Aufbau und Ausbau des Fernwärmenetzes im Stadtgebiet Landshut

Stadtwerke Landshut

Die Stadtwerke bauen seit 2012 ein Fernwärmenetz auf und aus. Die Wärmeerzeugung erfolgt mittels einer zu einem Biomasseheizkraftwerk umgebauten Müllverbrennungsanlage. Die thermische Leistung des Biomasseheizkraftwerks beträgt 5 MW, des Weiteren ist ein Gasspitzenlastkessel mit einer Leistung von 7 MW installiert. Es besteht die Möglichkeit, je nach Wärmeabsatz, einen weiteren Gaskessel zu installieren. Bis Ende 2013 wird die Spitzenabnahme 4,9 MW betragen.
Neben dem Rohrleitungsbau ist auch der gesamte anfallende Tiefbau mit Oberflächenarbeiten Gegenstand dieser Maßnahme. Ein großer Teil des historischen Altstadtbereiches ist mit Pflastern auf einem baulich besonders aufwändigem Unterbau ausgelegt. Eingriffe in das Pflaster sind möglich, jedoch mit hohen Herstellkosten verbunden. Die Altstadtgassen sind stellenweise sehr schmal, so dass sehr beengte Bauräume vorhanden sind.
Das zu beplandende Gebiet wir erstmalig mit Fernwärme versorgt. Es handelt sich hierbei um den Bereich der historischen Innenstadt, aufgeteilt in die zwei Bauabschnitte 2014 (Fläche ca. 35 ha) und 2015 (Fläche ca. 24 ha).
In dem zu beplanenden Gebiet gibt es ein Potential für die Wärmeabnahme von bis zu 13 MW bei einem angenommenen Anschlussgrad von 60 %.
Teile der Altstadt (Gassen) sind stellenweise sehr schmal, so dass hier nur sehr beengte Bauräume vorhanden sind.
Eine erste Bedarfsabfrage für das Ausbaugebiet 2014 wurde bereits durchgeführt.
Als Rohrmaterial für das Gesamtnetz ist Kunststoffmantelrohr vorgesehen. Das vorhandene Versorgungs-Leitungssystem außer dem Fernmeldenetz ist im GIS-System der Stadtwerke Landshut dokumentiert.
Die gesamte Innenstadt ist als Bodendenkmal ausgewiesen. Für die Grabarbeiten ist eine Genehmigung beim Bayerischen Landesamt für Denkmalschutz erforderlich. Der Antrag wir seitens des AG gestellt, Zuarbeit in Form von Plänen ist durch den AN zu erbringen. Entsprechend dem daraufhin erstellten Bescheid werden die Grabungsarbeiten in Teilen von einem vom AG beigestellten Archäologen begleitet.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-06-22. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-05-22.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-05-22 Auftragsbekanntmachung
2013-10-10 Bekanntmachung über vergebene Aufträge