Ausstattung der BOS Dienststellen mit ortsfesten Sprechstellen zur Kommunikation im BOS-Digitalfunk
Zur Führung von Einsätzen sind in den BOS Dienststellen insbesondere in den polizeilichen Dienststellen ortsfeste Sprechstellen erforderlich, über welche die Einsatzbearbeiter in das BOS-Digitalfunksystem einsprechen sollen. Hierfür ist ein Sprechstellensystem geplant.
Die Sprechstellen des Systems werden in den BOS Dienststellen aufgestellt. Von diesen muss in die verschiedenen Gruppen des BOS-Digitalfunksystems eingesprochen werden können.
Ziel ist es, ein Sprechstellensystem in den BOS Dienststellen insbesondere in den polizeilichen Dienststellen zu realisieren, das eine dynamische Zuteilung der TCS-Ressourcen von drei Vermittlungsstellen erlaubt, einen flexiblen Zugriff der Befehlsstellen auf diese Ressourcen ermöglicht und über das vorhandene Weitverkehrsnetz (WAN) realisiert werden kann.
Die Sprechstellen müssen über ein bestehendes, als Festnetz abgebildetes, dediziertes IP Virtual Private Network für den Digitalfunk (DF-VPN) mit zentralen Komponenten (Kommunikationssystem) des Sprechstellensystems verbunden werden. Die LS1- und LS2-Schnittstellen des BOS-Digitalfunks werden an zentralen Standorten übergeben.
Die Sprechstellen müssen mindestens die folgenden Leistungsmerkmale aufweisen:
— Führen von Gruppengesprächen,
— gleichzeitiges Mithören von mind. drei fest eingestellten Gruppen (separate Lautsprecher) auf einem Sprechstellengerät,
— Gleichzeitiges Einsprechen in die im Sprechstellensystem eingestellten Gruppen (Sammelruf),
— Senden- und Empfangen von SDS und Statusmeldungen sowie Notruf (mit GPS Ortsdaten des Senders),
— Führen von Einzelrufen,
— Auswahl der zu besprechenden bzw. mitzuhörenden Gruppen.
Ein Abschalten von einzelnen Leistungsmerkmalen an den Sprechstellen muss remote über eine zentrale Konfiguration (z.B. von der Autorisierten Stelle) möglich sein.
Es ist vorgesehen, mind. 20 Standorte im Land Brandenburg auszustatten. Jeder Standort muss mit mindestens zwei Sprechstellenendgeräten (Hardware) und mindestens einem Softphone (Softwarelösung auf PC) angebunden werden.
Aus Gründen der Redundanz an zwei zentralen Standorten, den Technikknoten, ist jeweils ein Kommunikationssystem für die Steuerung der Kommunikation und der dynamischen Zuweisung von TCS-Ressourcen vorzusehen. Für die beiden zentralen Kommunikationssysteme müssen eine Lastverteilung und gegenseitige Absicherung (Ausfallsicherheit, Redundanz) realisiert werden, wobei jeder Knoten beim Ausfall des anderen die gesamte Verkehrslast übernehmen können muss. Die beiden Kommunikationssysteme stellen gegenüber dem BOS-Digitalfunknetz den Endpunkt der BSI-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung dar. Die weitere Verschlüsselung über das DF-VPN erfolgt durch ein landeseigenes, BSI-konformes Layer3-Verschlüsselungssystem.
Die Lösung muss hinsichtlich der Anzahl an Sprechstellen und Standorten sowie der Anzahl an Kommunikationssystemen skalierbar sein.
Des Weiteren werden insbesondere folgende Leistungen gefordert:
— Lieferung von Hard- und Software sowie Zubehör zum Betrieb von Sprechstellen (z.B. kompakte Tischbediengeräte und Softphones) und der zentralen Kommunikationssysteme,
— Aufbau, Konfiguration, und Inbetriebnahme der zentralen Kommunikationssysteme und des Sprechstellensystems (Herstellung Betriebsbereitschaft),
— Aufbau, Konfiguration und Inbetriebnahme der dezentralen Teile des Sprechstellensystems (Sprechstellenendgeräte und Softphones in mindestens 20 BOS Dienststellen),
— Schulungen von Multiplikatoren (u.a. Endnutzer und Service Personal),
— Weitere Dienstleistungen nach Bedarf (technische Beratung).
Für die Umsetzung ist ein Zeitraum von ca. 4 Monaten vorgesehen. Im Anschluss sind für den Zeitraum von 12 Monaten Instandhaltungs- und Pflegeleistungen zu erbringen. Basis der Leistungserbringung ist ein Werkvertrag.
Im Zuge des Verhandlungsverfahrens kann es zu einer Modifikation der in der Bekanntmachung bzw. in diesem Dokument dargestellten Inhalte kommen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-03-01.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-01-30.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2013-01-30
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Auftragsbekanntmachung
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2013-02-14
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Ergänzende Angaben
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2014-05-27
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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