Westerweiterung Containerterminal Hamburg - Örtliche Bauüberwachung
Die Hamburg Port Authority (HPA) schafft die Voraussetzungen, um den Anforderungen an den wieder steigenden Umschlag von Containern im Hamburger Hafen gerecht zu werden. Dazu soll westlich des bestehenden EUROGATE Container Terminals Hamburg eine Fläche in der Größe von etwa 38 ha umgebaut werden. Diese Fläche wird derzeit als Tankterminal und zu anderen Zwecken genutzt. Bombardierungen im 2. Weltkrieg haben zu erheblichen Beschädigungen der bereits auch zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Tanklager geführt, mit der Folge, dass der Untergrund des Baufeldes in erheblichem Maße ölkontaminiert ist. Mit den Umbaumaßnahmen soll voraussichtlich 2012 begonnen werden, sie enden voraussichtlich 2018. Die Gesamtmaßnahme enthält die Gewerke des nassen und trockenen Erdbaus, Kaimauerbaus und Hochbaus.
Mit diesem Verfahren sollen die angefragten Leistungen für alle Gewerke zur Vergabe vorbereitet werden. Zu den Maßnahmen des nassen und trockenen Erdbaus gehören.
— weiterführende Kampfmittelräumarbeiten,
— Schaffung einer ca. 38 ha großen Fläche auf einem Höhenniveau von ca. NN+6,00m,
— Vergrößerung des bestehenden Drehkreises auf einen Durchmesser von 600 m,
— Verfüllung des Petroleumhafens,
— Rückbau der Landspitze.
Zu den Maßnahmen des Kaimauerbaus gehören die.
— Herstellung einer 1050 m langen Kaianlage zur Schaffung von Liegeplätzen für Großschiffe in schwer durchteufbaren Böden und mit großen Wassertiefen.
Zu den Maßnahmen des Hochbaus gehören die.
— Herstellung der nautischen Einrichtungen am Gewässerrand in Stahlbauweise.
Die Maßnahmen des Erdbaus enthalten Leistungen des trockenen Erdbaus (ca. 800.000 cbm), Naßbaggererdbau (ca. 2 Mio. cbm), Erdbau in kontaminierten Bereichen (ca. 100.000 cbm), Fangedammbau (150x30x20 m), Böschungsbau über und unter Wasser, Rückbau über und unter Wasser, Spezialtiefbau, Hochwasserschutz sowie der notwendigen Infrastruktureinrichtungen des Baubetriebs wie Baustraßen, Bereitstellungsflächen etc. Die Bauleistungen sollen in mehreren Vergabepaketen vergeben werden.
Die Maßnahmen des Kaimauerbaus enthalten Leistungen des Spezialtiefbaus (Bohrpfähle, Schlitzwände, Rückverankerungen), Spundwandbaus, Stahlbetonbaus, Stahlbaus und der fugenlosen Bauweise. Die Baustellen zur Herstellung der Kaimauer werden sowohl Land- als auch Wasserbaustellen sein.
Zu den Maßnahmen des Hochbaus gehören die Herstellung von zwei Stahltürmen (H ca. 75 und 95m über GOK) zur Installation eines Ober- und Unterfeuers sowie eines Stahlturmes zur Installation einer Radaranlage, ausgenommen hierbei ist die TGA. Sie werden als Wasserbaustelle und als Landbaustelle ausgeführt. Weiterhin ist ein vorhandener Radarturm aufzunehmen und umzusetzen.
Die HPA beabsichtigt Bauüberwachungsleistungen (Leistungen gemäß HOAI § 3 Abs. 3 in Verbindung mit HOAI Anlage 2, Absatz 2.8.8, Absatz 2.10.7 (ohne betontechnologische Beratung) und gemäß HBauO § 57), Bauvermessungen (Leistungen gemäß HOAI Anlage 1, Absatz 1.5.7), Leistungen zum Bodenmanagement und der Koordinatorentätigkeit nach BGR 128 bzw. TRGS 524 sowie weitere Besondere Leistungen zu vergeben. Der Teilnahmewettbewerb richtet sich an Unternehmen, die Erfahrungen in den entsprechenden Aufgabenstellungen haben.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-04-11.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-03-19.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2012-03-19
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Auftragsbekanntmachung
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