110-2013 Planungsleistungen für eine neue ca. 1,6 km lange Verkehrsanlage inkl. erforderlicher Ingenieurbauwerke. Die Maßnahme soll gemäß Förderrichtlinie Straßenbau finanziert werden

Stadt Leverkusen – Zentrale Vergabestelle

Mitten in Leverkusen entsteht auf rund 60 Hektar ein neues Stadtquartier. Das Gelände des ehemaligen Bahnausbesserungswerks, zentral in unmittelbarer Nachbarschaft zum Zentrum und Bahnhof von Opladen gelegen, wandelt sich derzeit in einen neuen Stadtteil für Wohnen, Bildung, Arbeiten und Freizeit. Das Projekt geht mit umfangreichen Infrastrukturmaßnahmen einher. Durch die Verlegung der Gütergleise im Bereich des Bahnhofs Opladen soll ein rund 11 Hektar großes Grundstück - bisher zwischen der Güterzug- und der Personenzugtrasse gefangen- aus seiner Insellage befreit und zur Stadtentwicklung genutzt werden: An dieser Stelle soll bis 2020 ein Neubaugebiet mit Wohnen, Gewerbe, Büros, Einkauf sowie Freizeit und Grün entstehen. Das vorliegende Wettbewerbsverfahren beinhaltet Ingenieurleistungen nach HOAI 2009 im Bereich der Objektplanung (Verkehrsanlagen, Ingenieurbauwerke), der Tragwerksplanung sowie der Technischen Ausrüstung.
Verkehrsanlage:
Hauptbestandteil der Gesamtplanung ist die ca. 1,6 km lange Neue Bahnallee, die größtenteils unmittelbar parallel zu der neuen Gütergleisstrecke geführt wird und als Umgehungsstraße mit Erschließungsfunktion dienen soll. Die Achslage der neuen Straße sowie deren Hauptanschlusspunkte an das vorhandene Straßennetz liegen
bereits als Vorplanung vor.
Weitere Queranschlüsse (ausschließlich T-Einmündungen) müssen im weiteren Verlauf der Planung angepasst werden, da zurzeit keine verbindlichen Aussagen getroffen werden können, wo diese liegen könnten. Dies ergibt sich aus einem parallel verlaufenden Verfahren zu einem städtebaulichen Entwicklungskonzept und Bebauungsplanverfahren. Aus diesem Konzept geht auch die Lage eines neuen und mit zu planenden Park & Ride-Parkplatzes aus, der an die Neue Bahnallee angeschlossen werden und Platz für ca. 70 PKW bieten soll.
Die Hauptanschlusspunkte der Neuen Bahnallee bilden im Norden ein Kreisverkehr und im Süden ein differenziert auszuarbeitender niveauungleicher Vollanschluss an das übergeordnete Straßennetz mit Bündelung von Straßen über einen ovalen Kreisverkehr sowie lichtsignalgesteuerte T-Einmündungen.
Ingenieurbauwerke:
Der Vollanschluss löst Planungsleistungen von Ingenieurbauwerken aus, da er nur über Rampen gewährleistet werden kann, die einen Niveauunterschied von ca. 6,0 m überwinden müssen. Diese sind mit geeigneten Stützbauwerken zu fassen. Weiterhin muss ein Niveauunterschied von ca. 1,0 m zwischen zwei parallel und selbständig verlaufenden Brücken über die Gütergleise (Kreuzungspunkt Bahn) egalisiert werden, in dem ein Brückenüberbau angehoben oder alternativ abgerissen und durch eine kleinere Brücke für Rad- und Fußverkehr ersetzt wird (Variantenbetrachtung). Außerdem muss das Brückenbauwerk der übergeordneten Straße für einen Vollanschluss im Bereich der äußeren und mittleren Kappen umgebaut werden.
Tragwerksplanung:
Die Tragwerksplanung wird durch die zuvor beschriebenen Ingenieurbauwerke ausgelöst. Technische Ausrüstung:
Die Technische Ausrüstung beschränkt sich auf die Beleuchtungsplanung, die nach den Richtlinien der Stadt Leverkusen auszuführen ist.
Weitere Planungen wie Mischwasserkanal und Lichtsignalanlagen werden vom AG beigestellt.
Aus der zuvor genannten Aufgabenbeschreibung geht hervor, dass sich enge Berührungs- und Schnittpunkte mit einer in Betrieb befindlichen Gleisanlage ergeben.
Für die Gesamtmaßnahme "Neue Bahnallee" ist vom Bewerber/AN ein Förderantrag gemäß Förderrichtlinie Straßenbau zu stellen.
Nähere Informationen zum Gesamtprojekt sind unter der Internetadresse http://www.neue-bahnstadt- opladen.de abrufbar.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-08-05. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-07-05.

Wer?

Wie?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-07-05 Auftragsbekanntmachung