Leistungen für Projektmanagement gem. Schriftenreihe AHO 2009, Heft Nr. 9 für die Neuordnung der östlichen Domumgebung, Umbau der Domplattform und des Dionysoshofs/Baptisteriums in Köln
Der Auftrag umfasst Leistungen für Projektmanagement gem. Schriftenreihe AHO 2009, Heft Nr. 9. Die Stadt Köln erhält Zuwendungen im Rahmen des "Investitionsprogramms nationaler Welterbestätten 2010-2014" für die Neuordnung der östlichen Domumgebung, Umbau der Domplattform und des Dionysoshofs/Baptisteriums in Köln. Ein wesentliches Ziel des Projektes ist es, den mit dem Bau der Domplatte in den 1970ger Jahren verloren gegangenen Domhügel zur Rheinseite wieder erlebbar zu machen und das Baptisterium auf Stadtebene in einen öffentlichen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität zu integrieren. Um das zu erreichen, ist als Ergebnis eines von der Stadt Köln durchgeführten Workshopverfahrens ein Projekt definiert worden, dass durch verschiedene bauliche Eingriffe in den bestehenden Stadtraum die Situation grundlegend verändern soll.
Nach den erfolgten Rückbauarbeiten im Zusammenhang mit der neuen Domtreppe erfährt die Stadtebene nun durch den Rückbau der Domplattform/Tunneldecke auch in diesem Bereich eine deutliche Öffnung. Sie wird somit zu einer attraktiven Aufenthaltsfläche. Auch der Rückbau des Fußgängersteges am Gleis 1 des Hauptbahnhofes wird zu einem großzügigen, natürlich belichteten öffentlichen Raum auf Stadtebene beitragen.
Die Reduzierung der Kfz-Verkehrsflächen "Am Domhof" ermöglicht breite und attraktive Fuß- und Radwegebereiche auf Seiten des Doms sowie des Museums Ludwig/Philharmonie. Die Treppenanlage östlich des Doms wird durch eine bogenförmig verlaufende Rampentreppe ersetzt, die den Domhügel zum Rhein hin staffelt. Sie führt direkt zum Baptisterium. Auf der östlichen Seite des Domhofes, gegenüber dem Baptisterium, verbindet eine neue attraktive Treppenanlage entlang des Sockels des Werkstattgebäudes/Museum Ludwig die Stadtebene mit dem Museum Ludwig.
Im Zuge des Neubaus der Treppenanlage am Domhügel entstehen Räumlichkeiten um das Baptisterium herum, die künftig überwiegend als Ausstellungsflächen genutzt werden sollen. Durch große Glasfronten erfolgt eine Orientierung der Ausstellung in den Straßenraum. Publikumsverkehr in den Räumlichkeiten ist nicht vorgesehen. Übergeben wird hier an den künftigen Nutzer ein reduzierter Ausbaustandard. Ähnliches gilt für weitere Räumlichkeiten im Gebäudebestand am südlichen Tunnelende. Hier entstehen Ausstellungsflächen, die durch das Römisch-Germanische-Museum genutzt werden sollen.
Entlang der östlichen Tunnelseite ist als vorgesetzte Fassade am Ludwig-Museum eine sogenannte „Medienwand“ geplant. Da es sich um den Umbau- und Neubau im baulichen Bestand und im Bereich zweier herausragender Baudenkmäler, des Kölner Doms und des Baptisteriums handelt, erfordern Planung und Bau bei hohen architektonischen Ansprüchen eine herausragende, technisch und organisatorische anspruchsvolle Gesamtbearbeitung. Zudem liegt das Projekt in einer verkehrlich intensiv genutzten innerstädtischen Lage. Die Umsetzung erfolgt grundsätzlich unter Aufrechterhaltung der Verkehrsbeziehungen. Die Finanzierung und der Realisierungszeitraum der Maßnahme sind an die Vorgaben des Förderprogramms gebunden und setzen eine zügige Projektabwicklung voraus.
Bei dem Projekt überschneiden sich Maßnahmen verschiedener Fachdisziplinen. Entsprechend der Leistungsbilder der HOAI sind somit Gebäude und raumbildende Ausbauten, Ingenieurbauwerke, Freianlagen, Tragwerksplanung und Technische Ausrüstung betroffen.
Die geschätzten Kosten des Gesamtprojektes betragen circa 19 500 000 EUR brutto, davon sind 5 000 000 EUR Fördermittel. Die brandschutztechnische Sanierung des Tunnels und die Umgestaltung des Kurt-Hackenberg-Platzes sind nicht Bestandteil der Maßnahme, werden jedoch in Abstimmung parallel umzusetzen sein.
Zur Unterstützung der Gesamtprojektleitung bei der Projektabwicklung beabsichtigt die Stadt Köln das Projektmanagement dieser komplexen Baumaßnahme extern zu vergeben. Es handelt sich hierbei um eine Maßnahme von besonderem Öffentlichkeitsinteresse mit Schwerpunkt auf einer strukturierten und umfassenden Projektkommunikation. Es ist vorgesehen, die Handlungsbereiche A-E des Leistungsbildes Projektsteuerung nach § 205 (1) AHO anteilig und stufenweise die Projektstufen 2-5 nach § 205 (2) AHO zu beauftragen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-02-09.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-01-03.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2012-01-03
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Auftragsbekanntmachung
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2012-07-25
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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