Proj.-Nr. 279 Projektsteuerungsleistungen in Anlehnung an § 205 Schriftenreihe Nr. 9 AHO Neubau Haus 2 mit Umbau Haus 1 im laufenden Betrieb
Ausgangssituation:
Am Standort der SHG-Klinik Saarbrücken sollen zukünftig neue Patientenkapazitäten aus dem Klinikum Halberg Platz finden.
In der bestehenden Klinik sind derzeit verschiedenste Fachbereiche (Neurologie, Psychiatrie, Geriatrie, Gerontopsychiatrie, Adoleszenz etc.) etabliert.
Um den Anforderungen der neuen Kapazitäten gerecht zu werden, ist eine bauliche Erweiterung Neubau Haus 2 und der Umbau Haus 1 im Bestand erforderlich.
Leitidee:
Der Neubau setzt sich als eigenständiger Baukörper mit Anbindung an den Bestand (Haus 1+3) fort. Er nimmt die vorhandene Gebäudeausrichtung von Haus 1 (Ost-West) auf. Zentral angeordnet sind zwei Innenhöfe.
Der Kubus des Neubaus mit den Außenabmessungen von ca. 26 m x 86 m ordnet sich dem Bestands-gebäude in seinen Abmessungen unter.
Das Konstruktionsraster beträgt 7,80 m x 7,80 m. Dies ermöglicht Zimmerbreiten von ca. 3,75 m im Lichten. Es entstehen geräumige Patientenzimmer mit eigener Nasszelle, die dem erhöhten Platzbedarf im Klinik-bereich ermöglichen.
Die Fassade wird als Lochfassade mit einem WDVS realisiert. Der Eingangsbereich wird als 2-geschossige Halle mit Pfosten-Riegel-Fassade und Oberlicht eingestellt.
Außenerschließung:
Es ist möglich, den heutigen Zugang durch eine Umgestaltung als neuen zentralen Zugang des Klinikums zu nutzen.
Gleichzeitig wird eine neue Vorfahrt zwischen dem Alt- und Neubau auf dem Niveau des Gartengeschosses (1. UG) vorgeschlagen.
Innere Erschließung:
Der Neubau wird ebenengleich an den Bestand angebunden, so dass eine horizontale Verbindung zwischen Alt- und Neubau sichergestellt ist.
Die vertikale Erschließung erfolgt über einen zentralen Aufzugsknoten im Verbindungsbau bzw. Alt- und Neubau, ergänzt um die notwendigen Treppenhäuser.
Aufgabe:
Bei dem anzubietenden Bauvorhaben handelt es sich um einen 6-geschossigen Neubau als Stahlbeton-skelettbau aus weitestgehend vorgefertigten Verbundkörpern, Flachdächern, einer Lochfassade mit KS-Fenstern, schwimmender Estrich und Gipskarton-Trennwänden auf der Rohdecke, für den Innenausbau. Die für den Krankenhausbau erforderlichen Schalldämmwerte sind einzuhalten.
Die Baumaßnahme gliedert sich in zwei Bauabschnitte:
1. Bauabschnitt:
— Neubau Haus 2 (Teil 1) mit Technikgeschoss (2. UG),
— Teilumbau im Bestand.
2. Bauabschnitt:
— Abriss vorh. Haus 2,
— Neubau Haus 2 (Teil 2),
— Teilumbau im Bestand.
Die Durchführung der Arbeiten erfolgt bei laufendem Krankenhausbetrieb, d.h. dass das unmittelbar neben der Baustelle liegende Krankenhausgelände vom Baustellenverkehr und der Lagerhaltung freizuhalten ist, insbesondere die Zufahrten für Krankenhaustransporte und Feuerwehr (Feuerwehrumfahrt).
Aufgrund der beengten Verhältnisse sind für die Baustellenunterkünfte, Lager und Baustelleneinrichtungen nur im geringen Maße Standflächen verfügbar. Die Standorte sind daher vorher mit allen Beteiligten abzustimmen. Auf die Verwendung von Stapelcontainern wird hingewiesen.
Ebenfalls ist aufgrund des laufenden Krankenhausbetriebes auf erhöhten Immissionsschutz Wert zu legen, d.h., dass die dafür geltenden gewerbeaufsichtlichen Richtlinien zu beachten, einzuhalten und durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen sind.
Während der Umbauarbeiten in den Bereichen der Altbauten werden die Anschlussbereiche weiter vom Krankenhaus genutzt. Mit daraus resultierenden erschwerten Arbeitsbedingungen, verbunden mit zeitversetzten Ausführungsmöglichkeiten, muss gerechnet werden.
1. Neubau
Bei dem Baukörper handelt es sich um ein rechteckiges Gebäude mit einer Grundfläche von ca. 55 m x 26 m über sechs Ebenen mit einem Innenhof.
A) Bauabschnitt 1 (Neubau)
Die Ebenen werden folgenden Nutzungsbereichen zugeführt:
UG 2: Technikzentrale.
UG 1: Eingangshalle, Café, Personal- und Patientenrestaurant, vertikale Erschließung.
EG: Klinischer Arzt- Pflege- und Sozialdienst.
OG 1: Neurologie (26 IMC Betten).
OG 2: Gerontopsychiatrie (24 Betten).
OG 3: Erweiterung Geriatrie, Aufstockreserve.
OG 4: Vertikale Erschließung, Aufstockreserve.
B) Bauabschnitt 2 (Neubau)
UG 1: Hauswirtschaft, Büros etc.
EG: Ergotherapie, Büros.
OG 1: Therapiebereich Neurologie.
OG 2: Büros, Dachterrasse, Aufstockreserve.
OG 3: Teilausbau Geriatrie, Aufstockreserve.
OG 4: Aufstockreserve.
2. Anbindung/Umbau Bestand
Hier handelt es sich um Umbauarbeiten im Anschluss des Neubaus (Verbindungselement) zum Altbau. Die Umbauarbeiten ziehen sich über insgesamt sechs Geschosse durch und beinhalten insbesondere den Abbruch von angrenzenden Räumen und diversen Türdurchbrüchen für die Schaffung von Verbindungen zum Neubau und Anpassungsarbeiten im Bestand. Nur im 1. UG ist eine großflächige Neuordnung der Diagnostik etc. geplant.
Im 2.OG wird der Neubau über eine Verbindungsbrücke Haus 4/ Küche, im 3.OG darüberliegend über Dachfläche Haus 4 (Bestand/Küche) mit dem Klinikgebäude Haus 5 angebunden.
Die Stationsfachgebiete werden teilweise neu verteilt.
3. Außenanlagen
Nach Fertigstellung ist das außenliegende Gelände nach Freiflächenplanung zu regulieren und entsprechend den Anforderungen mit Wegen, Straßen und Platzbefestigungen zzgl. Pflanzarbeiten zu versehen.
Bruttogrundrissflächen.
Neubaus Haus 2: ca. 7 645 m².
Umbau Haus 1: ca. 2 430 m².
4. Besonderheiten- Projektstand
Das Projekt wurde durch die Bauherreneigene Bauabteilung bis Projektstufe 2 vorangetrieben.
Ab Projektstufe 3 werden die Kapazitäten der SHG Bauabteilung durch die Hinzuziehung von einem externen Projektsteuerer zu entlasten sein.
Der Projektstand stellt sich wie folgt dar:
— Architektur bis LPH 4 abgeschlossen, die folgenden LPH sollten über einen GMP GÜ erfolgen.
Über GMP Ansatz liegt Angebotslegung KoGr. 300 vor.
— Haustechnikbüros sind bestellt, Leistungsstand LPH 4, weitere LPH phasenweise sollen über Bauherrn weiter beauftragt werden. Für KoGr 400 liegen HU-Bau Berechnungen vor,
— Statik, Bodengutachten, Schadstoffgutachten Bestandsgebäude 2 (Abriss), Brandschutzkonzpt (bis LPH 4) sind bauseits beauftragt und erstellt. Intensive Geländeaufmessungen sind ebenfalls durchgeführt. Statik- und Branschutz- Prüfingenieure sind bestellt,
— Die KoGr 200- Herrichten des Geländes wird bereits ausgeführt (Umverlegung vorh. Medienleitungen aus dem Baufeld heraus) und soll bis Ende 2012 ausgeführt sein.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-09-03.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-08-03.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2012-08-03
|
Auftragsbekanntmachung
|