Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und Probebetrieb einer Lackieranlage für Schienenfahrzeuge und einer Kleinteilfarbanlage für Komponenten für das Werk Dessau, DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH

DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH, Werk Dessau, vertreten durch die Deutsche Bahn AG, Vorstandsressort Technik, Systemverbund und D

Projekt 1: Im Werk Dessau wird die schwere Instandhaltung an Schienenfahrzeugen durchgeführt. Hierfür ist der Neubau einer Lackieranlage für Schienenfahrzeuge in der Lokhalle 1 im Bereich des Hallengleises 10 erforderlich. Es sollen außer Fahrzeugkästen auch Fahrzeugkomponenten lackiert werden. Errichtet wird auf Gleis 10 in voller Länge des Hallenschiffes VI und VII eine neue Farbspritzhalle mit einer Gesamtlänge von ca. 36 m. Die Abmessungen sollen 6 m in der Breite und 7 m in der Höhe betragen. Die lufttechnische Trennung soll in mindestens 3 Sektionen erfolgen. Die beiden südlich zur Schiebebühne gelegenen ca. 26 m langen Sektionen sind als Farbspritzraum für Fahrzeuge auszuführen. In diesem Farbspritzraum wird ein 1 050 mm breiter Arbeitskanal, mit einer Arbeitsebene von 1 590 mm unter SOK, eingebaut. Der 26m lange Farbspritzraum ist durch ein spezielles Tor in zwei 13m lange Farbspritzräume trennbar zu gestalten. Durch ein weiteres spezielles schließbares Tor getrennt, schließt sich nördlich ein 10 m langer Farbspritzraum, der für die Beschichtung von Großkomponenten geplant ist, an. Dieser Teil ist auf Grund der örtlichen Gegebenheiten in seiner Bauhöhe niedriger als die vorangegangenen 26 m. Dieser Teil der Anlage muss seitlich durch ein Tor mit Flurförderfahrzeugen befahrbar sein.
Die Zufahrt in die Anlage soll über Tore mit Sichtfenster erfolgen. Die Ausstattung mit entsprechender Sicherungstechnik zum Schutz und zur Warnung der Mitarbeiter ist vorzusehen. Die Luftführung sowie die Platzierung der Technik ist den örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Die Lackieranlage ist mit zwei verfahrbaren Arbeitsbühnen auszustatten. Die Arbeitsbühnen sind nach Stand der Technik auszulegen und anzubringen. Der Verfahrweg geht über die gesamte Anlagenlänge.
Die Bühnen sind an der Wand beidseitig, längs- und höhenverfahrbar, ausgeführt. Weiterhin sind sie zur Bearbeitung von Fahrzeugstirnseiten schwenkbar zu gestalten.
Alle Räume sind für wärmeforcierte Trocknung bis ca. 80 °C auszulegen. Die Trocknung muss im Frischluft- und im Umluftbetrieb möglich sein. Die Heizanlage ist mit Wärmerückgewinnung auszustatten. Die Zuluft sollte von der Decke großflächig über Filter zugeführt werden. Die Abluftabsaugungen sollen sektionsweise beidseitig neben dem Gleis nach unten wirkend eingebaut werden. Zusätzlich ist im Kanal abzusaugen, wobei eine flach bauende Bauweise realisiert werden soll. Zu- und Abluftaggregate sind auf der dafür vorgesehenen Fläche Richtung neue Strahlanlage seitlich einzubauen, wobei der Wartungsgang und die Lärmemmission von max.75 dB(A) (GUV-V B3; § 3 Abs. 1) zu beachten sind.
Das Vorhaben beinhaltet, einschließlich der am Einsatzort erforderlichen Bauleistungen, die Fertigung, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und den Probebetrieb der kompletten Lackieranlage für Schienenfahrzeuge in der Lokhalle 1 des Werkes Dessau. Die Ausführungsplanung (einschließlich der Fundamentierungen und Gleisanlagen) sowie die Erarbeitung der Genehmigungsunterlagen (Unterlagen für EBA, Brand- und Explosionsgutachten) gehören zum Liefer- und Leistungsumfang des Auftragnehmers. Die geltenden Vorschriften zur Einhaltung von Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz sind umzusetzen.
Die Anlage ist unter Beachtung der anerkannten Regeln der Technik und unter Einhaltung der gesetzlich zutreffenden Vorschriften zu errichten. Sie muss dem neuesten Stand der Technik entsprechen.
Das Vorhaben schließt mit der Realisierung der Endabnahme zum 23.1.2014 nach vorangegangener Fertigung, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme, Einweisung von Bedien- und Wartungspersonal und Probebetrieb ab.
Projekt 2: Im Werk Dessau ist der Neubau einer Kleinteilfarbgebung in der Lokhalle 1 im Bereich östlich der Farbanlage erforderlich. Es sollen Fahrzeugkomponenten lackiert werden.
Bei der Neuaufstellung von Einbauten (Kabinen), Maschinen und Ausrüstungen soll es vermieden werden, dass wesentliche Tiefbauten im Bodenbereich erforderlich werden. Diese sollten sich auf Medienleitungen beschränken, deren Verlauf in der Ausführungsplanung festgelegt und im Rahmen der Bodensanierung realisiert werden.
Entlang der östlichen Außenwand sollen 2 Kabinen, verbunden durch eine Verbindungsschleuse eingebaut werden.
Folgende Räume sollen dabei errichtet werden:
— Farbspritzkabine mit den Innenmaßen 6 000 mm x 5 000 mm x 3 500 mm (l x b x h).
(Option: Auslegung als Spritz/Trockenkabine mit wärmeforcierte Trocknung bis 80°C).
— Trockenkabine mit den Innenmaßen 6 000 mm x 5 000 mm x 3 500 mm (l x b x h),
— Verbindungsschleuse mit gleichem Querschnitt zwischen diesen beiden Kabinen, 2 500 mm lang mit Ausgangstür zur Halle.
In die Bereiche soll eine Hängeförderbahn integriert werden. Welche im Bereich der Spritzkabine einschienig, mit einer Gehänge Drehvorrichtung versehen ist, verläuft und sich im Bereich der Trockenkabine zweischienig aufteilt. Die Rückführung sollte platzsparend gestaltet werden.
Die Ausstattung mit entsprechender Sicherungstechnik zum Schutz und zur Warnung der Mitarbeiter ist vorzusehen. Die Luftführung sowie die Platzierung der Technik ist den örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Die Trocknung muss im Frischluft- und im Umluftbetrieb möglich sein. Die Heizanlage ist mit Wärmerückgewinnung auszustatten. Die Zuluft sollte von der Decke großflächig über Filter zugeführt werden. Die Abluftabsaugungen sollen seitlich in der Spritzkabine installiert sein.
Die Lärmemmission von max. 75 dB(A) (GUV-V B3; § 3 Abs. 1) zu beachten sind.
Weiterhin ist ein Vor – und Nachbereitungsbereich vorzusehen, sowie eine Kleinteilstrahlanlage.
Das Vorhaben beinhaltet, einschließlich aller am Einsatzort erforderlichen Bauleistungen, die Fertigung, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und den Probebetrieb der kompletten Lackieranlage für Komponenten in der Lokhalle 1 des Werkes Dessau. Die Ausführungsplanung (einschließlich der Fundamentierungen) sowie die Erarbeitung der Genehmigungsunterlagen (Unterlagen für EBA, Brand- und Explosionsgutachten) gehören zum Liefer- und Leistungsumfang des Auftragnehmers. Die geltenden Vorschriften zur Einhaltung von Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz sind umzusetzen.
Die Anlage ist unter Beachtung der anerkannten Regeln der Technik und unter Einhaltung der gesetzlich zutreffenden Vorschriften zu errichten. Sie muss dem neuesten Stand der Technik entsprechen.
Das Vorhaben schließt mit der Realisierung der Endabnahme zum 4.7.2014 nach vorangegangener Fertigung, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme, Einweisung von Bedien- und Wartungspersonal und Probebetrieb ab.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-07-02. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-05-25.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2012-05-25 Auftragsbekanntmachung
2013-03-06 Bekanntmachung über vergebene Aufträge