Neubeschaffung von 4 Stück mechanisierten Vollwellenprüfständen für die DB Fahrzeuginstandsetzung GmbH (Herstellung, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und Abnahme)

DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH, Weilburger Straße 22, 60326 Frankfurt vertreten durch die Deutsche Bahn AG, Vorstandressort Tech

Die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH führt im Rahmen der Instandhaltung von Radsätzen in ihren Werken zerstörungsfreie Prüfungen an Radsatzvollwellen (gefügter Radsatz mit Vollwelle) von Schienenfahrzeugen, im ausgebauten Zustand, durch.
Im Rahmen dieses Ausschreibungsverfahrens sollen die Prüfsysteme zur zerstörungsfreien Prüfung von Lauf-Radsatzvollwellen (gefügter Radsatz mit Vollwelle) in den Werken der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH komplett erneuert werden. Die Neubeschaffung soll mit dem ersten Prüfstand im Jahre 2013 beginnen.
Grundsätzlich sollen die Prüfsysteme modular ausgeführt sein. Es muss jederzeit eine Anpassung an neue Prüfanforderungen auf Grund der modularen Bauweise möglich sein. Als Prüfsystem ist bevorzugt die Phased Array Technik (Gruppenstrahlertechnik) einzusetzen. Die Prüfung erfolgt von der Wellenoberfläche für den Nachweis von Querfehlern. Die Oberfläche der zu prüfenden Radsatzvollwelle kann gedreht, geschliffen, gestrahlt, lackiert, bzw. in den Sitzbereichen mit Molybdän beschichtet sein. Radsätze mit erhöhten Farbschichtdicken (z.B. größer 500 μm) sind gesondert zu betrachten. Die zu prüfende Radsatzwelle hat eine Eigentemperatur im Bereich von ca. 5 - 50 °C.
Das Radprofil der Räder an den zu prüfenden Radsätzen kann in unbearbeiteten Zustand (betriebsbedingte Abnutzungen) oder in neu profilierten Zustand (mit Reprofilierung) vorliegen. Die Radsatzwellen (gefügter Radsatz mit Vollwelle) können folgende Ausführungsformen aufweisen: - ohne Bremsscheiben, - mit 2 - 3 Wellenbremsscheiben, - mit aufgepressten Innen- und Dichtringen.
Die maximale Länge des zu prüfenden Radsatzes mit Radsatzlager beträgt 2 450 mm. Die maximale Radsatzmasse beträgt 2 500 kg. Der Radssatzdurchmesser liegt voraussichtlich zwischen 580 mm und 1 050 mm.
Mit den zu liefernden Prüfsystemen ist eine Nachweisempfindlichkeit von linearen Querfehlern ab Tiefe = 2 mm (Sekantenschnitt) und Länge 20 mm an der äußeren Wellenoberfläche mit einem Signal-Rauschabstand von mindestens 9 dB (Testfehlernachweis von 6 dB über der Zulässigkeitsschwelle) zu gewährleisten.
An Radsatzwellen ohne Bremsscheiben ist im Schaftbereich eine Nachweisempfindlichkeit von linearen Querfehlern ab Tiefe = 2 mm (Sekantenschnitt) an der äußeren Wellenoberfläche mit einem Signal-Rauschabstand von mindestens 12 dB (Testfehlernachweis von 9 dB über der Zulässigkeitsschwelle) zu gewährleisten.
Die erreichte Prüfempfindlichkeit ist vom Auftragnehmer an Test- und Produktionsradsätzen, die durch den Auftraggeber bereitgestellt werden, nachzuweisen.
Die Taktzeit umfasst den Zeitraum vom Einrollen des Radsatzes über das Auswerfen des Radsatzes bis zur erneuten Bereitschaft zum Einrollen eines weiteren Radsatzes. Sie darf bei befundfreier Prüfung nicht mehr als 6 Minuten betragen. Bei Radsatzwellen ohne Bremsscheiben darf die Taktzeit nicht mehr als 3,8 Minuten betragen.
Der Auftragnehmer hat eine Akkreditierung für die mechanisierte Ultraschallprüfung an metallischen Werkstoffen nach DIN EN ISO / IEC 17025 nachzuweisen.
Bei der Auswahl des einzusetzenden Prüfsystems sind neueste Entwicklungen der Gruppenstahlprüftechnologien mit zu berücksichtigen und anzubieten.
Für die Rekonstruktion der Prüfdaten sind weiterentwickelte Technologieverfahren z.B. der Rauschunterdrückung, Mittelwert- und Differenzbildung, Filterung, analytische Modelle oder der 3D-Darstellung einzubeziehen.
Konstruktion als gekrümmtes Schwingerelement mit Möglichkeiten zur optimalen Anpassung an den Durchmesser des Wellenschaftes (Durchmesser ergibt sich primär aus Wellenschaft 160 mm bis 175 mm).
Die Prüfstände für Paderborn und Wittenberge werden unmittelbar nach Abschluss des Rahmenvertrages abgerufen (beauftragt) und die Prüfstände für Eberswalde und Neumünster vsl. 12 Monate nach Abschluss des Rahmenvertrages.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-10-02. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-08-31.

Wer?

Wie?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2012-08-31 Auftragsbekanntmachung
2013-07-04 Bekanntmachung über vergebene Aufträge