von allen Projektbeteiligten zu nutzen ist.
Grundlage der Beauftragung ist das gültige Vertragsmuster der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt für Leistungen bei der Technischen Ausrüstung einschließlich den AVB und die Be-schaffenheitsvereinbarung, abrufbar unter
www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben.
Der Auftraggeber beabsichtigt die separate Vergabe von Leistungen der Technischen Ausrüstung der KG 473 – Medienversorgungsanlagen und 474 - labortechnische Anlagen einschließlich KG 612 - Laborausstattung gemäß DIN 276.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-09-04.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-08-01.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2012-08-01
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Auftragsbekanntmachung
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2013-03-18
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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