Die Landeshauptstadt Düsseldorf, vertreten durch das Amt für Verkehrsmanagement, realisiert derzeit einen ca. 3,6 km langen quer durch die Düsseldorfer Innenstadt verlaufenden Stadtbahntunnel vom S-Bahnhof Bilk bis zum S-Bahnhof Wehrhahn, welcher als Ersatz für die derzeit oberirdisch verlaufenden Straßenbahnlinien dienen soll (im Nachfolgenden kurz: Wehrhahn-Linie). Neben den beiden oberirdischen Start- und Endpunkten in Bilk und am Wehrhahn umfasst die Strecke dazwischen insgesamt 6 unterirdische U-Bahnhöfe (im Nachfolgenden kurz: U-Bf.). Die Strecke umfasst folgende Haltestellen und U-Bahnhöfe: Haltestelle Bilk, U-Bf. Kirchplatz, U-Bf. Graf-Adolf-Platz, U-Bf. Benrather Straße, U-Bf. Heinrich-Heine-Allee, U-Bf. Schadowstraße, U-Bf. Jacobistraße/ Pempelforter Straße und Haltestelle Wehrhahn. Eine Besonderheit in der Streckenführung besteht im Bereich des U-Bf. Heinrich-Heine-Allee. Hier wird die Strecke unterhalb eines Geschäftshauses und des bereits bestehenden U-Bf. Heinrich-Heine-Allee geführt.
Der Rohbau und der erweiterte Rohbau der Wehrhahn-Linie inkl. der U-Bahnhöfe werden derzeit sukzessive fertig gestellt. Hierbei werden die Tunnelstrecke im Schildvortrieb und die U-Bahnhöfe im Sinne der „Stadtverträglichkeit“ in Deckelbauweise ausgeführt. Nach Fertigstellung der Rohbauarbeiten soll mit dem architektonischen und technischen Ausbau begonnen werden. Zur Überwachung und Koordinierung der Ausführungsleistungen des architektonischen und technischen Ausbaus sollen im Rahmen dieses Vergabeverfahrens die Objektüberwachung und Baustellenkoordination vergeben werden. Mit dem architektonischen Ausbau sind im Wesentlichen die Ausbaugewerke wie z.B. Boden-, Wand- und Deckenbeläge und Metallbauarbeiten im Bereich der Haltestellen und U-Bahnhöfe gemeint. Der technische Ausbau umfasst zum einen die bahnhofsbezogene Technische Ausrüstung sowie Lufttechnische Anlagen und Klimatechnik und zum anderen den Gleisbau, die Fördertechnik und die Betriebstechnik wie z.B. Stark- und Schwachstromanlagen, Zugsicherungsanlagen, Bahnstromanlagen, Fahrleitungsanlagen etc. Da die Landeshauptstadt Düsseldorf auf die Gestaltung der U-Bahnhöfe besonderen Wert legt, wurde für den Ausbau ein planerisches Konzept "Architektur und Kunst für die Wehrhahn-Linie" im Rahmen eines internationalen Wettbewerbes ermittelt. Dieses Konzept, welches durch Architekten und Künstler gemeinsam erarbeitet wurde, beinhaltet für jeden U-Bahnhof eine individuelle, hochwertige und künstlerisch gestaltete Ausbauplanung. Eine weitere Besonderheit besteht bei dem Projekt Wehrhahn-Linie darin, dass die Baumaßnahmen aufgrund der innerstädtischen Lage so „stadtverträglich“ wie möglich durchzuführen sind. Das heißt, dass die Bürgerinnen und Bürger, der Individualverkehr sowie der unmittelbar angrenzende städtische Gebäude- und Freianlagenbestand so wenig wie möglich von den Baumaßnahmen und den damit zusammenhängenden Logistikprozessen beeinträchtigt werden sollen. Aus diesem Grund wurde ein Logistikkonzept erstellt, welches alle baustellenlogistischen Belange wie z.B. Baustelleneinrichtung, Containervorhaltung, Materialanlieferung und -lagerung, Gerüstarbeiten, Zugangskontrolle etc. umfassend und eindeutig regelt. Für die Umsetzung dieses Logistikkonzeptes auf der Baustelle wird derzeit ein Unternehmen (AN-Logistik) im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung eingeschaltet. Die Leistungsphasen 5, 6 und 7 HOAI wurden für den architektonischen und technischen Ausbau bereits beauftragt und befinden sich in der Bearbeitung. Derzeit laufen die ersten Vergabeverfahren zur Einschaltung der ausführenden Unternehmen. Neben den Planungsbüros, welche mit den Leistungsphasen 5 bis 7 HOAI befasst sind wurde durch den Auftraggeber eine Bauoberleitung eingerichtet, welche sowohl für den Rohbau als auch für den architektonischen und technischen Ausbau zuständig ist. Die Objektüberwachung für den Gleisbau, die Fördertechnik und die Betriebstechnik (inkl. der gesamten Technischen Ausrüstung mit Ausnahme der Lüftungstechnischen Anlagen und der Klimatechnik) erfolgt durch den Betreiber der Stadtbahn, die Rheinbahn AG, selbst. Gegenstand dieser Ausschreibung sind somit A) die Objektüberwachung und Baustellenkoordination für die architektonischen Ausbaugewerke, die bahnhofsbezogene Technische Ausrüstung sowie Lufttechnische Anlagen und Klimatechnik und die AN-Logistik, B) die integrale Gesamtterminkoordination sämtlicher Firmen und Bauabläufe (inkl. der Firmen und Bauabläufe für Gleisbau, Fördertechnik und Betriebstechnik) und C) übergeordnete Prüfungs- und Controllingaufgaben wie z.B. Kosten- und Termincontrolling, Nachtragsmanagement, Berichtswesen etc. Weitere allgemeine Informationen zum Projekt können der Internetseite www.duesseldorf.de/wehrhahnlinie sowie der Projekt-CD entnommen werden, welche den Bewerbern mit den Unterlagen zum Teilnahmeantrag gem. Ziffer VI.3) 2.) zur Verfügung gestellt werden. Die Projekt-CD dient nur zur Übersicht über die geplante Maßnahme, damit die Bewerber eine Vorstellung von der Bauaufgabe bekommen. Die Pläne beinhalten keine speziellen Angaben zur Ausschreibung „Objektüberwachung und Baustellenkoordination“. Die Darstellungen auf der Projekt-CD beinhalten folgende Unterlagen aus dem Planfeststellungsantrag vom Sept. 2004:
1. Erläuterungsbericht;
2. Übersichtsnetzplan;
3. Übersichtslageplan;
4. Lagepläne;
4.1 Fahrebene;
4.2 Verteilerebene;
4.3 Oberfläche;
5. Längsschnitte;
6. Querschnitte;
7. Regelquerschnitte;
8. Bahnhofspläne.
Die Textdokumente sind im pdf-Format und die Pläne im plt-Format beigefügt.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-03-05.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-02-03.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Auftragsbekanntmachung (2012-02-03) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
Menge oder Umfang:
“Gegenstand dieser Ausschreibung sind A) die Objektüberwachung und Baustellenkoordination für die architektonischen Ausbaugewerke, die bahnhofsbezogene...”
Menge oder Umfang
Gegenstand dieser Ausschreibung sind A) die Objektüberwachung und Baustellenkoordination für die architektonischen Ausbaugewerke, die bahnhofsbezogene Technische Ausrüstung sowie Lufttechnische Anlagen und Klimatechnik und die AN-Logistik, B) die integrale Gesamtterminkoordination sämtlicher Firmen und Bauabläufe (inkl. der Firmen und Bauabläufe für Gleisbau, Fördertechnik und Betriebstechnik) und C) übergeordnete Prüfungs- und Controllingaufgaben wie z.B. Kosten- und Termincontrolling, Nachtragsmanagement, Berichtswesen etc. Bei den architektonischen Ausbaugewerken, der bahnhofsbezogenen Technischen Ausrüstung (Lüftungstechnische Anlagen und Klimatechnik) und der AN-Logistik handelt es sich um ca. 30 bis 40 Vergabeeinheiten bzw. Aufträge mit einem geschätzten Gesamtvolumen von rund 43 Mio. € netto. Beim Gleisbau, der Fördertechnik und den betriebstechnischen Gewerken (inkl. der gesamten Technischen Ausrüstung mit Ausnahme der Lüftungstechnischen Anlagen und der Klimatechnik) handelt es sich um ca. 20 bis 30 Vergabeeinheiten bzw. Aufträge mit einem geschätzten Gesamtvolumen von rund 70 Mio. € netto. Bei der Objektüberwachung und Baustellenkoordination handelt es sich im Wesentlichen um Koordinierungs-, Steuerungs-, Dokumentations-, Überwachungs- und Prüfungsleistungen. Neben den Objektüberwachungsleistungen gemäß Leistungsphase 8 HOAI sind Leistungen wie z.B. Einweisung der ausführenden Unternehmen, Koordinierung der Arbeitseinsätze der ausführenden Firmen, Lösen von Schnittstellenproblematiken mit den ausführenden Firmen, Erarbeitung bauablauftechnischer Lösungsvorschläge, Termin- und Kostencontrolling, Nachtragsmanagement etc. zu erbringen. Der Auftragnehmer hat aus heutiger Sicht mindestens für jeden U-Bahnhof einen ständigen, verantwortlichen und qualifizierten Ansprechpartner sowie einen projektübergreifenden Hauptansprechpartner (Leiter der Objektüberwachung) mit Stellvertreter zur Verfügung zu stellen. Somit sind aus heutiger Sicht während der Zeiträume, in denen alle Bahnhöfe und Haltestellen parallel bearbeitet werden ständig mindestens 7 bis 8 verantwortliche und qualifizierte Ansprechpartner vorzuhalten. Dies wird voraussichtlich im mittleren Bereich des Leistungszeitraumes der Fall sein. Der Umfang der zu stellenden Personalkapazitäten in der Anfangs- und Endphase der Leistungserbringung orientiert sich an der sukzessiven Abarbeitung der Haltestellen und Bahnhöfe.
Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot
Öffentlicher Auftraggeber Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Versorgungsunternehmen
Name des öffentlichen Auftraggebers: Landeshautpstadt Düsseldorf, Der Oberbürgermeister, Amt für Verkehrsmanagement
Postleitzahl: 40200
Postort: Düsseldorf
Kontakt
Internetadresse: http://www.duesseldorf.de🌏
E-Mail: ernstreinhard.kuppe@duesseldorf.de📧
Telefon: +49 2118994148📞
Fax: +49 2118929888 📠
“1.) Eventuelle Rückfragen richten Sie bitte ausschließlich per Brief, Telefax oder E-Mail an die Landeshauptstadt Düsseldorf, Der Oberbürgermeister, Amt für...”
1.) Eventuelle Rückfragen richten Sie bitte ausschließlich per Brief, Telefax oder E-Mail an die Landeshauptstadt Düsseldorf, Der Oberbürgermeister, Amt für Verkehrsmanagement, 40200 Düsseldorf, Herrn Kuppe, Tel.: +49 21189-94148, Fax: +49 21189-29888, ernstreinhard.kuppe@duesseldorf.de. Es wird darum gebeten, Rückfragen nur bis sechs Tage vor dem Ablauf der Frist zur Einreichung der Teilnahmeanträge zu stellen. Danach eingehende Fragen können leider nicht mehr beantwortet werden. Der Auftraggeber wird etwaige Informationen per Fax oder per E-Mail an die Bewerber versenden.
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Quelle: OJS 2012/S 026-042493 (2012-02-03)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2012-10-24) Objekt Umfang der Beschaffung
Gesamtwert des Auftrags: 4 469 056,24 💰
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge
Verfahren
Angebotsart: Entfällt
Öffentlicher Auftraggeber Identität
Name des öffentlichen Auftraggebers: Landeshauptstadt Düsseldorf, Der Oberbürgermeister, Amt für Verkehrsmanagement