Leistungen der Tragwerksplanung, Historisches Besucherzentrum - Archäologisches Haus am Petriplatz in Berlin

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Abteilung V Hochbau

Für den Neubau des Historischen Besucherzentums am Petriplatz sollen Leistungen der Tragwerksplanung vergeben werden: Leistungen gemäß Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) Teil 4 Fachplanung Abschnitt 1 Tragwerksplanung §§ 48/49 zunächst die Leistungsphase 1 - Grundlagenermittlung und die Leistungsphase 2 – Vorplanung. Die weitere Beauftragung erfolgt optional wie unter II.2.2 aufgeführt, d.h. es ist eine stufenweise Beauftragung einzelner oder mehrerer Leistungsphasen (LP) vorgesehen für die Leistungen der Tragwerksplanung entsprechend den Leistungsbildernder Teil 4 Abschnitt 1 § 49 (1) HOAI und Anlage 2.10 und 13.
Das auf dem Petriplatz geplante Historische Besucherzentrum befindet sich im Innenstadtbereich Berlins, im ehemaligen Siedlungsbereich der Teilstadt Cölln.
Das Besucherzentrum soll mit bis zu sieben Geschossen und einer Nutzfläche von ca. 2 600 m² an der Stelle der alten Lateinschule neu errichtet werden.
Das Grundstück liegt im Geltungsbereich des gültigen Bebauungsplanes I - 218. Es umfasst den nördlichen Teil des Baufeldes MK3 zwischen neuer Gertraudenstraße und Petriplatz.
Das Baufeld wird begrenzt durch die Gertraudenstraße im Süden und der Scharrenstraße im Norden, sowie der Kleinen Gertraudenstraße im Westen und dem Baufeld im Osten für das interreligiöse Bet- und Lehrhaus und befindet sich in zentraler Innenstadtlage im Bezirk Mitte.
Im Historischen Besucherzentrum sollen im Untergeschoss die Mauerreste der mittelalterlichen Lateinschule präsentiert werden. In den Obergeschossen soll eine „gläserne Werkstatt“ untergebracht werden, die Besuchern Funde und Artefakte dieses Ortes aber auch anderer historisch bedeutsamer Orte aus dem Innenstadtbereich (Molkenmarkt, Klosterviertel,...) zugänglich macht.
Die Leistungen der Tragwerksplanungen umfassen auch den Bereich des angrenzenden Freiraums der Baumaßnahme, soweit diese mit statisch – konstruktiven Maßnahmen umgesetzt werden sollen.
Das neu zu errichtende Besucherzentrum mit Schauwerkstätten wird auf schwierigen Bodenverhältnissen gegründet.
Eine Vorerkundung zu den Baugrund- und Gründungsverhältnissen liegt vor.
Der Neubau soll unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange über dem historisch bedeutsamen Grabungsfeld mit den Fundamenten der ehemaligen Lateinschule errichtet werden. Vorgesehen ist eine Gründung über Bohrpfähle. Bei einer Mindesteinbindetiefe von 3 m in den tragfähigen Baugrund ergeben sich nach Aussage der Gutachter Mindestlängen der Pfähle von ca. 12 m. Für eine exakte Ausweisung sind weitere Untersuchungen erforderlich. Grundwasserabsenkungen werden voraussichtlich erforderlich sein.
Die Entwicklung des Tragwerkes der Gründung als auch des gesamten Gebäudes ist entwurfsabhängig und kann aufgrund des noch laufenden Wettbewerbes nicht näher beschrieben werden.
Gegenwärtig wird ein Nichtoffener Wettbewerb für Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit Landschaftsarchitekten durchgeführt.
Weitere Angaben zum Umfeld und zum Architekturwettbewerb sind unter: www.stadtentwicklung.berlin.de/ und www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe/ausschreibungen/petriplatz/ zu finden.
Die im Bedarfsprogramm bestätigten Gesamtbaukosten (KG 200-700) für die Maßnahme in Höhe von 15 000 000 EUR (brutto) davon: für das Besucherzentrum ca. 12 700 000 EUR (brutto) und für die Außenanlagen des Petriplatzes ca. 2 300 000 EUR (brutto) sind einzuhalten.
Grundlage der Beauftragung ist das gültige Vertragsmuster der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt für Leistungen bei der Tragwerksplanung einschließlich AVB und Beschaffenheitsvereinbarung, abrufbar unter www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben.
Neben dem Projektsteuerer werden zu den weiteren Planungsbeteiligten u.a. Architekten, Ingenieure der TA, ggf. Sonderfachleute wie Sicherheitskoordinatoren, Brandschutzgutachter, Ausstellungsgestaltung, Lichtplanung für die Ausstellungsgestaltung, Archäologische Begleitung - Restaurator nach Bedarf tätig sein. Der Auftraggeber betreibt eine internetbasierte Projektplattform zum Austausch von Daten und Dokumenten.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-01-08. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-11-28.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2012-11-28 Auftragsbekanntmachung
2013-07-10 Bekanntmachung über vergebene Aufträge