Anpassung Einfahrt Vorhafen (AEV) - Rückbau Tollerort (TOR)

Hamburg Port Authority AöR

(1.1) Für den Gewässerbereich Norderelbe/Vorhafen bestehen aufgrund der gegebenen nautischen und strömungstechnischen Verhältnisse Einschränkungen für die Passage von großen Schiffen. Das Projekt Anpassung Einfahrt Vorhafen (AEV) hat vor dem Hintergrund der Schiffsgrößenentwicklung zum Ziel, die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs zu gewährleisten. Hierfür soll der Zufahrtsbereich von der Norderelbe in den Vorhafen aufgeweitet werden. Die vorhandenen Uferbefestigungen der Landspitze Tollerort (konstruktive Stützbauwerke und Böschungen) und der landseitige Bodenkörper werden zurückgebaut und mit neuen Abschlussbauwerken versehen. Der Bau der neuen Uferbefestigung erfolgt bei laufendem Betrieb des benachbarten Containerterminals Tollerort (CTT).
(1.2) Im Rahmen des Projektes “Anpassung Einfahrt Vorhafen“ (AEV) sind zwei getrennte Maßnahmen vorgesehen, die innerhalb des bestehenden Baufeldes der Landspitze Tollerort parallel ausgeführt werden. Sie bestehen im Wesentlichen aus folgenden Teilmaßnahmen:
Maßnahme Rückbau Tollerort (TOR)
- Erdbau/Rückbau
- Restverfüllung Kohlenschiffhafen
- Vertiefung bestehender Wasserflächen
- Herrichten und Betreiben von Bodenzwischenlagerflächen
- Entwässerungsleitung Schifferweg
Maßnahme Uferbauwerk Tollerort (TOV) – nicht Bestandteil dieses Verfahrens
- Vorsetze Tollerort
- Anschlussbauwerk Europakai
(1.3) Die beim Rückbau der Tollerortspitze gewonnenen Böden werden größtenteils zur Restverfüllung des angrenzenden Kohlenschiffhafens (KSH) verwendet. Die Bodendisposition findet auf Bereitstellungsflächen innerhalb der Baustelleneinrichtungsfläche, sowie auf neu herzustellenden und zu betreibenden Bodenzwischenlagerflächen auf dem Kuhwerder Terminal (KWT) statt. Ein Teil der Böden muss einer Entsorgung zugeführt werden.
(1.4) Die Ausführung der Maßnahme ist geprägt von schwierigen geologischen, reliktischen und umweltrelevanten Bodenverhältnissen, starkem Strömungs- und Tideeinfluss, der räumlichen Enge des Baufeldes, dem partiellem Kampfmittelverdacht sowie dem laufenden Schiffverkehr.
(1.5) Nach Abschluss des Bauvorhabens wird die Hamburg Port Authority (HPA) die hergerichteten Flächen des KSH der Hafenwirtschaft für die gewerbliche Nutzung zur Verfügung stellen. Die neugeschaffene Gewässersituation bietet zudem die Möglichkeit, öffentliche Warteplätze für Feederschiffe einzurichten.
Siehe hierzu auch das Bewerbungsformblatt Pkt. 1.1.
(1.6) Die HPA beabsichtigt im Rahmen der o.g. Maßnahme Erdbau-, Nassbagger- und Kampfmittelräumleistungen im Tidegewässer zu vergeben.
Mit dem Teilnahmewettbewerb werden bis maximal fünf geeignete Bieter ausgewählt. Im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens werden die aus dem Teilnahmewettbewerb ausgewählten Bewerber aufgefordert Angebote einzureichen.
Siehe hierzu auch das Bewerbungsformblatt Pkt. 9.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-07-31. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-07-02.

Anbieter

Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-07-02 Auftragsbekanntmachung
2013-07-24 Ergänzende Angaben
2014-07-22 Bekanntmachung über vergebene Aufträge
Auftragsbekanntmachung (2013-07-02)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Bauarbeiten vor Ort für Vorhäfen
Menge oder Umfang:
(1) Die Aufteilung der Gesamtmaßnahme umfasst für das Verfahren „ Rückbau Tollerort“ nach jetzigem Stand folgende wesentliche Leistungen:- ca. 300.000 m³ landseitiger Bodenabtrag bis ca. -3,00 mNN, teilweise unter Wasser, mit und ohne Umschlag über Baustellenanleger- ca. 680.000 m³ Nassbaggerarbeiten mit und ohne Umschlag über Baustellenanleger (es sind kontinuierliche Arbeiten sowohl bei Hoch- als auch bei Niedrigwasser (tideunabhängig) bis ca. – 17,90 mNN zu gewährleisten)- Lagenweise tideoffene Verrieselung einer insgesamt ca. 1,5 m mächtigen Sandschicht, bis -10 m Wassertiefe- ca. 600.000 m³ Bodeneinbau in den Kohlenschiffhafen, davon ca. 100.000 m³ Weichböden- Einbau von Vertikaldrains und Bodenbewehrung von schwimmendem Gerät aus (bis 9 m Wassertiefe)- Transport überschüssiger Sand- und Weichböden zum Bodenzwischenlager auf dem Kuhwerder Terminal (KWT) in Steinwerder- Kampfmittelsondierung/ -räumung und gegebenenfalls Abtrag mit bis zu 30.000 m³ Volumenräumung unter Kampfmittelverdacht von z. T. kontaminierten kampfmittelverdächtigem Boden (bis – 10 mNN), teilweise in einem tidebeeinflussten Untergrundbereich von anthropogenen beeinflussten Auffüllungsböden- Bodenmanagement von teilweise verunreinigten Böden auf der Baustelle (z.B. Sortieren; Bereitstellen; Aufhalden; Entwässern; direkt/nach Zwischenlagerung Einbauen)- Wasserbehandlung / Wasseraufbereitung- Einrichten und Betreiben von Arbeits- und Immissionsschutzeinrichtungen- Abtrag kontaminierter Böden und Hot Spots unter besonderen Anforderungen der BGR 128 und TRGS 524 sowie des Kampfmittelverdachts, teilweise unter Wasser, Aufhalden im Baufeld- ca. 30.000 m³ belasteten Boden (≥Z2) zur Entsorgung transportieren (Entsorgung wird bauseits beauftragt!)Sowie:- Bau einer Entwässerungsleitung mit einem Auslaufbauwerk und Entwässerungsschächten- Herstellung eines Böschungs-Deckwerkes mit tlw. Verguss (bis – 12 mNN)- Rückbau von ca. 500 lfdm Uferbauwerken mit unterschiedlicher Gründungsstruktur (Stahl / Stahlbeton / Holz)Siehe hierzu auch das Bewerbungsformblatt Pkt. 1.2.
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Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Bauleistung
Verordnung: Europäische Union, mit GPA-Beteiligung
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Bauarbeiten vor Ort für Vorhäfen 📦

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Versorgungsunternehmen
Name des öffentlichen Auftraggebers: Hamburg Port Authority AöR
Postanschrift: Neuer Wandrahm 4
Postleitzahl: 20457
Postort: Hamburg
Kontakt
Internetadresse: http://www.hamburg-port-authority.de 🌏
E-Mail: zentralereinkauf@hpa.hamburg.de 📧
Telefon: +49 40428472819 📞
Fax: +49 40428472305 📠

Referenz
Daten
Absendedatum: 2013-07-02 📅
Einreichungsfrist: 2013-07-31 📅
Veröffentlichungsdatum: 2013-07-06 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2013/S 130-225273
Verweist auf Bekanntmachung: 2012/S 220-362841
ABl. S-Ausgabe: 130
Zusätzliche Informationen
(1.) Das Vergabeverfahren erfolgt nach der Sektorenverordnung. Bei dieser Bekanntmachung handelt es sich um einen Aufruf zur Teilnahme am Wettbewerb. Die zu erbringende Leistung ist unter Pkt. II.1.5) grob beschrieben. Unter http://www.hamburg-port-authority.de ist im Bereich "Für Hafenkunden" und dort unter "Ausschreibungen/Teilnahmewettbewerbe" ein Bewerbungsformblatt für diesen Teilnahmewettbewerb abzurufen. Dieses Formblatt beschreibt die für den Teilnahmeantrag zwingend einzuhaltende Form. Das ausgefüllte Bewerbungsformblatt ist mit den Teilnahmeunterlagen abzugeben. Das Bewerbungsformblatt dient der Zusammenfassung der Bewerbungsunterlagen und vereinfacht die Auswertung für den AG. Die Nicht-Vorlage des Bewerbungsformblatts zum Eröffnungstermin des Teilnahmewettbewerbs führt zum Ausschluss vom weiteren Verfahren. Andere schriftliche Unterlagen werden in dieser Phase nicht zur Verfügung gestellt. Die Teilnahmeanträge haben die unter III.2) aufgeführten Inhalte in der vorgegebenen Struktur (siehe Pkt. 2 des Bewerbungsformblatts) aufzuweisen. Die Teilnahmeanträge sind als solche zu kennzeichnen und in einem verschlossenen Umschlag einzureichen. Es sind nur Teilnahmeanträge zugelassen, die dem Verhandlungsleiter zum Eröffnungstermin vorliegen. (2.) Bewerbergemeinschaften (vgl. Pkt. 6 des Bewerbungsformblatts): Bewerbergemeinschaften sind zugelassen. In dem Teilnahmeantrag ist ein zentraler Ansprechpartner anzugeben, der bevollmächtigt ist, die Bewerbergemeinschaft und später im Fall der Auswahl für das Verhandlungsverfahren auch die Bietergemeinschaft zu vertreten. Die Vollmacht ist mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen (Anlage 6 zum Bewerbungsformblatt, Kopie ausreichend). Ferner ist die Organisationsstruktur der Bewerbergemeinschaft darzustellen (Anlage 7 zum Bewerbungsformblatt). Die Mitglieder der Bewerbergemeinschaft sind in dem Teilnahmeantrag vollständig zu benennen. Die Anforderungen aus Pkt. III.2) Teilnahmebedingungen müssen von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft durch Abgabe von entsprechenden Erklärungen bzw. Nachweisen der jeweiligen Mitglieder erfüllt werden. Dabei gilt es zu beachten, dass das Bewerbungsformblatt einfach für die gesamte Bewerbergemeinschaft, jedoch mit den Angaben jedes Mitglieds, abzugeben ist. Das bedeutet, dass sämtliche erforderlichen Anlagen von jedem Mitglied beizustellen sind (siehe Pkt. 2 des Bewerbungsformblatts). Darüber hinaus sind sämtliche Angaben im Bewerbungsformblatt wie in den Unterpunkten beschrieben einzeln für jedes Mitglied und ggf. kumuliert für die Bewerbergemeinschaft anzugeben. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass die Referenzblätter nur einfach für die gesamte Bewerbergemeinschaft einzureichen sind. Schließen sich mehrere Bewerber zu einer Bewerbergemeinschaft zusammen, so ist zu gewährleisten, dass kein Bewerber Mitglied in mehr als einer Bewerbergemeinschaft ist. Ist ein Bewerber Mitglied in mehreren Bewerbergemeinschaften, so werden diese Bewerbergemeinschaften zwingend vom Teilnahmeverfahren ausgeschlossen. (3.) Nachunternehmer (vgl. Pkt. 7 des Bewerbungsformblatts): Nachunternehmer werden zugelassen. Der Bewerber hat in dem Teilnahmeantrag auch die Dritten, insbesondere Nachunternehmer, anzugeben, deren Kapazitäten er sich im Fall der Beauftragung bedienen will. Der Bewerber hat insoweit weiter darzulegen, welche Kapazitäten der Dritten genutzt werden sollen, dass sie die Eignungsanforderungen gemäß Pkt. III.2.3) Teilnahmebedingungen (anhand entsprechender Referenzen) erfüllen und z.B. durch eine Verpflichtungserklärung des Dritten nachzuweisen, dass dem Bewerber diese Kapazitäten zum Zeitpunkt der Ausführung des Auftrages zur Verfügung stehen werden. Bezogen auf die Arbeiten unter Kampfmittelverdacht sei darauf hingewiesen, dass die geplanten Arbeiten durch nach §6 KampfmittelVO in Hamburg gelistete Räumfirmen durchzuführen sind. Insbesondere Personal und Gerätschaften müssen geeignet sein. Sofern die registrierte Räumfirma nicht alle im Bombenhorizont geplanten Arbeiten selber durchführen kann, so kann sie sich eine ebenfalls in Hamburg registrierte Räumfirma als Nachunternehmer nehmen. Sofern eine registrierte zusammen mit einer nicht registrierten Räumfirma tätig werden möchte, so wäre für diese Firmenkonstellation eine Registrierung erforderlich. Die Räumfirma oder die Räumfirmen können bieterseits als Nachunternehmer des Auftragnehmers auftreten. (4.) Bewertung der Bewerber (vgl. Pkt. 8 des Bewerbungsformblatts): Im Teilnahmewettbewerb werden nur Bewerber berücksichtigt, welche die unter Pkt. III.2) dargelegten Teilnahmebedingungen erfüllen. Dabei führt das Fehlen folgender Angaben bzw. Unterlagen zum Ausschluss vom Teilnahmewettbewerb: - rechtsverbindlich unterzeichnetes Anschreiben - ausgefülltes Bewerbungsformblatt mit * Angabe der Basisdaten des Bewerbers/der Bewerbergemeinschaft in Pkt. 3 auf Seite 5 des Bewerbungsformblatts * Bestätigung der Richtigkeit der Angaben in Pkt. 10 auf Seite 31 des Bewerbungsformblatts Ausländische Bewerber / Unternehmen haben gleichwertige Bescheinigungen ihres Herkunftslandes gem. Pkt. III.2) vorzulegen. Die Bewertung der Teilnahmeanträge erfolgt anhand folgender Kriterien: - Wirtschaftliche, finanzielle und personelle Leistungsfähigkeit des Bewerbers = 24 % - Fachliche Eignung des Bewerbers = 72 % - Gesamteindruck des Teilnahmeantrages = 4 % Siehe hierzu auch das Bewerbungsformblatt Pkt. 8. Der Mindestwert für die Teilnahme am weiteren Verfahren beträgt 60% des Gesamtwerts. Siehe hierzu auch das Bewerbungsformblatt Pkt. 9. Die am besten geeigneten Bewerber (max. 5) erhalten nach Auswertung der Teilnahmeanträge detaillierte Ausschreibungsunterlagen und werden zur Angebotsabgabe aufgefordert. Die anderen Bewerber erhalten eine entsprechende Information über die Nichtberücksichtigung im weiteren Vergabeverfahren. (5.) Sollten sich aus Sicht des Bewerbers Nachfragen ergeben, sind diese ausschließlich schriftlich (unter Angabe der unter Pkt. IV 3.1) genannten Vergabenummer) per Fax oder E-Mail, bis sechs Tage vor Ablauf der Frist für den Eingang des Teilnahmeantrags an folgende Adresse zu richten: Hamburg Port Authority AöR Brooktorkai 1 Zentraler Einkauf D-20457 Hamburg Fax: +49 40 42847-2612 E-Mail:ZentralerEinkauf@hpa.hamburg.de Fragen, die während des laufenden Verfahrens gestellt und beantwortet werden, werden ausschließlich in der jeweiligen Maßnahme unter http://www.hamburg-port-authority.de veröffentlicht. Der Bewerber hat eigenverantwortlich und regelmäßig die Informationen abzurufen. Teilnahmeanträge sind einfach in Papier sowie einfach digital auf CD/DVD an die Adresse gem. A.III zu stellen. Die Angaben und Nachweise gemäß Nr. 2 des Bewerbungsformblatts sind in getrennten Registern (Papierversion) bzw. digitalen Ordnern (digitale Version) beizufügen. Die Register bzw. Ordner sind mit der Nummerierung gemäß Nr. 2 des Bewerbungsformblatts zu kennzeichnen.
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Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
(1.1) Für den Gewässerbereich Norderelbe/Vorhafen bestehen aufgrund der gegebenen nautischen und strömungstechnischen Verhältnisse Einschränkungen für die Passage von großen Schiffen. Das Projekt Anpassung Einfahrt Vorhafen (AEV) hat vor dem Hintergrund der Schiffsgrößenentwicklung zum Ziel, die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs zu gewährleisten. Hierfür soll der Zufahrtsbereich von der Norderelbe in den Vorhafen aufgeweitet werden. Die vorhandenen Uferbefestigungen der Landspitze Tollerort (konstruktive Stützbauwerke und Böschungen) und der landseitige Bodenkörper werden zurückgebaut und mit neuen Abschlussbauwerken versehen. Der Bau der neuen Uferbefestigung erfolgt bei laufendem Betrieb des benachbarten Containerterminals Tollerort (CTT).
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(1.2) Im Rahmen des Projektes “Anpassung Einfahrt Vorhafen“ (AEV) sind zwei getrennte Maßnahmen vorgesehen, die innerhalb des bestehenden Baufeldes der Landspitze Tollerort parallel ausgeführt werden. Sie bestehen im Wesentlichen aus folgenden Teilmaßnahmen:
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Maßnahme Rückbau Tollerort (TOR)
- Erdbau/Rückbau
- Restverfüllung Kohlenschiffhafen
- Vertiefung bestehender Wasserflächen
- Herrichten und Betreiben von Bodenzwischenlagerflächen
- Entwässerungsleitung Schifferweg
Maßnahme Uferbauwerk Tollerort (TOV) – nicht Bestandteil dieses Verfahrens
- Vorsetze Tollerort
- Anschlussbauwerk Europakai
(1.3) Die beim Rückbau der Tollerortspitze gewonnenen Böden werden größtenteils zur Restverfüllung des angrenzenden Kohlenschiffhafens (KSH) verwendet. Die Bodendisposition findet auf Bereitstellungsflächen innerhalb der Baustelleneinrichtungsfläche, sowie auf neu herzustellenden und zu betreibenden Bodenzwischenlagerflächen auf dem Kuhwerder Terminal (KWT) statt. Ein Teil der Böden muss einer Entsorgung zugeführt werden.
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(1.4) Die Ausführung der Maßnahme ist geprägt von schwierigen geologischen, reliktischen und umweltrelevanten Bodenverhältnissen, starkem Strömungs- und Tideeinfluss, der räumlichen Enge des Baufeldes, dem partiellem Kampfmittelverdacht sowie dem laufenden Schiffverkehr.
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(1.5) Nach Abschluss des Bauvorhabens wird die Hamburg Port Authority (HPA) die hergerichteten Flächen des KSH der Hafenwirtschaft für die gewerbliche Nutzung zur Verfügung stellen. Die neugeschaffene Gewässersituation bietet zudem die Möglichkeit, öffentliche Warteplätze für Feederschiffe einzurichten.
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Siehe hierzu auch das Bewerbungsformblatt Pkt. 1.1.
(1.6) Die HPA beabsichtigt im Rahmen der o.g. Maßnahme Erdbau-, Nassbagger- und Kampfmittelräumleistungen im Tidegewässer zu vergeben.
Mit dem Teilnahmewettbewerb werden bis maximal fünf geeignete Bieter ausgewählt. Im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens werden die aus dem Teilnahmewettbewerb ausgewählten Bewerber aufgefordert Angebote einzureichen.
Siehe hierzu auch das Bewerbungsformblatt Pkt. 9.
Es werden Varianten akzeptiert
Menge oder Umfang:
(1) Die Aufteilung der Gesamtmaßnahme umfasst für das Verfahren „ Rückbau Tollerort“ nach jetzigem Stand folgende wesentliche Leistungen:
- ca. 300.000 m³ landseitiger Bodenabtrag bis ca. -3,00 mNN, teilweise unter Wasser, mit und ohne Umschlag über Baustellenanleger
- ca. 680.000 m³ Nassbaggerarbeiten mit und ohne Umschlag über Baustellenanleger (es sind kontinuierliche Arbeiten sowohl bei Hoch- als auch bei Niedrigwasser (tideunabhängig) bis ca. – 17,90 mNN zu gewährleisten)
- Lagenweise tideoffene Verrieselung einer insgesamt ca. 1,5 m mächtigen Sandschicht, bis -10 m Wassertiefe
- ca. 600.000 m³ Bodeneinbau in den Kohlenschiffhafen, davon ca. 100.000 m³ Weichböden
- Einbau von Vertikaldrains und Bodenbewehrung von schwimmendem Gerät aus (bis 9 m Wassertiefe)
- Transport überschüssiger Sand- und Weichböden zum Bodenzwischenlager auf dem Kuhwerder Terminal (KWT) in Steinwerder
- Kampfmittelsondierung/ -räumung und gegebenenfalls Abtrag mit bis zu 30.000 m³ Volumenräumung unter Kampfmittelverdacht von z. T. kontaminierten kampfmittelverdächtigem Boden (bis – 10 mNN), teilweise in einem tidebeeinflussten Untergrundbereich von anthropogenen beeinflussten Auffüllungsböden
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- Bodenmanagement von teilweise verunreinigten Böden auf der Baustelle (z.B. Sortieren; Bereitstellen; Aufhalden; Entwässern; direkt/nach Zwischenlagerung Einbauen)
- Wasserbehandlung / Wasseraufbereitung
- Einrichten und Betreiben von Arbeits- und Immissionsschutzeinrichtungen
- Abtrag kontaminierter Böden und Hot Spots unter besonderen Anforderungen der BGR 128 und TRGS 524 sowie des Kampfmittelverdachts, teilweise unter Wasser, Aufhalden im Baufeld
- ca. 30.000 m³ belasteten Boden (≥Z2) zur Entsorgung transportieren (Entsorgung wird bauseits beauftragt!)
Sowie:
- Bau einer Entwässerungsleitung mit einem Auslaufbauwerk und Entwässerungsschächten
- Herstellung eines Böschungs-Deckwerkes mit tlw. Verguss (bis – 12 mNN)
- Rückbau von ca. 500 lfdm Uferbauwerken mit unterschiedlicher Gründungsstruktur (Stahl / Stahlbeton / Holz)
Siehe hierzu auch das Bewerbungsformblatt Pkt. 1.2.
Dauer: 33 Monate
Referenznummer: E-0331-13-V-EU
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Hamburg

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
(1.) Auszug aus dem Berufsregister
(beizufügen als Anlage 1 zum Bewerbungsformblatt)
(2.) Formlose Erklärung, dass keine Ausschlussgründe gemäß §21 Abs. 1 und 4 SektVO vorliegen (beizufügen als Anlage 2 zum Bewerbungsformblatt)
(3.) Umweltschadensversicherung über 5,0 Mio. EUR mit Bestätigung des Haftpflichtversicherers. Alternativ in dieser Verfahrensstufe: Abgabe einer Erklärung des Haftpflichtversicherers, das entsprechende Deckung im Auftragsfall gewährt wird.(beizufügen als Anlage 3 zum Bewerbungsformblatt)
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Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
(1.) Darstellung der Organisationsstruktur des Unternehmens. Angabe zu den verbundenen Unternehmen und den unselbständigen Niederlassungen. Bei Holdingstrukturen mit eindeutiger Benennung der den Auftrag übernehmenden Gesellschaft. Angabe darüber, wieviele Mitarbeiter gegenwärtig in den einzelnen Unternehmensteilen tätig sind. (beizufügen als Anlage 5 zum Bewerbungsformblatt) Siehe hierzu auch das Bewerbungsformblatt Pkt. 4.1.
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(2.) Erklärung zum Gesamtumsatz der vergangenen drei Jahre. Siehe hierzu auch das Bewerbungsformblatt Pkt. 4.2.
(3.) Erklärung zum Umsatz für vergleichbare Leistungen der vergangenen drei Jahre entsprechend der im Bewerbungsformblatt genannten Kriterien. Siehe hierzu auch das Bewerbungsformblatt Pkt. 4.2.
Technische und berufliche Fähigkeiten:
(1.) Angaben zur Personalstruktur zum Zeitpunkt der Bewerbung mit Anzahl der fest angestellten Mitarbeiter, gegliedert nach Berufsgruppen (Bauleiter, Polier, gewerbliche Arbeiter) (von der Abgabe von Lebensläufen, Zeugnissen etc. ist abzusehen. Diese Unterlagen werden ggf. im nachfolgenden Verhandlungsverfahren abgefordert) (detaillierte Angaben siehe Bewerbungsformblatt Pkt. 5.1).
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(2.) Qualitätssicherung (beizufügen als Anlage 4 zum Bewerbungsformblatt) (detaillierte Angaben siehe Bewerbungsformblatt Pkt. 5.2).
(3.) Erklärung zur technischen Ausstattung (Erdbau- und Nassbaggergerät, u.a.) (detaillierte Angaben siehe Bewerbungsformblatt Pkt. 5.3)
(4.) Referenzen für Erdbau-, Nassbagger- und KMR-leistungen in anthropogen aufgebrachten, kontaminierten Böden (Hot-Spots), unter Tideeinfluss. Im Einzelnen sind Referenzen zu folgenden ausgeführten Leistungsumfängen einzureichen:
(4.1) Erdbau- und Nassbaggerarbeiten
- Landseitiger Bodenabtrag, teilweise unter Wasser
- Nassbaggerarbeiten im Tidebereich (große Tiefen werden bei der Bewertung höher bewertet, da i.d.R. die ausgeschriebenen Leistungen Nassbaggerarbeiten in Tiefen bis -17,90 mNN zu erbringen sind)
- Dünnlagige tideoffene Sandverrieselung
- Bodeneinbau zur Hafenbeckenverfüllung
- Arbeiten in Zusammenarbeit mit Kampfmittelräumfirmen
- Bodenmanagement von verunreinigten Böden (hier z.B. Sortieren; Bereitsstellen; Aufhalden; Entwässern; direkt/nach Zwischenlagerung Einbauen).
- Arbeiten unter besonderen Anforderungen des BGR 128 und TRGS 524
(4.2) Kampfmittelräumleistungen
- Arbeiten unter Kampfmittelverdacht: Kampfmittelsondierung / - Räumung und ggfs. Bodenabtrag von kampfmittelverdächtigem Boden bis -10 mNN, teilweise in einem tidebeeinflussten Untergrundbereich.
- Oberflächengeophysik (aktive und passive Sondierung z.B. TFEM oder vergleichbar)
- Tauchereinsatz
- Besondere Anforderungen an den Arbeitsschutz nach BGR 128 sowie BGI 833
(4.3) Auflistung von maximal fünf Referenzen für Erdbau- und Nassbaggerarbeiten sowie drei Referenzen für KMR-leistungen von mit Erfolg innerhalb der letzten fünf Jahre bearbeiteten Projekten inkl. einer Kurzbeschreibung der Projekte. Werden die bereits durchnummerierten Referenzblätter mehrfach eingereicht, so gilt die Reihenfolge der Abheftung in den Bewerbungsunterlagen. (detaillierte Angaben insbesondere zu den nachzuweisenden Leistungsumfängen siehe Bewerbungsformblatt Pkt. 5.4).
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Auftragsausführung
Geforderte Kautionen und Garantien: Siehe Vergabeunterlagen im Verhandlungsverfahren
Wichtigste Finanzierungsbedingungen und Zahlungsmodalitäten und/oder Verweis auf die einschlägigen Bestimmungen, die sie regeln: Siehe Vergabeunterlagen im Verhandlungssverfahren
Rechtsform der Gruppe von Wirtschaftsteilnehmern, an die der Auftrag vergeben werden soll: Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem (r) Vertreter (in)

Verfahren
Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Kontaktperson: Michael Grosch
Internetadresse: www.hamburg-port-authority.de 🌏
Name: Hamburg Port Authority AöR
Postanschrift: Brooktorkai 1
URL für weitere Informationen: www.hamburg-port-authority.de 🌏
Kontaktperson: Ausschreibungsstelle, Zi. EG.20
Telefon: +49 40428472181 📞
Fax: +49 40428472612 📠
URL der Dokumente: www.hamburg-port-authority.de 🌏
Name: Hamburg Port Authority (AöR)
URL der Teilnahme: www.hamburg-port-authority.de 🌏

Referenz
Daten
Veröffentlichungsdatum: 2012-11-15 📅
Kennungen
Art der früheren Veröffentlichung: Periodic_indicative_notice
Nummer der Bekanntmachung im Amtsblatt S: 2012/S 220-362841

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Vergabekammer bei der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt
Postanschrift: Düsternstraße 10
Postort: Hamburg
Postleitzahl: 20355
Land: Deutschland 🇩🇪
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Hinsichtlich der Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen gilt § 107 Abs.3 Nr. 4 GWB. Insbesondere ist ein Antrag auf ein Nachprüfungsverfahren gemäß § 107 Abs.3 Nr. 4 GWB nur zulässig, soweit nicht mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
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Quelle: OJS 2013/S 130-225273 (2013-07-02)
Ergänzende Angaben (2013-07-24)
Objekt
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Ergänzende Angaben

Referenz
Daten
Absendedatum: 2013-07-24 📅
Einreichungsfrist: 2013-08-08 📅
Veröffentlichungsdatum: 2013-07-27 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2013/S 145-252640
Verweist auf Bekanntmachung: 2013/S 130-225273
ABl. S-Ausgabe: 145
Quelle: OJS 2013/S 145-252640 (2013-07-24)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2014-07-22)
Objekt
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge

Verfahren
Angebotsart: Entfällt

Referenz
Daten
Absendedatum: 2014-07-22 📅
Veröffentlichungsdatum: 2014-07-24 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2014/S 140-251908
ABl. S-Ausgabe: 140

Objekt
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Hamburg.

Referenz
Kennungen
Nummer der Bekanntmachung im Amtsblatt S: 2013/S 145-252640
Quelle: OJS 2014/S 140-251908 (2014-07-22)