Die Bundesrepublik Deutschland hat sich ambitionierte mittel- und langfristige energie- und klimapolitische Ziele gesetzt. Der Übergang hin zu einer langfristig THG-neutralen Stromversorgung mit den erneuerbaren Energien als eine tragende Säule erfordert den Ausbau der Netzinfrastruktur und der Speicherkapazitäten. Dabei ist jeglicher Infrastrukturausbau immer auch mit Auswirkungen auf die Umwelt und die Raumstrukturen verbunden. Das derzeitige Fehlen einer bundesweiten Netzausbauplanung, die Vielzahl der von den Landesbehörden durchzuführenden Raumordnungs- und Genehmigungsverfahren, vielfach aber auch der Widerstand der von den Maßnahmen unmittelbar betroffenen lokalen Bevölkerung haben zu erheblichen Verzögerungen bei der Umsetzung des Netzausbaus geführt. Ein neuer rechtlicher Rahmen für einen beschleunigten Netzausbau wurde in Deutschland durch die Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und durch das Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) geschaffen. Offenkundig ist, dass eine ausreichende Berücksichtigung der umweltfachlichen Anforderungen auf allen Ebenen des Planungsprozesses zu gewährleisten ist, d.h. diese Berücksichtigung sich nicht mehr nur auf die Realisierung konkreter Projekte etwa im Rahmen von Planfeststellungsverfahren beschränken kann. Die umweltfachlichen Anforderungen müssen vielmehr auch auf den übergeordneten Ebenen der Bedarfsermittlung und bei der Planung der Trassenkorridore Berücksichtigung finden.
Dieses Vorhaben liefert u.a. Beiträge zur Beantwortung der Frage, wie der gemäß EnWG und NABEG vorgesehene beschleunigte Netzausbau und wie eine zügige Partizipation der Akteure (Behörden) durchgeführt werden kann, ohne dass umweltbezogene Standards missachtet werden. Weiterhin soll das Vorhaben Hinweise geben, welche Auswirkungen auf Schutzgüter bei unterschiedlichen Übertragungstechnologien auf welchen Planungsebenen zu berücksichtigen sind und wie dies - über die Entwicklung standardisierter umweltfachlicher Orientierungsgrößen - geschehen könnte. Ziel des Vorhabens ist es, einen praxisorientierten Leitfaden zur Berücksichtigung von Umweltbelangen und raumrelevanten Erfordernissen bei der Planung des Ausbaus des Höchstspannungs-Übertragungsnetzes in Deutschland zu erstellen. Dabei soll sich die Untersuchung auf die Ebenen "Bedarfsplanung" und "Bundesfachplanung zur Bestimmung von Trassenkorridoren" beschränken. Die Ebene der Planfeststellung I Plangenehmigung ist ausdrücklich nicht Gegenstand des Vorhabens. Hauptadressat ist der Umweltgeschäftsbereich des Bundes (BMU/UBA) im Hinblick auf seine Beteiligungs- und Abstimmungsaufgaben im Rahmen der Planaufstellung. Darüber hinaus sollen die Hinweise und Empfehlungen auch für andere Akteure (für den Planungsträger, für weitere beteiligte Behörden und Träger öffentlicher Belange) von Nutzen sein.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-05-02.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-03-13.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Auftragsbekanntmachung (2012-03-13) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Beratung im Bereich Forschung und Entwicklung
Menge oder Umfang:
“Arbeitspaket 1: Der Ausbau der Stromnetze im Spannungsfeld zwischen Raumordnung und Fachplanung.Arbeitspaket 2: Berücksichtigung von Umweltbelangen bei der...”
Menge oder Umfang
Arbeitspaket 1: Der Ausbau der Stromnetze im Spannungsfeld zwischen Raumordnung und Fachplanung.Arbeitspaket 2: Berücksichtigung von Umweltbelangen bei der Ermittlung und Feststellung des Netzausbaubedarfs.Arbeitspaket 3: Minimierung des Netzausbaubedarfs - Ziele, Instrumente, Maßnahmen.Arbeitspaket 4: Berücksichtigung von Umweltbelangen bei der Bestimmung von Trassenkorridoren (Bundesfachplanung).Arbeitspaket 5: Zusammenfassende Aufbereitung der Ergebnisse in Form eines Leitfadens.Arbeitspaket 6: ad hoc Zuarbeiten.200 000,00
Mehr anzeigen
Gesamtwert des Auftrags: 200 000,00 💰
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Beratung im Bereich Forschung und Entwicklung📦
Verfahren
Verfahrensart: Offenes Verfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot
Öffentlicher Auftraggeber Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde
Name des öffentlichen Auftraggebers: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Postanschrift: Stresemannstraße 128 - 130
Postleitzahl: 10117
Postort: Berlin
Kontakt
Internetadresse: http://www.bmu.de🌏
E-Mail: j.kreitz@fz-juelich.de📧
“Mit der Abgabe seines Angebotes unterliegt der Bieter auch den Bestimmungen über nichtberücksichtigte Angebote gemäß § 22 EG VOL/A. Weitere Bedingungen,...”
Mit der Abgabe seines Angebotes unterliegt der Bieter auch den Bestimmungen über nichtberücksichtigte Angebote gemäß § 22 EG VOL/A. Weitere Bedingungen, insbesondere Vorgaben zur Einreichung von Angeboten, sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Mehr anzeigen
Quelle: OJS 2012/S 054-088204 (2012-03-13)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2012-06-27) Objekt Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge
“Mit der Abgabe seines Angebotes unterliegt der Bieter auch den Bestimmungen über nicht berücksichtigte Angebote gemäß § 22 EG VOL/A. Bieter, deren Angebote...”
Mit der Abgabe seines Angebotes unterliegt der Bieter auch den Bestimmungen über nicht berücksichtigte Angebote gemäß § 22 EG VOL/A. Bieter, deren Angebote nicht berücksichtigt worden sind, sind vor dem Zuschlag gemäß § 101 a Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) informiert worden.
Mehr anzeigen
Quelle: OJS 2012/S 124-204508 (2012-06-27)