Wettbewerblicher Dialog „Ostseebad Kühlungsborn: Meerwasserschwimmhalle Ostseeallee 44a“
Die Stadt Ostseebad Kühlungsborn strebt an, im Rahmen der Privatisierung des ehemaligen Standortes der Meerwasserschwimmhalle ein Teilstück aus dem städtischen Grundstück heraus zu parzellieren. Der Standort befindet sich im Erweiterungsgebiet des Sanierungsgebietes "Ost- und Westteil", gelegen in der Ostseeallee 44a.
Für das herausgeteilte Grundstück von ca. 6 000 m² (4 800 m² - 7 000 m² möglich) sucht die Stadt Ostseebad Kühlungsborn Partner, die sich auf Grundlage eines mit der Stadt Ostseebad Kühlungsborn abzustimmenden Lösungsvorschlages verpflichten, das Grundstück zu erwerben sowie die Planung, den Bau und die Finanzierung für das Grundstück zu übernehmen und die baulichen Anlagen zu betreiben.
Die zu übernehmende Betriebsverpflichtung beträgt 25 Jahre und wird im Grundbuch abgesichert.
Es werden ein Beginn der Maßnahmen im Frühjahr 2014 und eine Beendigung der Baumaßnahmen zum Ende 2016 angestrebt.
Das Grundstück ist derzeit bebaut mit einer Meerwasserschwimmhalle, die nicht mehr in Betrieb ist. Die Lage des Grundstücks ist dem Lageplan zu entnehmen.
Für die Bewertung des künftigen Grundstücks liegt ein Verkehrswertgutachten vom 18.12.2011 (muss in Abhängigkeit des Verkaufsfortschritts eventuell fortgeschrieben werden) vor, in dem die wertbeeinflussenden Faktoren, ausgenommen die Kosten des Abrisses oder des Teilabrisses, benannt sind. Notwendige Abrissarbeiten werden durch die Verkäuferin vor Eigentumsübergang in Abstimmung mit dem Käufer durchgeführt. Dieses Verkehrswertgutachten bildet die Preisgrundlage für das Grundstück.
Auf dem Grundstück ist zwingend eine Meerwasserschwimmhalle zu errichten. Vorgesehen ist an dem Standort ein Meerwasserschwimmbad mit einer Größe von mindestens 400 m² Wasserfläche. Davon soll auf 250 m² die Möglichkeit bestehen, diese für Sportwettkämpfe mit einer Beckentiefe von 1,85 m - 2,00 m und als 25-Meter-Becken zu nutzen. Es ist ein separater Kinderbadebereich mit mindestens 100 m² Wasserfläche vorzusehen. Weiterhin ist ein Spa-Bereich in der Größe von mindestens 150 m² zu planen. Die Nichtbeachtung dieser Vorgaben ist ein Ausschlusskriterium.
Die Meerwasserschwimmhalle ist öffentlich zu nutzen. Nichtbeachtung ist ein Ausschlusskriterium.
Auf dem Grundstück ist die Errichtung eines Hotels mit max. 50 Doppelzimmern (max. 100 Betten) und einer Betreiberwohnung möglich. Die Schaffung eines Veranstaltungssaals für 200 Personen ist optional möglich.
In der Bebauung ist ein Restaurant zu schaffen. Verkaufsbereiche für die Grundversorgung sowie ergänzende Gastronomie sind ebenfalls möglich. Der Flächenanteil dafür ist mit max. 400 m² vorgegeben. Weiterhin ist die Errichtung eines Medizinischen Zentrums möglich.
Die Einrichtungen sind barrierefrei auszuführen.
Auf dem Grundstück sind für die vorgesehenen Nutzungen Parkflächen für PKW in den Gebäuden zu schaffen bzw. an der Gebäudesüdseite.
Anderweitige Nutzungen sind nicht zulässig.
Die neue Meerwasserschwimmhalle einschließlich der flankierenden Bebauung (Restaurant, Medizinisches Zentrum, Hotel etc.) sollte die Grundfläche der jetzigen Schwimmhalle um nicht mehr als 10 % überschreiten. Die Bauhöhe ist mit maximal 14 Metern festgelegt. Im größten Flächenanteil darf die Bauhöhe 14 Meter nicht überschreiten.
Der vorhandene alte Baukörper ist an der Ostgrenze auf die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsflächen zurück zu bauen. Ausnahmen sind mit Einwilligung des Eigentümers des Nachbargrundstücks möglich.
Die Nutzung der vorhandenen Bausubstanz ist zulässig.
Es existiert eine Seewasserleitung, diese kann wieder genutzt werden. Es ist nicht bekannt, ob diese ggf. erneuert werden muss.
Die Stadt Ostseebad Kühlungsborn weist darauf hin, dass sich auf Grund der Komplexität des Vorhabens in dem durchzuführenden Wettbewerblichen Dialog noch Änderungen am Umfang der Leistungen ergeben können. Die gestalterische, konzeptionelle und rechtliche Ausgestaltung der Lösungsvorschläge wird Gegenstand des Wettbewerblichen Dialogs sein. Es ist vorgesehen, dass die Stadt Ostseebad Kühlungsborn das Grundstück dem oder den privaten Partnern veräußert. Das seitens der Stadt Ostseebad Kühlungsborn erwartete Investitionsvolumen beläuft sich auf mindestens 8 000 000 EUR zuzüglich der Grundstückskosten.
Der Antrag zur Teilnahme am Teilnahmewettbewerb ist ab Veröffentlichung schriftlich per Post bei der unter Ziffer I.1) benannten Kontaktstelle zu stellen. Danach erfolgt der Versand der Unterlagen zum Teilnahmewettbewerb. Die Unterlagen werden ausschließlich digital auf CD versendet. Zusätzlich können die Unterlagen vorab auf der Internetseite bei der in Ziff. I.1) genannten Kontaktstelle eingesehen werden. Nähere Auskünfte können ebenfalls bei der in Ziff. I.1) genannten Kontaktstelle erfragt werden. Die ausgefüllten Unterlagen zum Teilnehmerwettbewerb sind bis zum 21.1.2013, 16:00 Uhr per Post in Papierform bei der in Ziff. I.1) genannten Kontaktstelle einzureichen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-01-21.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-12-04.
Wer?
Wie?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2012-12-04
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Auftragsbekanntmachung
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