Neuerrichtung der staatlichen Realschule Mainburg mit Sporthalle - TWP

Landratsamt Kelheim vertreten durch Herrn Landrat Dr. Faltermeier

Der Landkreis Kelheim beabsichtigt - in enger Abstimmung mit dem Schulverband u. der Stadt Mainburg - auf dem topographisch anspruchsvollen und beengten Schulgelände der bestehenden Mittelschule (Schulverband/Stadt Mainburg) und des Gabelsberger Gymnasiums (Lkr. Kelheim) die Neuerrichtung einer zweizügigen Staatlichen Realschule (im Kooperationsmodell mit der Mittelschule ca. 350 Schüler) inkl. einer 3-fach Sporthalle (mit Tribüne für ca. 350 Personen). Es sollen u.a. auch städtebauliche Belange berücksichtigt werden, um den für die Region einmaligen Schulcampus nachhaltig und innovativ zu gestalten. Ein erstes Raumprogramm (ca. 2 400 m² Hauptnutzfläche) u. eine Konzeptstudie für das Neubauprojekt liegt bereits vor (Objektplanung: Grundlagenermittlung – Lph 1).
Die Baumaßnahme ist während dem Schulbetrieb des Gymnasiums und der Mittelschule durchzuführen und auf Synergieen mit der Mittelschule abzustimmen. Das Realschulgebäude soll eng an die Mittelschule konzipiert werden (Verbindungsgang zwischen dem Neubau der Realschule und der Mittelschule). Bestehende schulische Einrichtungen sollen für die Realschule entsprechend dem Raumprogramm zur Verfügung gestellt werden. Es soll ein innovatives, energetisch hochwertiges und pädagogisch konzipiertes Schulbaupilotprojekt (pädagogische Architektur) inkl. einer Erweiterungsfähigkeit geplant werden. Es soll dabei auch ein energetisches Gesamtkonzept (insbesondere bzgl. der Heizung) für den gesamten Schulkomplex berücksichtigt werden. Die bestehenden Schulgebäude werden derzeit mit Gasbrennwertkesseln beheizt.
Die Parkplatzsituation und die Situierung der Bushaltestellen sind bei der Planung mit zu beachten und auf die städtebauliche Entwicklung/Vorgaben der Stadt Mainburg (evtl. neuer B-Plan, evtl. rückwärtige Erschließung) abzustimmen.
Der Schulverband Mainburg will - zeitgleich bzw. aufbauend auf die Baumaßnahmen an der neuen Realschule - die Mittelschule und die eigene Dreifachsporthalle sanieren.
Die jeweiligen Planungen müssen in zweckmäßiger Weise aufeinander abgestimmt werden (Synergien, Baustellenbetrieb etc.).
Mögliche Fördermöglichkeiten sollen bereits in der Planung berücksichtigt werden, indem die Anforderungen der entsprechenden Förderanträgen bereits in die Planungsleistungen einfließen. Hierbei sollen insbesondere die Förderungen des Freistaat Bayerns (FAG - bayerische Schulbauförderung) und der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU - Pilotprojektförderung) in Anspruch genommen werden.
Um entsprechend weitere Grundlagen und Konzepte zu erarbeiten und insbesondere weitere Fördermöglichkeiten zu erschließen, wurde vorab ein Architekturbüro mit einer Konzeptstudie beauftragt.
Diese Studie deckt die Leistungen der LP1 ab.
Es wird ggf. eine Anpassung der Bauleitplanung notwendig sein.
Die Planung und spätere Ausführung hat nach allen gültigen Vorschriften für öffentl. Bauten zu erfolgen.
Insbesondere sind der vorbeugende Brandschutz mit Brandschutzkonzept (mit Flucht- u. Rettungswegen), GUV - Vorschriften Gewerbeaufsicht, Barrierefreiheit und die Unterschreitung der EnEV 2009 um 30 % (Einhaltung der künftigen EnEV 2012) zu beachten und umzusetzen.
Klimaschutzziele:
Der Landkreis hat verbindliche u. anspruchsvolle Klimaschutzziele bei der Errichtung u. beim Unterhalt seiner Liegenschaften umzusetzen u. einzuhalten. Die Details der Klimaschutzziele werden aktuell fortgeschrieben (u.a. erneuerbare Energien) und sind bei der Planung der Realschule u. Sporthalle als Mindeststandard zu beachten.
Die zukünftigen Anforderungen der EnEV 2012 sollten Grundlage sein.
Bei der Planung ist – soweit wirtschaftlich vertretbar – ein ganzheitlicher energetischer und ökologischer Ansatz zu Grunde zu legen, ebenso eine hohe Energieeffizienz. Zudem sind die Umweltrichtlinien Öffentliches Auftragswesen (öAUmwR) und weitere gesetzlich normierte Möglichkeiten der sozialen, umweltbezogenen u. innovativen Umsetzung von Baumaßnahmen bereits bei der Planung u. der Vergabe von Aufträgen zu beachten (soweit wirtschaftl. vertretbar).
Der Landkreis Kelheim arbeitet mit CAD – Programm Nemetschek mit jeweiliger aktueller Version. Die Pläne sind nach Bearbeitung, in Papierform und digital (dxf, dwg, pdf) zu dem Auftraggeber übergeben bzw. zu überlassen. Es ist angedacht dem planenden und bauüberwachenden Arch.-Büro die Aufgaben des SiGeko.
(Sicherheits- u. Gesundheitsschutzkoordinator) zu übertragen.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-03-12. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-02-10.

Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2012-02-10 Auftragsbekanntmachung
2012-02-28 Ergänzende Angaben