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Tiefbau, PE-Rohrbau, Schachtbau, Brunnenbau, Rohrvortrieb.Auf dem Gelände am Agnes- Pockels- Bogen errichten die SWM ein Rechen- und Dienstleistungszentrum (RZ und DZ) für die Landeshauptstadt München (LHM). Dazu gehört die infrastrukturelle Erschließung des Areals mit allen erforderlichen Energiemedien (Fernwärme, Strom, Wasser und Fernkälte).Die Grundlastversorgung des Rechen- und des Dienstleistungszentrums mit Kälte wird durch das Fernkältenetz Moosach sichergestellt. Das Fernkältenetz Moosach ist ein Grundwasserkältenetz. Die Grundwasserfassung erfolgt am Areal des Dantebades aus 2 bereits bestehenden und einem neu zu errichtenden Entnahmebrunnen und 2 neu zu errichtenden Schluckbrunnen für die erste Ausbaustufe.Die Grundwasserfassung erfolgt durch Brunnen auf dem Dantebad- Areal und westlich der U1, südlich des Westfriedhofes. Auf dem Dantebad- Areal bestehen bereits zwei Entnahmebrunnen, welche thermisch genutzt wurden. Für diese Brunnen existiert bereits ein Wasserrecht mit jeweils 42 l/s je Brunnen. Einer der Brunnen wird als Notbrunnen betrieben. Aus diesem sind für den Katastrophenfall 5 l/s vorzuhalten. Die Rückführung des erwärmten Wassers erfolgt über Schluckbrunnen, von denen einer auf der östlichen Seite der U1 auf dem Gelände des Dante- Stadions mit 40 l/s und die weiteren auf der westlichen Seite der U1 südlich des Westfriedhofes zu positionieren sind. Die geplante Trasse verläuft von den Brunnenanlagen in östlicher Richtung über das Dantebad- Areal, die Dietrichstraße zur Dachauer Straße. Nach der Querung der Dachauer Straße folgt die Trasse dieser in nordwestlicher Richtung und biegt dann östlich in den Freiraum zwischen SWZ und Borstei ein. Hier verläuft die Trasse parallel zur Lampadiusstraße, biegt in nördliche Richtung ab, um dann zwischen den Gebäuden B und U/V/W auf das SWZ- Gelände zu gelangen. Am nördlichen Ende des U/V/W- Traktes biegt die Trasse in östliche Richtung ab und verläuft parallel des Gebäudes in gestreckter Linie südlich des M- Gebäudes bis an dessen östliches Ende. Hier biegt die Trasse in nördliche Richtung ab, um dann in westliche Richtung in den Agnes- Pockels- Bogen einzubiegen. Die Trasse hat eine Länge von ca. 3,0 km. Das Netz ist als PE-HD, PN10 Netz mit einer Nennweite von ≤ DN 500 ausgelegt und ist für eine optionale Steigerung des Volumenstroms durch Erschließung weiterer Brunnen dimensioniert. Eine Leckageüberwachung entlang der Rohrtrasse ist nicht angedacht. Die Rohrnetzüberwachung erfolgt messtechnisch durch Aufzeichnung und Vergleich der Drucksituation in den Rohrabschnitten.Aus Platz- und Kostengründen sollen die Rohrleitungen (Vor- und Rücklauf) analog zum Fernkältenetz BMW-FIZ übereinander verlegt werden. Das Rohrnetz wird mit einer Mindestüberdeckung (Frosteindringtiefe, bzw. Wechselwirkung mit der Oberflächentemperatur) von ~ 1,2 m über dem Rohrscheitel der Vorlaufleitung verlegt. In die Entnahmebrunnen werden Unterwasserpumpen eingebracht. Die Pumpen werden für die netzhydraulischen Anforderungen ausgelegt. Die Übergabe der Kälte in den Gebäuden des ITRM erfolgt mittels Übergabestationen/ Wärmetauschern. Das Dienstleistungszentrum und das Rechenzentrum wird mit einer Übergabestation mit zwei Wärmetauscherschienen an das Fernkältenetz Moosach angeschlossen. Die Anlagentechnik ist nicht Bestandteil der Ausschreibung.Neubau 700 m PE-HD 100 Rohrtrasse bis DN 500 (Einleiter-System) im verbauten Rohrgraben, mittlere Rohrgrabentiefe 2 m u. GOK.Neubau 1 600 m PE-HD 100 Rohrtrasse bis DN 500 (Zweileiter-System) im verbauten Rohrgraben, mittlere Rohrgrabentiefe 3 m u. GOK.Neubau 3 Vertikalfilterbrunnen, Bohrdurchmesser bis DN 1200, Bohrtiefe bis 16 m u. GOK, incl. Brunnenausbau DN 500-600, Brunnenentwicklung und Durchführung von Leistungspumpversuchen.Regenerierung von 2 bestehenden Vertikalfilterbrunnen, Brunnendurchmesser DN 500-600, Brunnentiefe bis 16 m u. GOK.Rohrvortrieb mit Bodenaustrag DN 1200 auf einer Länge von 30 m, Herstellung der Start- und Zielbaugruben bis zu einer Tiefe von 5 m u. GOK.Neubau von 3 begehbaren Brunnenschächten mit Abmaßen bis zu 4 m * 3 m, Schachtsohle bei max. 5 m u. GOK.Oberflächenwiederherstellung im Bereich von Liegewiesen (Aus- und Einbau Oberboden und Einbau Rollrasen), Sportstätten (Aus- und Einbau Oberboden und Einbau Rollrasen), Kleinsteinpflaster und Fahrbahnen unterschiedlicher Klassen.