Die Fernwärme Ulm GmbH (FUG) betreibt am Standort Ulm-Donautal das Müllheizkraftwerk (MHKW) des Zweckverbandes Thermische Abfallverwertung Donautal (TAD) als Grundlastanlage und ihr eigenes Heizwerk (HWD) mit bivalenten Gas-/Öl- Kessel als Spitzenlastanlagen und versorgt damit ein Fernwärmenetz. Des Weiteren kann auch über eine Verbindungsleitung/Wärmetauscherstation Wärme vom Hauptstandort Magirusstraße in Ulm in dieses Netz eingespeist werden. Der Lastgang des Fernwärmenetzes ist besonders im Bereich des Industriegebietes sehr stark ausgeprägt. Diese Lastschwankungen erreichen für wenige Stunden eine Differenz von bis zu 25 MW. Durch diesen Umstand müssen täglich für wenige Stunden bivalente Spitzenlastkessel mit dem Brennstoff Gas/Öl in Betrieb genommen werden. Aus diesem Grund möchte die FUG einen Wärmespeicher am Standort Ulm-Donautal, Siemenstraße 1, 89079 Ulm, errichten. Der Wärmespeicher soll als Druck-Wasser-Speicher ausgelegt werden. Der Speicher selbst ist in Stahl auszuführen, Betonspeicher werden nicht zugelassen. Durch den Betrieb des Wärmespeichers soll die Wärmeauskopplung aus dem Müllheizkraftwerk erhöht und fossile Brennstoffe wie Gas und Öl eingespart werden. Der Speicher soll direkt in das Wärmenetz der FUG angebunden werden. Die Speichergröße beträgt ca. 95 MWh bei einer Spreizung von 90° C bis 145° C. Die Anlage soll mit allen hier am Standort zur Verfügung stehenden Erzeugeranlagen (MHKW, Kessel HWD, Wärmetauscherstation) zu beladen sein. Sofern mehrere Speicher angeboten werden, soll der Wärmespeicher sowohl parallel wie auch seriell (optional) beladen und entladen werden können. Die Bedienung und Überwachung, sowie die Steuerung und Regelung soll komplett im vorhandenen Leitsystem realisiert werden und über die Leitwarte im MHKW erfolgen. Die maximale Volumenveränderung des Netzwassers im Betrieb mit dem Wärmespeicher beim Laden und Entladen ist mit dem bestehenden Ausdehnungsbehälter nicht in allen Beriebszuständen sicher möglich. Deshalb ist die notwendige Wasserhydraulik bzw. Druckhaltung für den Speicher und das angeschlossene Fernwärmenetz vom Anbieter neu auszulegen und notwendige Anpassungen anzubieten.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-09-21.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-08-22.
Auftragsbekanntmachung (2012-08-22) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Fernwärme
Menge oder Umfang:
“Vgl. Abschnitt II.1.5).” Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Lieferungen
Verordnung: Europäische Union, mit GPA-Beteiligung
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Fernwärme📦
Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot
Öffentlicher Auftraggeber Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Versorgungsunternehmen
Name des öffentlichen Auftraggebers: Fernwärme Ulm GmbH
Postanschrift: Siemensstraße 1
Postleitzahl: 89079
Postort: Ulm
Kontakt
E-Mail: dietmar.lanz@fernwaerme-ulm.de📧
Telefon: +49 73194667102📞
Fax: +49 731946679102 📠
“Zu Abschnitt III.2) "Teilnahmebedingungen": a) Der Bewerber hat seine Bewerbung unter zwingender Nutzung des Teilnahmeformulars in einem verschlossenen und...”
Zusätzliche Informationen
Zu Abschnitt III.2) "Teilnahmebedingungen": a) Der Bewerber hat seine Bewerbung unter zwingender Nutzung des Teilnahmeformulars in einem verschlossenen und als Bewerbung gekennzeichneten Umschlag beim Auftraggeber einzureichen. Bewerbungen ohne Teilnahmeformular werden nicht berücksichtigt, d.h. ausgeschlossen. Das Teilnahmeformular ist per E-Mail oder Fax bei der unter Abschnitt I.1) genannten Kontaktstelle formlos anzufordern.
b) Sämtliche geforderten Eigenerklärungen müssen grundsätzlich spätestens im Zeitpunkt des Schlusstermins für den Eingang der Teilnahmeanträge (21.9.2012, 9:00 Uhr) beim Auftraggeber (Fernwärme Ulm GmbH, Siemensstr. 1, 89079 Ulm) vorliegen. Unvollständige, fehlende oder nicht rechtzeitig vorgelegte Eigenerklärungen führen grundsätzlich zum Ausschluss. Unvollständige, fehlende oder nicht rechtzeitig vorgelegte Eigenerklärungen können nur ausnahmsweise auf gesonderte Anforderung des Auftraggebers bis zum Ablauf einer vom Auftraggeber zu bestimmenden Nachfrist vorgelegt werden.
c) Eine Bewerbergemeinschaft muss mit ihrer Bewerbung eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung zur Bewerbergemeinschaft vorlegen (vgl. Abschnitt I.3 des Teilnahmeformulars). Die Eigenerklärungen nach Abschnitt III.2.1) Ziffer (1) und Abschnitt III.2.2) Ziffer (2) bis Ziffer (4) sind für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft zu erbringen; andernfalls führt dies grundsätzlich zum Ausschluss der Bewerbergemeinschaft. Für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft ist das Teilnahmeformular insoweit (d.h. nur Seiten 6 bis 12 des Teilnahmeformulars) zu vervielfältigen und entsprechend zu bearbeiten.
d) Die Eigenerklärung nach Abschnitt III.2.1) Ziffer (1) und Abschnitt III.2.2) Ziffer (2) bis Ziffer (4) sind auch für die vorgesehenen Unterauftragnehmer zu erbringen; andernfalls führt dies grundsätzlich zum Ausschluss des Bewerbers/der Bewerbergemeinschft. Für jeden vorgesehenen Unterauftragnehmer ist das Teilnahmeformular insoweit (d.h. nur Seiten 6 bis 12 des Teilnahmeformulars) zu vervielfältigen und entsprechend zu bearbeiten.
e) Mündliche, per Telefax oder digitale bzw. elektronische Bewerbungen sind nicht zugelassen. Die Bewerbungen werden nicht an die Bewerber zurückgesandt.
Zu Abschnitt IV.1.1.) "Verfahrensart": Ziel des Teilnahmewettbewerbs ist es, höchstens 4 Bewerber auszuwählen. Die objektiven Kriterien für die Auswahl dieser höchstens 4 geeigneten Bewerber sind in Abschnitt III.2.1) bis III.2.3) aufgeführt. Die unter Abschnitt III.2.1) Ziffer (1) und Abschnitt III.2.2) Ziffer (2) bis Ziffer (4) aufgeführten Teilnahmekriterien sind als Ausschlusskriterien formuliert, d.h. deren Nichterfüllung führt grundsätzlich zum Ausschluss. Das im Abschnitt III.2.3) Ziffer (5) aufgeführte Teilnehmerkriterium wird - soweit die genannte Mindestanforderung erfüllt ist; andernfalls erfolgt der Ausschluss - hinsichtlich seiner ihm zuerkannten Bedeutung für die zu vergebenen Leistungen gewichtet und mit einem Punktesystem bewertet, das in dem Teilnahmeformular erläutert ist.
Objekt Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
“Die Fernwärme Ulm GmbH (FUG) betreibt am Standort Ulm-Donautal das Müllheizkraftwerk (MHKW) des Zweckverbandes Thermische Abfallverwertung Donautal (TAD)...”
Kurze Beschreibung
Die Fernwärme Ulm GmbH (FUG) betreibt am Standort Ulm-Donautal das Müllheizkraftwerk (MHKW) des Zweckverbandes Thermische Abfallverwertung Donautal (TAD) als Grundlastanlage und ihr eigenes Heizwerk (HWD) mit bivalenten Gas-/Öl- Kessel als Spitzenlastanlagen und versorgt damit ein Fernwärmenetz. Des Weiteren kann auch über eine Verbindungsleitung/Wärmetauscherstation Wärme vom Hauptstandort Magirusstraße in Ulm in dieses Netz eingespeist werden.
“Der Lastgang des Fernwärmenetzes ist besonders im Bereich des Industriegebietes sehr stark ausgeprägt. Diese Lastschwankungen erreichen für wenige Stunden...”
Kurze Beschreibung
Der Lastgang des Fernwärmenetzes ist besonders im Bereich des Industriegebietes sehr stark ausgeprägt. Diese Lastschwankungen erreichen für wenige Stunden eine Differenz von bis zu 25 MW. Durch diesen Umstand müssen täglich für wenige Stunden bivalente Spitzenlastkessel mit dem Brennstoff Gas/Öl in Betrieb genommen werden. Aus diesem Grund möchte die FUG einen Wärmespeicher am Standort Ulm-Donautal, Siemenstraße 1, 89079 Ulm, errichten.
Mehr anzeigen Mehr anzeigen (6) “Der Wärmespeicher soll als Druck-Wasser-Speicher ausgelegt werden. Der Speicher selbst ist in Stahl auszuführen, Betonspeicher werden nicht zugelassen....”
Kurze Beschreibung
Der Wärmespeicher soll als Druck-Wasser-Speicher ausgelegt werden. Der Speicher selbst ist in Stahl auszuführen, Betonspeicher werden nicht zugelassen. Durch den Betrieb des Wärmespeichers soll die Wärmeauskopplung aus dem Müllheizkraftwerk erhöht und fossile Brennstoffe wie Gas und Öl eingespart werden. Der Speicher soll direkt in das Wärmenetz der FUG angebunden werden.
“Die Speichergröße beträgt ca. 95 MWh bei einer Spreizung von 90° C bis 145° C.”
“Die Anlage soll mit allen hier am Standort zur Verfügung stehenden Erzeugeranlagen (MHKW, Kessel HWD, Wärmetauscherstation) zu beladen sein.”
“Sofern mehrere Speicher angeboten werden, soll der Wärmespeicher sowohl parallel wie auch seriell (optional) beladen und entladen werden können.”
“Die Bedienung und Überwachung, sowie die Steuerung und Regelung soll komplett im vorhandenen Leitsystem realisiert werden und über die Leitwarte im MHKW erfolgen.”
Kurze Beschreibung
Die Bedienung und Überwachung, sowie die Steuerung und Regelung soll komplett im vorhandenen Leitsystem realisiert werden und über die Leitwarte im MHKW erfolgen.
“Die maximale Volumenveränderung des Netzwassers im Betrieb mit dem Wärmespeicher beim Laden und Entladen ist mit dem bestehenden Ausdehnungsbehälter nicht...”
Kurze Beschreibung
Die maximale Volumenveränderung des Netzwassers im Betrieb mit dem Wärmespeicher beim Laden und Entladen ist mit dem bestehenden Ausdehnungsbehälter nicht in allen Beriebszuständen sicher möglich. Deshalb ist die notwendige Wasserhydraulik bzw. Druckhaltung für den Speicher und das angeschlossene Fernwärmenetz vom Anbieter neu auszulegen und notwendige Anpassungen anzubieten.
Mehr anzeigen Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort:
“Ulm.”
Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
“1. Eigenerklärung durch Darstellung des Unternehmens, gegliedert nach (1.1) Name des Unternehmens, (1.2) Gesellschafter- bzw. Eigentümerstruktur, (1.3)...”
Befähigung zur Berufsausübung
1. Eigenerklärung durch Darstellung des Unternehmens, gegliedert nach (1.1) Name des Unternehmens, (1.2) Gesellschafter- bzw. Eigentümerstruktur, (1.3) Hauptsitz, (1.4) Standorte bzw. Niederlassungen und (1.5) Kurzbeschreibung des Konzerns, sofern das Unternehmen konzernzugehörig ist.
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Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
“2. Eigenerklärung darüber, dass (2.1) über das Vermögen des Unternehmens das Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares gesetzliches Verfahren nicht...”
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
2. Eigenerklärung darüber, dass (2.1) über das Vermögen des Unternehmens das Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares gesetzliches Verfahren nicht eröffnet oder die Eröffnung nicht beantragt oder dieser Antrag nicht mangels Masse abgelehnt worden ist, dass (2.2) sich das Unternehmen nicht in Liquidation befindet, und dass (2.3) das Unternehmen seine Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie der Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ordnungsgemäß erfüllt hat.
“3. Eigenerklärung darüber, dass (3.1) das Unternehmen nachweislich keine schwere Verfehlung begangen hat, die seine Zuverlässigkeit als Bewerber in Frage...”
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
3. Eigenerklärung darüber, dass (3.1) das Unternehmen nachweislich keine schwere Verfehlung begangen hat, die seine Zuverlässigkeit als Bewerber in Frage stellt, und dass (3.2) das Unternehmen im Vergabeverfahren keine vorsätzlich unzutreffenden Erklärungen in Bezug auf seine Eignung abgegeben hat.
Mehr anzeigen Mehr anzeigen (1) “4. Eigenerklärung darüber, dass eine Person, deren Verhalten dem Bewerber zuzurechnen ist, nicht wegen Verstoßes gegen eine der folgenden Vorschriften...”
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
4. Eigenerklärung darüber, dass eine Person, deren Verhalten dem Bewerber zuzurechnen ist, nicht wegen Verstoßes gegen eine der folgenden Vorschriften rechtskräftig verurteilt worden ist: §§ 129, 129a oder 129b des Strafgesetzbuches; §§ 333 oder 334 des Strafgesetzbuches, auch in Verbindung mit Artikel 2 § 1 des EU-Bestechungsgesetzes vom 10. September 1998 (BGBl. 1998 II S. 2340), das zuletzt durch Artikel 6 Absatz 1 des Gesetzes vom 21. Juli 2004 (BGBl. I S. 1763) geändert worden ist, Artikel 2 § 1 des Gesetzes zur Bekämpfung Internationaler Bestechung vom 10. September 1998 (BGBl. 1998 II S. 2327; 1999 II S. 87), § 1 Absatz 2 Nummer 10 des NATO-Truppen-Schutzgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 27. März 2008 (BGBl. I S. 490), § 2 des Gesetzes über das Ruhen der Verfolgungsverjährung und die Gleichstellung der Richter und Bediensteten des Internationalen Strafgerichtshofes vom 21. Juni 2002 (BGBl. I S. 2144, 2162); § 299 des Strafgesetzbuches; Artikel 2 § 2 des Gesetzes zur Bekämpfung internationaler Bestechung; § 108e des Strafgesetzbuches; § 264 des Strafgesetzbuches; § 261 des Strafgesetzbuches.
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Technische und berufliche Fähigkeiten:
“5. Eigenerklärung durch Auflistung der wesentlichen erbrachten Leistungen ("Referenzen") unter Angabe (5.1) des Auftraggebers mit Benennung eines dortigen...”
Technische und berufliche Fähigkeiten
5. Eigenerklärung durch Auflistung der wesentlichen erbrachten Leistungen ("Referenzen") unter Angabe (5.1) des Auftraggebers mit Benennung eines dortigen Ansprechpartners einschließlich Telefonnummer, (5.2) des Projektnamens, (5.3) des Leistungszeitraums in den Jahren 2009, 2010, und 2011, (5.4) des Rechnungswertes, (5.5) der Leistungsbestandteile, gegliedert nach (5.5.1) der Art der Tätigkeit, (5.5.2) der Bauweise des/der Speichers/s, (5.5.3) der Beladeleistung/Entladeleistung eines Speichers, (5.5.4) des Speichervolumnens eines Speichers, (5.5.5) der Betriebsart, (5.5.6) der garantierten Verfügbarkeit des Wärmespeichers, (5.2.7) der Größe der einzelnen Speicher in m³ und der Anzahl der Speicher. Dabei ist zwingend zu beachten, dass mindestens eine Referenz mit 180 oder mehr Punkten zu benennen ist. Eine Referenz wird mit maximal 270 Punkten bewertet. Insgesamt können maximal 10 Referenzen angegeben werden.
Mehr anzeigen Auftragsausführung
Geforderte Kautionen und Garantien:
“Vgl. Vergabeunterlagen.”
Wichtigste Finanzierungsbedingungen und Zahlungsmodalitäten und/oder Verweis auf die einschlägigen Bestimmungen, die sie regeln:
“Vgl. Vergabeunterlagen.”
Rechtsform der Gruppe von Wirtschaftsteilnehmern, an die der Auftrag vergeben werden soll:
“Gesamtschuldnerisch haftend, auch über die Auflösung der Bietergemeinschaft hinaus, mit bevollmächtigten Vertreter.”
Verfahren Languages
Language: Deutsch 🗣️
Öffentlicher Auftraggeber Kontakt
Kontaktperson: Leiter Einkauf
Herrn Dietmar Lanz
Land: Deutschland 🇩🇪
Referenz Daten
Datum des Beginns: 2013-06-01 📅
Datum des Endes: 2013-10-31 📅
Ergänzende Informationen Körper überprüfen
Name: Vergabekammer Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe
Postanschrift: Karl-Friedrich-Straße 17
Postort: Karlsruhe
Postleitzahl: 76133
Land: Deutschland 🇩🇪
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
“Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfverfahren nur auf Antrag ein. Der Antrag ist schriftlich bei der Vergabekammer einzureichen und unverzüglich zu...”
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren
Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfverfahren nur auf Antrag ein. Der Antrag ist schriftlich bei der Vergabekammer einzureichen und unverzüglich zu begründen. Er soll ein bestimmtes Begehren enthalten. Antragsteller ohne Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt, Sitz oder Geschäftsleitung in der Bundesrepublik Deutschland haben einen Empfangsbevollmächtigten in der Bundesrepublik zu benennen. Die Begründung muss die Bezeichnung des Antragsgegners, eine Beschreibung der behaupteten Rechtsverletzung mit Sachverhaltsdarstellung und die Bezeichnung der verfügbaren Beweismittel enthalten sowie darlegen, dass die Rüge gegenüber dem Auftraggeber erfolgt ist; sie soll, soweit bekannt, die sonstigen Beteiligten nennen. Der Antrag ist u.a. dann unzulässig, soweit (1.) der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht unverzüglich gerügt hat, (2.) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkannbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, (3.) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, (4.) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Mehr anzeigen Dienststelle, bei der Informationen über das Überprüfungsverfahren eingeholt werden können
Name: Vergabekammer Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe
Postanschrift: Karl-Friedrich-Straße 17
Postort: Karlsruhe
Postleitzahl: 76133
Quelle: OJS 2012/S 161-268938 (2012-08-22)