BW 01/13 Onlinetextverarbeitung

Landesrundfunkanstalten der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der BRD (ARD), das ZDF und das Deut

Die Landesrundfunkanstalten der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der BRD (ARD), das ZDF und das Deutschlandradio, vertreten durch die Geschäftsführung des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio beabsichtigt, die bisherige Host-orientierte und auf der Software „ASF“ basierende Online-Textverarbeitung des Beitragsservice durch ein marktgängiges Textverarbeitungssystem auf Basis einer Client-Server-Architektur abzulösen.
Hierzu sollen die entsprechenden Software-Lizenzen erworben und ein Wartungsvertrag (einschließlich kostenloser Software-Upgrades) mit einer Laufzeit von maximal fünf Jahren abgeschlossen werden. Die Einführung der neuen Software wird im Rahmen eines Projektes erfolgen. Hierbei muss Unterstützungsleistung zur Projektkonzeption, Projektdurchführung, Installation und Konfiguration der zu beschaffenden Software einschließlich der Implementation im Kundenumfeld (Integration in die technisch und fachlich bereits vorhandene Infrastruktur) eingebracht werden. Ferner soll Unterstützungsleistung im Rahmen der Migration bestehender Textbausteine beschafft und erbracht werden.
Die Anforderungen im Einzelnen:
1. Allgemeines
Gefordert werden:
a. Mandantenfähigkeit des Systems
b. Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit aller Prozesse der Briefentwicklung, Briefadministration, Brieferstellung, Briefaufbereitung durch dafür geeignete Software-Konstrukte.
Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass die zu beschaffende Software die Voraussetzungen zur ordnungsmäßigen Abwicklung des Drucks (einschließlich Kuvertierung und Postauflieferung) erfüllt.
c. Skalierbarkeit des Gesamtverfahrens (auf allen Verarbeitungsebenen).
2. Volumen / Mengengerüst / Anzahl Anwender
Im heutigen Online-Verfahren des Beitragseinzugsverfahrens werden täglich bis zu 50 000 Textbriefe mit dem vorhandenen Textverarbeitungssystem (zum Teil mit Beilagen / Anlagen) erstellt, gedruckt und ausgebracht (versandt).. Bei diesen Größen ist von steigender Tendenz im Zeitablauf auszugehen. Das bestehende System wird aktuell von ca. 1.900 Anwendern genutzt. Diese teilen sich auf in:
a. Anwender beim zentralen Standort Köln (Zentraler Beitragsservice)
b. Anwender der Abteilungen „Beitragsservice (regionaler Beitragsservice)“ der Landesrundfunkanstalten (NDR/RB, WDR, SWR/SR, BR, RBB, MDR, HR)
c. Anwender der so genannten externen Dienstleister.
Das heute betriebene System nutzt ca. 3 200 Textbausteine und ca. 650 Briefvorlagen.
3. Hardware / Betriebssystem / Datenbanksystem
Die zu beschaffende Software muss auf einem x86-basierten Serversystem betrieben werden. Die Standard-Laufzeitumgebung muss entweder SUSE Linux Enterprise oder Windows Server verwenden. Das Betriebssystem muss das aktuellste SUSE Linux (ab Version SLES 11) mit 64 Bit oder ab Windows Server 2008 R2 sein.. Das System (insbesondere Textverarbeitungssystem und gegebenenfalls OMS) muss auf genau einer dieser oben genannten Plattformen lauffähig sein.
Die zu beschaffende Server-Software muss ebenfalls auf VM-Ware ablauffähig sein (Version VM-Ware 4.x/5.x).
Die Sachbearbeitung des Beitragsservice arbeitet mit PCs folgender Ausstattung: „Rich-Client“, Windows 7 Enterprise, 4 GB RAM, 64 Bit).
Die Client-Software muss darüber hinaus als Client-Server-System unter Citrix/ Metaframe (Terminalserver) einsetzbar sein.
Gefordert wird das Datenbank-System DB2 unter z/OS oder die Datenbanksysteme Oracle oder MSSQL für die Haltung der sogenannten Metadaten im Repository des neuen Textverarbeitungssystems. Die Datenhaltung des jetzigen Beitragseinzugsverfahrens mit den Daten der Rundfunkbeitragszahler (Daten des Beitragseinzugsverfahrens ) erfolgt unter DB2 z/OS. Die zu erstellenden Briefe müssen unter DB2 z/OS abgelegt werden.
Alle neu zu beschaffenden Systeme und Systemkomponenten im Online-Bereich des Verfahrens unterliegen der Anforderung nach Hochverfügbarkeit : Gefordert wird die HRG-Klasse AEC3 (Fault Resilient).
4. Middleware
Der Application-Server ist (falls vorhanden) zu benennen. Aktuell im Einsatz für die Fachanwendungen ist der WebSphere Application-Server der Firma IBM.
5. Lizenzmodell / Systemumgebungen
Es sind Softwarelizenzen anzubieten für Entwicklung und Betrieb auf folgenden Systemumgebungen (in Klammern: Mindest-Anzahl der benötigten Systemumgebungen je Funktionsbereich). Insgesamt sind mindestens sieben Umgebungen erforderlich. Das angebotene Lizenzmodell für die benötigten Software-Komponenten ist je Komponente in Bezug auf Anzahl Server, Anzahl CPUs, Anzahl Umgebungen, Anzahl User und Anzahl erstellter Briefe /Dokumente je Periode zu beschreiben und zu erläutern. Folgende Systemumgebungen sind erforderlich:
a. Produktion (1)
b. Produktionsreferenz (1)
c. Abnahme und Test (2)
d. Entwicklung (3)
6. Schnittstellen und Integration
Es sind Schnittstellen und die Integration in das bestehende Online-Verfahren des Beitragseinzugssystems (Fachanwendungen) zu berücksichtigen. Gefordert ist eine Integration der Textverarbeitung in die im Rahmen des Beitragseinzugsverfahrens bestehenden Anwendungen unter Nutzung entsprechender API und sonstiger Schnittstellen:
a. Integration: JAVA – API (Version >= 6)
b. UAM (Datendienst LDAP) als Grundlage zur Verwaltung und zum Einsatz von Daten zu Rollen und Berechtigungen.
c. Beim Zentralen Beitragsservice bereits vorhandenes Archivsystem
d. Zurzeit werden als Outputmanagement–Systeme DocBridge Pilot und POSY eingesetzt. Dem Bewerber bleibt es vorbehalten, auch ein anderes Output-Management-System anzubieten, das die unten aufgeführten Output-Management-Funktionen erfüllt.
7. Druck- / Archivierungsformate / Ausgabeformate
Gefordert werden die Druckformate AFP (einschließlich NOP), PCL und PDF/A-1b. Das Archivierungsformat ist PDF/A-1b. Es sind alle gängigen Druckertypen zu unterstützen.
In den NOP-Inhalten des AFP-Formats sind ggf. Archivierungsschlüssel und sonstige kundenindividuelle Informationen abzulegen. Die Bereitstellung des Druckdatenstroms für das Druckzentrum des Zentralen Beitragsservice erfolgt über den Host als AFP.
An Ausgabeformaten sind vorzusehen die genannten Druckformate sowie Fax (TIFF) und
E-Mail.
8. Gleichartige Verarbeitung unabhängig vom Eingangskanal
Das neue Textsystem muss Briefe, die im Online-Betrieb sowohl mit als auch ohne Einfluss des Sachbearbeiters erzeugt werden, verarbeiten. Der zur Aufbereitung dieser Briefe notwendige Rendering- und Formatierungsprozess ist auf beide Brieftypen anzuwenden. Unabhängig vom Eingangskanal muss immer die gleiche Kernverarbeitung des einzelnen Briefes angestoßen werden (unterschiedliche Eingangskanäle dürfen nicht zur Erhöhung von Administrations- und Programmieraufwand führen).
9. Zentraler Druck und Kuvertierung der Briefe, Druckzentrum und Output-Management (Output-Management-System)
Alle zu erstellenden Briefe werden zurzeit im Druckzentrum des Zentralen Beitragsservice in Köln gedruckt, kuvertiert und postaufgeliefert. Es muss optional möglich sein, diese Funktionen auch bei einem externen Druckdienstleister durchführen zu lassen. Für das Output-Management der Briefe sind folgende Funktionen zu erfüllen.
a. Möglichkeit der Vorgabe: Endlos- / Einzelblattdrucker je Druckdatenstrom
b. Es ist eine Anwendung bereitzustellen zur Sichtbarmachung der Briefe im Druckdatenstrom (Wiederaufsetzverfahren im Fehlerfall beim Drucken).
c. Aufbringung von OMR-Code (Strichcodes), EAN-Barcode und einer D2-Matrix auf Briefe zur Steuerung von Kuvertiermaschinen im Druckzentrum des Zentralen Beitragsservice.
d. Postgebührenabrechnung / Postentgeltabrechnung einschl. der Anwendung von Premium-Adress bzw. eines analogen Produktes eines vergleichbaren Postdienstleisters; hierbei Berücksichtigung von zugefügten Beilagen bei der Portoermittlung- und –abrechnung.
e. Erstellen aller erforderlichen Abrechnungsunterlagen (Papier und elektronisch) zur Postgebühren- / Postentgeltabrechnung für unterschiedliche Postdienstleister. Realisierung einer genauen Zuordnungsmöglichkeit von Briefstapeln zu Abrechnungsunterlagen über die Vergabe geeigneter Zuordnungsbegriffe.
f. Berücksichtigung der Briefsortier-/ Briefverteilkriterien unterschiedlicher Postdienstleister.
g. Beilagen- und Anlagenzusteuerung zu Briefen je Brieftyp, Menge, Ort und sonstigen individuellen Briefdaten.
h. Paginierung aller Briefseiten, auch derjenigen Seiten von evtl. beigefügten, im Druckdatenstrom befindlichen Anlagen, hierbei Sicherstellung einer fortlaufenden Nummerierung.
i. Änderungsmöglichkeit der Brief-Reihenfolge des Drucks und der Kuvertierung („A->Z, Z-> A“).
j. Stapelbildung nach verschiedenen Ordnungsbegriffen (z.B. Papiertyp, PLZ, Porto, Brieftyp, Briefgewicht, Briefgröße, Typ des Kuverts, Beilagen) und nach dem Kriterium „manuelle / maschinelle“ Kuvertierung.
k. Einfügen von Trennblättern / Deckblättern/ Start- und Ende-Blättern (aus separaten Papierfächern der Einzelblattdrucker) zur optischen Kennzeichnung von Stapelbeginn und Stapelende sowie nach vorgegebenen Ordnungskriterien (konfigurierbar) .
l. Berücksichtigung verschiedener Ausgabekanäle: Brief, Fax, E-Mail.
m. Berücksichtigung weiterer, noch vorzugebender Schriftarten (einschl. Lizenzierung) und Steuerinformationen für Trennblätter bei Endlosdruckern.
n. Verwendung von Reprint-Listen (Dateien) zur automatisierten Reproduktion fehlerhaft kuvertierter Briefe (so genannte Closed-Loop-Produktion).
o. Ordnungsgemäße Aufbereitung der Briefdaten für die Archivierung aus dem Druckdatenstrom.
10. Dezentraler (lokaler) Druck
Es ist über den zentralen Druck hinaus erforderlich, dass ein dezentraler Druck für alle Briefe erfolgen kann.
11. Datenschutz und Datensicherheit
Der Zentrale Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio ist zertifiziert gemäß ISO27001. Die Bewerber haben sich an diesem Standard auszurichten und zu orientieren. Dies gilt für alle gelieferten Komponenten, für alle Vertragsbestandteile und für den Mitarbeitereinsatz innerhalb und außerhalb des Zentralen Beitragsservice im Rahmen der Durchführung des Projektes sowie für die Software und die Tätigkeiten im Rahmen eines abzuschließenden Wartungsvertrages.
12. Change Management / Problemmanagement der eingesetzten Software
Es ist darzulegen, in welcher Weise das Change – und Problemmanagement (siehe auch Support) der eingesetzten Software durchgeführt wird und in welcher Weise der Einsatz und die Bedienung firmeneigener Tracker- und Fehlerverfolgungssysteme von Mitarbeitern des Zentralen Beitragsservice erwartet wird.
13. Freigabe und Deployment
Alle Objekte und Komponenten des Verfahrens sind durch ein ordnungsmäßiges und jederzeit zu verfolgendes Deployment –und Freigabeverfahren unter Einhaltung eines Versions- und Paketierungskonzeptes in die Produktionsumgebung und in vorgelagerte Entwicklungs- und Abnahmeumgebungen zu überstellen. Falls hierzu separate Software-Komponenten notwendig sind, sind diese zu beschreiben und müssen im Angebot enthalten sein.
14. Betrieb und Betriebskonzept (technisch)
a. Zur Erreichung der notwendigen Performance des Systems (siehe dazu weiter unten) ist ein entsprechendes Serverkonzept zusammen mit den (evtl.) notwendigen Lastverteilungsmechanismen darzustellen.
b. Das System ist hochverfügbar auszulegen (siehe oben).
c. Für den Fehlerfall im Online-Betrieb und im nachgelagerten Batch-Betrieb - (Return-Code-Steuerung) sind automatisierte Wiederanlaufverfahren und Wiederaufsetzverfahren vorzusehen. Gleichzeitig ist ein detailliertes Logging- und Protokollierungsverfahren für jeden Verarbeitungsschritt vorzuhalten, das eine schnelle und komfortable Fehleranalyse zulässt. Es wird ein entsprechendes Monitoring-Verfahren des laufenden Betriebes erwartet. Es sind Schwellenwerte zu berücksichtigen, die zulassen, dass im Fehlerfall bei Nicht-Erreichen eines Schwellenwertes die Verarbeitung dennoch fortgesetzt bzw. bei Überschreiten des Wertes die Verarbeitung abgebrochen wird.
d. Im Fehlerfall ist ein strukturierter, gestufter Support vorzusehen. Der Support (auch eine Hotline) muss deutschsprachig sein. Die angebotenen Supportlevel sind zu beschreiben. Die Online-Zeit des Beitragsservice ist von 6:30 Uhr bis 19:00 Uhr. Erwartet wird die detaillierte Angabe von Supportzeiten (generell), von Reaktionszeiten auf Fehlermeldungen und von Fehlerbehebungszeiten.
e. Gefordert wird die Mitarbeit und umfassende Unterstützung bei der Erstellung eines detaillierten Betriebskonzeptes des neuen Textverarbeitungssystems unter Berücksichtigung der Integrationsanforderungen bezüglich des Beitragseinzugsverfahrens.
f. Gefordert wird die Vorlage eines Konzeptes zur produktiven Einführung des Systems. Die Produktionseinführung hat schrittweise zu erfolgen
15. Betrieb: Briefentwicklung / Briefadministration
Erwartet wird eine dialogorientierte Entwicklungsanwendung für die Briefentwicklung und Briefadministration unter Einbindung und Beachtung des Rollen- und Berechtigungskonzeptes auf Entwickler-/ Administrator-Ebene und auf Ressourcenebene (Textbausteine, Briefgerüste, Briefvorlagen) zur Realisierung eines gestuften Rollen- und Berechtigungskonzeptes mit Login-Funktion(siehe oben) ). Berücksichtigt werden müssen hierbei Konfigurations- und Administrationsmöglichkeiten zur Einhaltung vorgegebener CD-/CI-Regeln.
Innerhalb der Entwicklungsanwendung ist es erforderlich, zur Testunterstützung und zur Fehlersuche jederzeit entsprechende Debug- und Tracemöglichkeiten oder andere zusätzliche Testunterstützungsanwendungen zu aktivieren. Funktional müssen alle Anwendungen zum Design, Layout, zum Einsatz von Druckressourcen und zur Verwaltung unterschiedlicher Briefe einschließlich aller Komponenten und Objekte vorhanden sein.
Es muss die Möglichkeit vorhanden sein, Textbausteine und Briefgerüste mit formalen und inhaltlichen Plausibilitätsprüfungen zu versehen. Fachlogiken müssen auch auf Baustein-Ebene abgebildet werden können. Die Möglichkeit, formale und/oder inhaltlich nicht korrekte Dokumente zu erstellen, muss hierdurch minimiert werden können.
Darüber hinaus müssen Referenzanalysen auf Baustein –und Parameterebene möglich sein.
16. Fachlicher Betrieb: Textverarbeitungssystem und Beitragseinzugsverfahren (System „RUBIN“)
Beim fachlichen Betrieb des neuen Textverarbeitungssystems ist die Realisierung des integrativen Ansatzes erforderlich. Hierbei wird von einer Integration der Textverarbeitungsanwendung in das bestehende und in Bezug auf das Textverarbeitungssystem führende Beitragseinzugsverfahren ausgegangen (Beitragseinzugsverfahren = System „RUBIN“ = Rundfunkbeitragsinformationssystem) unter Nutzung entsprechender Schnittstellen und API bei der Datenversorgung der Textverarbeitung (Realisierung des Push – und Pull-Prinzips bei der Datenversorgung).
Im laufenden Betrieb des Verfahrens sind Rollen- und Berechtigungsdaten des hauseigenen UAM einschließlich eines gestuften Zugriffskonzeptes auf Ebene der Endanwender, auf Brief- und Textbausteinebene (Beachtung schutzwürdiger Bereiche in den Briefen und Textbausteinen ) und auch auf Ebene der Briefweiterverarbeitung zu berücksichtigen.
Es muss technisch sichergestellt werden, dass bei der Brieferstellung die hauseigenen CD-/CI-Regeln eingehalten werden.
Bei der Brieferstellung und zur Unterstützung der Sachbearbeitung sind folgende Funktionen anzubieten:
a. Rechtschreibprüfung / Silbentrennung
b. Thesaurus
c. WYSIWYG-Funktion (Bearbeitungs- und Preview-Funktion – „What you see is what you get”)
d. Texteditor mit der Berücksichtigung geschützter Bereiche im Brief/Baustein und der Möglichkeit, die Eingabe interner (Dokument-) Steuerbefehle zu verhindern
e. Vollformatierung aller Briefe
f. Volltextsuche in Textbausteinen
g. Dynamische Aufbereitung von Briefen je nach Länge des Briefinhalts auch über mehrere Seiten
h. Tabellenfunktionen
i. Unterstützung aller marktgängigen Schriften
j. Schwarz-weiß- und Farbdruck
k. Einbindung von graphischen Elementen
l. „Un-Do“-Funktion
m. Zwischenspeicherung von Briefen
n. Wiederaufrufen / Löschen von Briefen
o. Faksimile-Unterschriften gemäß Rollenkonzept
p. Auswahl verschiedener Ausgabekanäle (Brief, Fax, E-Mail)
q. Optionale Beilagenzusteuerung
r. Online-Hilfe in deutscher Sprache
s. „automatisiertes“ Texthandbuch („Bausteinkatalog“) generiert aus den Repository-Daten des Textverarbeitungssystems mit entsprechenden Volltextsuchfunktionen.
Es ist die Möglichkeit eines Workflows vorzusehen, der weitere Arbeits-, Prüf-- und Kontrollinstanzen unterstützt (Stichwort: Qualitätssicherung der Brieferstellung). Hierbei darf das schon vorhandene Workflow Konzept der Anwendungen des Beitragseinzugsverfahrens nicht verletzt werden. Dies gilt auch für die Berücksichtigung des Rollen- und Berechtigungskonzeptes.
Alle im Rahmen der Sachbearbeitung erstellten und versandten Briefe müssen archiviert werden (Format siehe oben).
17. Performance und Sizing
Der Anbieter ist aufgefordert, ein Server-Konzept einschließlich der notwendigen Sizing-Angaben (Hardware) zu erstellen, das in der Lage ist, die Performance-Anforderungen des Beitragsservice zu erreichen.
Im Online-Bereich werden bei der Brieferstellung in allen Dialog-Schritten Antwortzeiten von unter 1 Sekunde (davon müssen ca. 90 % kleiner gleich 200 Millisekunden sein) erwartet . Täglich müssen insgesamt ca. 40 000 Briefe innerhalb einer Stunde als kompletter Druckdatenstrom aufbereitet sein
1. Migration
Eine weitere zentrale Anforderung ist, dass alle im bisherigen System angelegten Textbausteine und Briefgerüste in das vom neuen Textverarbeitungssystem benötigte Format migriert werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass ein Großteil der vorhandenen Textbausteine Plausibilitätsprüfungen formeller und inhaltlicher Art enthält, die verhindern, dass unkorrekte Briefe den Beitragsservice verlassen. Diese Prüfalgorithmen müssen ebenfalls migriert werden.
2. Schulung und Knowhow-Transfer Schulung und Knowhow-Transfer ist auf allen beteiligten System- und Fachebenen und für alle zu beschaffenden Software-Komponenten notwendig und zwar für:
a. Rechenzentrumsbetrieb (Produktion)
b. Systemkonfiguration und System-Maintenance
c. Change-und Problemmanagement
d. Briefentwicklung und Briefadministration
e. Sachbearbeiter (Endanwender für alle Rollen und Berechtigungen)
f. Outputmanagement und Druckzentrum
Der Bewerber ist aufgefordert, ein Schulungskonzept und ein Konzept zum umfangreichen und qualitativ einwandfreien Knowhow-Transfer zu entwickeln und hierbei auch den Einsatz entsprechenden Personals vor Ort vorzusehen und sicherzustellen. Die Qualität des hierzu eingesetzten Personals ist mit geeigneten Unterlagen nachzuweisen. Alle Schulungsunterlagen müssen deutschsprachig sein.
3. Konzeptionierung
In der Projektphase ist zusammen mit dem Projektteam des Beitragsservice ein Konzept (einschließlich Meilensteinen und Zeitplan) zur Implementation, Einführung und Betrieb des neuen Textverarbeitungssystems zu erstellen. Die Inbetriebnahme des neuen Systems muss sich an diesem Konzept orientieren.
4. Dokumentation
Es ist eine umfassende Dokumentation des Textverarbeitungssystems (Handbücher für alle Systemebenen Deutsch oder Englisch) zu liefern und zusätzlich eine Dokumentation des Projektverlaufs (Deutsch) zu erstellen. Alle Dokumentationsunterlagen müssen in elektronischer Form vorliegen.
5. Statistiken
Es sind Statistiken vorzuhalten, die über den Einsatz des Textverarbeitungssystems Auskunft geben, wie z.B. Änderungshäufigkeit und Nutzung von Briefen / Textbausteinen im Zeitablauf, Fehlerhäufigkeit, Nutzung von Beilagen, Aufbereitungszeiten, gegebenenfalls auch anonymisierte Statistiken über das Nutzungsverhalten der Endanwender, etc.
6. Sonstiges
Der Bewerber ist aufgefordert sicherzustellen, dass über den gesamten Projektverlauf die notwendigen Ressourcen zur Erfüllung der genannten Aufgaben zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist er aufgefordert, den prozessualen Reifegrad seines Unternehmens (z.B. CMM/ CMMI-Reifegrad) zu nennen.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-02-25. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-01-18.

Anbieter

Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-01-18 Auftragsbekanntmachung
2014-01-30 Bekanntmachung über vergebene Aufträge
Auftragsbekanntmachung (2013-01-18)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Lieferungen
Verordnung: Europäische Union, mit GPA-Beteiligung
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung 📦

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Einrichtung des öffentlichen Rechts
Name des öffentlichen Auftraggebers: Landesrundfunkanstalten der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der BRD (ARD), das ZDF und das Deutschlandradio, vertreten durch die Geschäftsführung des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio
Postanschrift: Freimersdorfer Weg 6
Postleitzahl: 50829
Postort: Köln
Kontakt
Internetadresse: http://www.rundfunkbeitrag.de/service 🌏
E-Mail: vergabe@beitragsservice.de 📧
Fax: +49 22150612801 📠

Referenz
Daten
Absendedatum: 2013-01-18 📅
Einreichungsfrist: 2013-02-25 📅
Veröffentlichungsdatum: 2013-01-23 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2013/S 016-022942
ABl. S-Ausgabe: 16
Zusätzliche Informationen
Der Teilnahmeantrag muss schriftlich und in allen Teilen in deutscher Sprache erstellt sein. Dokumenten, die in anderen Sprachen erstellt sind, ist eine deutsche Übersetzung beizufügen. Der Teilnahmeantrag ist in dreifacher Ausfertigung (1 Original und 2 Kopien) in einer Sendung in einem verschlossenen Umschlag/Paket einzureichen. Dieser Umschlag/Dieses Paket ist von außen gut sichtbar mit folgendem Hinweis zu versehen: „Nicht öffnen – Teilnahmeantrag zum Verhandlungsverfahren BW 01/13". Der Teilnahmeantrag kann entweder per Post an die in Anhang A Ziffer III. dieser Bekanntmachung genannte Stelle geschickt oder persönlich beim Empfang des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio während der üblichen Geschäftszeiten im Gebäude des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio auf dem Gelände in Köln-Bocklemünd (nicht beim „Schrankenhäuschen“) abgegeben werden. Hinweis: Die Bewerber haben Fragen zur Bekanntmachung und/oder zum Vergabeverfahren per Post, E-Mail oder Telefax an vergabe@beitragsservice.de oder die unter Ziffer I.1) genannte Kontaktstelle zu richten. § 12 EG Nr. 8 VOL/A sieht folgendes vor: „Die Auftraggeber müssen rechtzeitig angeforderte zusätzliche Auskünfte über die Vergabeunterlagen und das Anschreiben spätestens 6 Tage, beim nicht offenen Verfahren oder beschleunigten Verhandlungsverfahren 4 Tage vor Ablauf der Angebotsfrist erteilen. “ Wir bitten Sie daher, Rückfragen rechtzeitig an uns zu stellen, damit eine fristgerechte Beantwortung durch den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio möglich ist. Die Vergabestelle wird den Bewerbern - soweit sie rechtzeitig angefordert wurden -, sachdienliche Auskünfte in schriftlicher Form (entweder per Post, per Telefax oder per E-Mail) erteilen, wenn und soweit aus der Fragestellung eine Relevanz für die Erstellung der Angebote ersichtlich ist. Solche Auskünfte werden grundsätzlich in anonymisierter Form allen Bewerbern gleichzeitig mitgeteilt. Hinweis: Die Bewerber können ein Formblatt „Eignungsnachweise“, welches ihnen die Abgabe eines vollständigen Teilnahmeantrags erleichtert, beim Auftraggeber per Post, E-Mail oder Telefax an vergabe@beitragsservice.de oder bei der unter Ziffer I.1) genannten Kontaktstelle abfragen. Generelle Hinweise zum Ablauf des Verhandlungsverfahrens: Das eigentliche Verhandlungsverfahren wird voraussichtlich im März 2013 beginnen. Im Laufe des Verfahrens werden sowohl die Anforderungen an die Angebote präzisiert als auch der Bieterkreis ggf. reduziert. Das Verhandlungsverfahren beginnt damit, dass der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio die von ihm vorbereiteten Vergabeunterlagen an die nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs geeigneten Bieter versendet und die Bieter zur Abgabe eines Angebots auffordert. Die Bieter müssen diese Vergabeunterlagen ihren Angeboten zugrunde legen. Die Angebote der Bieter müssen bis zu dem in den Vergabeunterlagen genannten Termin verschlossen unter Wahrung des Geheimhaltungs- und Gleichbehandlungsgrundsatzes eingereicht werden. Auf Grundlage der Angebote der Bieter wird mit den Bietern verhandelt. In Übereinstimmung mit den vergaberechtlichen Vorgaben wird der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio für die Wertung und den Inhalt der Angebote Anforderungen und Bedingungen in den Vergabeunterlagen vorgeben, die im laufenden Verfahren zugrunde gelegt, weiter konkretisiert und an den jeweiligen Verhandlungsstand angepasst werden. Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio wird voraussichtlich zwei Verhandlungsrunden durchführen. Es ist geplant, aufgetretene Unklarheiten und Lücken in den Angeboten in der ersten Verhandlungsrunde aufzuklären, während in der zweiten Verhandlungsrunde voraussichtlich die vertraglichen Regelungen mit den Bietern verhandelt werden. Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio behält sich vor, den Kreis der Bieter bereits nach der ersten Verhandlungsrunde einzuschränken. Grundlage für diese Entscheidung muss nach den vergaberechtlichen Anforderungen ein deutlicher Unterschied in der Qualität bzw. im Preis der Angebote sein. Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio wird in jeder Verhandlungsrunde jeweils mit jedem Bieter einzeln Gespräche führen.
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Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Die Landesrundfunkanstalten der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der BRD (ARD), das ZDF und das Deutschlandradio, vertreten durch die Geschäftsführung des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio beabsichtigt, die bisherige Host-orientierte und auf der Software „ASF“ basierende Online-Textverarbeitung des Beitragsservice durch ein marktgängiges Textverarbeitungssystem auf Basis einer Client-Server-Architektur abzulösen.
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Hierzu sollen die entsprechenden Software-Lizenzen erworben und ein Wartungsvertrag (einschließlich kostenloser Software-Upgrades) mit einer Laufzeit von maximal fünf Jahren abgeschlossen werden. Die Einführung der neuen Software wird im Rahmen eines Projektes erfolgen. Hierbei muss Unterstützungsleistung zur Projektkonzeption, Projektdurchführung, Installation und Konfiguration der zu beschaffenden Software einschließlich der Implementation im Kundenumfeld (Integration in die technisch und fachlich bereits vorhandene Infrastruktur) eingebracht werden. Ferner soll Unterstützungsleistung im Rahmen der Migration bestehender Textbausteine beschafft und erbracht werden.
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Die Anforderungen im Einzelnen:
1. Allgemeines
Gefordert werden:
a. Mandantenfähigkeit des Systems
b. Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit aller Prozesse der Briefentwicklung, Briefadministration, Brieferstellung, Briefaufbereitung durch dafür geeignete Software-Konstrukte.
Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass die zu beschaffende Software die Voraussetzungen zur ordnungsmäßigen Abwicklung des Drucks (einschließlich Kuvertierung und Postauflieferung) erfüllt.
c. Skalierbarkeit des Gesamtverfahrens (auf allen Verarbeitungsebenen).
2. Volumen / Mengengerüst / Anzahl Anwender
Im heutigen Online-Verfahren des Beitragseinzugsverfahrens werden täglich bis zu 50 000 Textbriefe mit dem vorhandenen Textverarbeitungssystem (zum Teil mit Beilagen / Anlagen) erstellt, gedruckt und ausgebracht (versandt).. Bei diesen Größen ist von steigender Tendenz im Zeitablauf auszugehen. Das bestehende System wird aktuell von ca. 1.900 Anwendern genutzt. Diese teilen sich auf in:
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a. Anwender beim zentralen Standort Köln (Zentraler Beitragsservice)
b. Anwender der Abteilungen „Beitragsservice (regionaler Beitragsservice)“ der Landesrundfunkanstalten (NDR/RB, WDR, SWR/SR, BR, RBB, MDR, HR)
c. Anwender der so genannten externen Dienstleister.
Das heute betriebene System nutzt ca. 3 200 Textbausteine und ca. 650 Briefvorlagen.
3. Hardware / Betriebssystem / Datenbanksystem
Die zu beschaffende Software muss auf einem x86-basierten Serversystem betrieben werden. Die Standard-Laufzeitumgebung muss entweder SUSE Linux Enterprise oder Windows Server verwenden. Das Betriebssystem muss das aktuellste SUSE Linux (ab Version SLES 11) mit 64 Bit oder ab Windows Server 2008 R2 sein.. Das System (insbesondere Textverarbeitungssystem und gegebenenfalls OMS) muss auf genau einer dieser oben genannten Plattformen lauffähig sein.
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Die zu beschaffende Server-Software muss ebenfalls auf VM-Ware ablauffähig sein (Version VM-Ware 4.x/5.x).
Die Sachbearbeitung des Beitragsservice arbeitet mit PCs folgender Ausstattung: „Rich-Client“, Windows 7 Enterprise, 4 GB RAM, 64 Bit).
Die Client-Software muss darüber hinaus als Client-Server-System unter Citrix/ Metaframe (Terminalserver) einsetzbar sein.
Gefordert wird das Datenbank-System DB2 unter z/OS oder die Datenbanksysteme Oracle oder MSSQL für die Haltung der sogenannten Metadaten im Repository des neuen Textverarbeitungssystems. Die Datenhaltung des jetzigen Beitragseinzugsverfahrens mit den Daten der Rundfunkbeitragszahler (Daten des Beitragseinzugsverfahrens ) erfolgt unter DB2 z/OS. Die zu erstellenden Briefe müssen unter DB2 z/OS abgelegt werden.
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Alle neu zu beschaffenden Systeme und Systemkomponenten im Online-Bereich des Verfahrens unterliegen der Anforderung nach Hochverfügbarkeit : Gefordert wird die HRG-Klasse AEC3 (Fault Resilient).
4. Middleware
Der Application-Server ist (falls vorhanden) zu benennen. Aktuell im Einsatz für die Fachanwendungen ist der WebSphere Application-Server der Firma IBM.
5. Lizenzmodell / Systemumgebungen
Es sind Softwarelizenzen anzubieten für Entwicklung und Betrieb auf folgenden Systemumgebungen (in Klammern: Mindest-Anzahl der benötigten Systemumgebungen je Funktionsbereich). Insgesamt sind mindestens sieben Umgebungen erforderlich. Das angebotene Lizenzmodell für die benötigten Software-Komponenten ist je Komponente in Bezug auf Anzahl Server, Anzahl CPUs, Anzahl Umgebungen, Anzahl User und Anzahl erstellter Briefe /Dokumente je Periode zu beschreiben und zu erläutern. Folgende Systemumgebungen sind erforderlich:
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a. Produktion (1)
b. Produktionsreferenz (1)
c. Abnahme und Test (2)
d. Entwicklung (3)
6. Schnittstellen und Integration
Es sind Schnittstellen und die Integration in das bestehende Online-Verfahren des Beitragseinzugssystems (Fachanwendungen) zu berücksichtigen. Gefordert ist eine Integration der Textverarbeitung in die im Rahmen des Beitragseinzugsverfahrens bestehenden Anwendungen unter Nutzung entsprechender API und sonstiger Schnittstellen:
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a. Integration: JAVA – API (Version >= 6)
b. UAM (Datendienst LDAP) als Grundlage zur Verwaltung und zum Einsatz von Daten zu Rollen und Berechtigungen.
c. Beim Zentralen Beitragsservice bereits vorhandenes Archivsystem
d. Zurzeit werden als Outputmanagement–Systeme DocBridge Pilot und POSY eingesetzt. Dem Bewerber bleibt es vorbehalten, auch ein anderes Output-Management-System anzubieten, das die unten aufgeführten Output-Management-Funktionen erfüllt.
7. Druck- / Archivierungsformate / Ausgabeformate
Gefordert werden die Druckformate AFP (einschließlich NOP), PCL und PDF/A-1b. Das Archivierungsformat ist PDF/A-1b. Es sind alle gängigen Druckertypen zu unterstützen.
In den NOP-Inhalten des AFP-Formats sind ggf. Archivierungsschlüssel und sonstige kundenindividuelle Informationen abzulegen. Die Bereitstellung des Druckdatenstroms für das Druckzentrum des Zentralen Beitragsservice erfolgt über den Host als AFP.
An Ausgabeformaten sind vorzusehen die genannten Druckformate sowie Fax (TIFF) und
E-Mail.
8. Gleichartige Verarbeitung unabhängig vom Eingangskanal
Das neue Textsystem muss Briefe, die im Online-Betrieb sowohl mit als auch ohne Einfluss des Sachbearbeiters erzeugt werden, verarbeiten. Der zur Aufbereitung dieser Briefe notwendige Rendering- und Formatierungsprozess ist auf beide Brieftypen anzuwenden. Unabhängig vom Eingangskanal muss immer die gleiche Kernverarbeitung des einzelnen Briefes angestoßen werden (unterschiedliche Eingangskanäle dürfen nicht zur Erhöhung von Administrations- und Programmieraufwand führen).
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9. Zentraler Druck und Kuvertierung der Briefe, Druckzentrum und Output-Management (Output-Management-System)
Alle zu erstellenden Briefe werden zurzeit im Druckzentrum des Zentralen Beitragsservice in Köln gedruckt, kuvertiert und postaufgeliefert. Es muss optional möglich sein, diese Funktionen auch bei einem externen Druckdienstleister durchführen zu lassen. Für das Output-Management der Briefe sind folgende Funktionen zu erfüllen.
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a. Möglichkeit der Vorgabe: Endlos- / Einzelblattdrucker je Druckdatenstrom
b. Es ist eine Anwendung bereitzustellen zur Sichtbarmachung der Briefe im Druckdatenstrom (Wiederaufsetzverfahren im Fehlerfall beim Drucken).
c. Aufbringung von OMR-Code (Strichcodes), EAN-Barcode und einer D2-Matrix auf Briefe zur Steuerung von Kuvertiermaschinen im Druckzentrum des Zentralen Beitragsservice.
d. Postgebührenabrechnung / Postentgeltabrechnung einschl. der Anwendung von Premium-Adress bzw. eines analogen Produktes eines vergleichbaren Postdienstleisters; hierbei Berücksichtigung von zugefügten Beilagen bei der Portoermittlung- und –abrechnung.
Mehr anzeigen
e. Erstellen aller erforderlichen Abrechnungsunterlagen (Papier und elektronisch) zur Postgebühren- / Postentgeltabrechnung für unterschiedliche Postdienstleister. Realisierung einer genauen Zuordnungsmöglichkeit von Briefstapeln zu Abrechnungsunterlagen über die Vergabe geeigneter Zuordnungsbegriffe.
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f. Berücksichtigung der Briefsortier-/ Briefverteilkriterien unterschiedlicher Postdienstleister.
g. Beilagen- und Anlagenzusteuerung zu Briefen je Brieftyp, Menge, Ort und sonstigen individuellen Briefdaten.
h. Paginierung aller Briefseiten, auch derjenigen Seiten von evtl. beigefügten, im Druckdatenstrom befindlichen Anlagen, hierbei Sicherstellung einer fortlaufenden Nummerierung.
i. Änderungsmöglichkeit der Brief-Reihenfolge des Drucks und der Kuvertierung („A->Z, Z-> A“).
j. Stapelbildung nach verschiedenen Ordnungsbegriffen (z.B. Papiertyp, PLZ, Porto, Brieftyp, Briefgewicht, Briefgröße, Typ des Kuverts, Beilagen) und nach dem Kriterium „manuelle / maschinelle“ Kuvertierung.
k. Einfügen von Trennblättern / Deckblättern/ Start- und Ende-Blättern (aus separaten Papierfächern der Einzelblattdrucker) zur optischen Kennzeichnung von Stapelbeginn und Stapelende sowie nach vorgegebenen Ordnungskriterien (konfigurierbar) .
l. Berücksichtigung verschiedener Ausgabekanäle: Brief, Fax, E-Mail.
m. Berücksichtigung weiterer, noch vorzugebender Schriftarten (einschl. Lizenzierung) und Steuerinformationen für Trennblätter bei Endlosdruckern.
n. Verwendung von Reprint-Listen (Dateien) zur automatisierten Reproduktion fehlerhaft kuvertierter Briefe (so genannte Closed-Loop-Produktion).
o. Ordnungsgemäße Aufbereitung der Briefdaten für die Archivierung aus dem Druckdatenstrom.
10. Dezentraler (lokaler) Druck
Es ist über den zentralen Druck hinaus erforderlich, dass ein dezentraler Druck für alle Briefe erfolgen kann.
11. Datenschutz und Datensicherheit
Der Zentrale Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio ist zertifiziert gemäß ISO27001. Die Bewerber haben sich an diesem Standard auszurichten und zu orientieren. Dies gilt für alle gelieferten Komponenten, für alle Vertragsbestandteile und für den Mitarbeitereinsatz innerhalb und außerhalb des Zentralen Beitragsservice im Rahmen der Durchführung des Projektes sowie für die Software und die Tätigkeiten im Rahmen eines abzuschließenden Wartungsvertrages.
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12. Change Management / Problemmanagement der eingesetzten Software
Es ist darzulegen, in welcher Weise das Change – und Problemmanagement (siehe auch Support) der eingesetzten Software durchgeführt wird und in welcher Weise der Einsatz und die Bedienung firmeneigener Tracker- und Fehlerverfolgungssysteme von Mitarbeitern des Zentralen Beitragsservice erwartet wird.
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13. Freigabe und Deployment
Alle Objekte und Komponenten des Verfahrens sind durch ein ordnungsmäßiges und jederzeit zu verfolgendes Deployment –und Freigabeverfahren unter Einhaltung eines Versions- und Paketierungskonzeptes in die Produktionsumgebung und in vorgelagerte Entwicklungs- und Abnahmeumgebungen zu überstellen. Falls hierzu separate Software-Komponenten notwendig sind, sind diese zu beschreiben und müssen im Angebot enthalten sein.
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14. Betrieb und Betriebskonzept (technisch)
a. Zur Erreichung der notwendigen Performance des Systems (siehe dazu weiter unten) ist ein entsprechendes Serverkonzept zusammen mit den (evtl.) notwendigen Lastverteilungsmechanismen darzustellen.
b. Das System ist hochverfügbar auszulegen (siehe oben).
c. Für den Fehlerfall im Online-Betrieb und im nachgelagerten Batch-Betrieb - (Return-Code-Steuerung) sind automatisierte Wiederanlaufverfahren und Wiederaufsetzverfahren vorzusehen. Gleichzeitig ist ein detailliertes Logging- und Protokollierungsverfahren für jeden Verarbeitungsschritt vorzuhalten, das eine schnelle und komfortable Fehleranalyse zulässt. Es wird ein entsprechendes Monitoring-Verfahren des laufenden Betriebes erwartet. Es sind Schwellenwerte zu berücksichtigen, die zulassen, dass im Fehlerfall bei Nicht-Erreichen eines Schwellenwertes die Verarbeitung dennoch fortgesetzt bzw. bei Überschreiten des Wertes die Verarbeitung abgebrochen wird.
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d. Im Fehlerfall ist ein strukturierter, gestufter Support vorzusehen. Der Support (auch eine Hotline) muss deutschsprachig sein. Die angebotenen Supportlevel sind zu beschreiben. Die Online-Zeit des Beitragsservice ist von 6:30 Uhr bis 19:00 Uhr. Erwartet wird die detaillierte Angabe von Supportzeiten (generell), von Reaktionszeiten auf Fehlermeldungen und von Fehlerbehebungszeiten.
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e. Gefordert wird die Mitarbeit und umfassende Unterstützung bei der Erstellung eines detaillierten Betriebskonzeptes des neuen Textverarbeitungssystems unter Berücksichtigung der Integrationsanforderungen bezüglich des Beitragseinzugsverfahrens.
f. Gefordert wird die Vorlage eines Konzeptes zur produktiven Einführung des Systems. Die Produktionseinführung hat schrittweise zu erfolgen
15. Betrieb: Briefentwicklung / Briefadministration
Erwartet wird eine dialogorientierte Entwicklungsanwendung für die Briefentwicklung und Briefadministration unter Einbindung und Beachtung des Rollen- und Berechtigungskonzeptes auf Entwickler-/ Administrator-Ebene und auf Ressourcenebene (Textbausteine, Briefgerüste, Briefvorlagen) zur Realisierung eines gestuften Rollen- und Berechtigungskonzeptes mit Login-Funktion(siehe oben) ). Berücksichtigt werden müssen hierbei Konfigurations- und Administrationsmöglichkeiten zur Einhaltung vorgegebener CD-/CI-Regeln.
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Innerhalb der Entwicklungsanwendung ist es erforderlich, zur Testunterstützung und zur Fehlersuche jederzeit entsprechende Debug- und Tracemöglichkeiten oder andere zusätzliche Testunterstützungsanwendungen zu aktivieren. Funktional müssen alle Anwendungen zum Design, Layout, zum Einsatz von Druckressourcen und zur Verwaltung unterschiedlicher Briefe einschließlich aller Komponenten und Objekte vorhanden sein.
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Es muss die Möglichkeit vorhanden sein, Textbausteine und Briefgerüste mit formalen und inhaltlichen Plausibilitätsprüfungen zu versehen. Fachlogiken müssen auch auf Baustein-Ebene abgebildet werden können. Die Möglichkeit, formale und/oder inhaltlich nicht korrekte Dokumente zu erstellen, muss hierdurch minimiert werden können.
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Darüber hinaus müssen Referenzanalysen auf Baustein –und Parameterebene möglich sein.
16. Fachlicher Betrieb: Textverarbeitungssystem und Beitragseinzugsverfahren (System „RUBIN“)
Beim fachlichen Betrieb des neuen Textverarbeitungssystems ist die Realisierung des integrativen Ansatzes erforderlich. Hierbei wird von einer Integration der Textverarbeitungsanwendung in das bestehende und in Bezug auf das Textverarbeitungssystem führende Beitragseinzugsverfahren ausgegangen (Beitragseinzugsverfahren = System „RUBIN“ = Rundfunkbeitragsinformationssystem) unter Nutzung entsprechender Schnittstellen und API bei der Datenversorgung der Textverarbeitung (Realisierung des Push – und Pull-Prinzips bei der Datenversorgung).
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Im laufenden Betrieb des Verfahrens sind Rollen- und Berechtigungsdaten des hauseigenen UAM einschließlich eines gestuften Zugriffskonzeptes auf Ebene der Endanwender, auf Brief- und Textbausteinebene (Beachtung schutzwürdiger Bereiche in den Briefen und Textbausteinen ) und auch auf Ebene der Briefweiterverarbeitung zu berücksichtigen.
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Es muss technisch sichergestellt werden, dass bei der Brieferstellung die hauseigenen CD-/CI-Regeln eingehalten werden.
Bei der Brieferstellung und zur Unterstützung der Sachbearbeitung sind folgende Funktionen anzubieten:
a. Rechtschreibprüfung / Silbentrennung
b. Thesaurus
c. WYSIWYG-Funktion (Bearbeitungs- und Preview-Funktion – „What you see is what you get”)
d. Texteditor mit der Berücksichtigung geschützter Bereiche im Brief/Baustein und der Möglichkeit, die Eingabe interner (Dokument-) Steuerbefehle zu verhindern
e. Vollformatierung aller Briefe
f. Volltextsuche in Textbausteinen
g. Dynamische Aufbereitung von Briefen je nach Länge des Briefinhalts auch über mehrere Seiten
h. Tabellenfunktionen
i. Unterstützung aller marktgängigen Schriften
j. Schwarz-weiß- und Farbdruck
k. Einbindung von graphischen Elementen
l. „Un-Do“-Funktion
m. Zwischenspeicherung von Briefen
n. Wiederaufrufen / Löschen von Briefen
o. Faksimile-Unterschriften gemäß Rollenkonzept
p. Auswahl verschiedener Ausgabekanäle (Brief, Fax, E-Mail)
q. Optionale Beilagenzusteuerung
r. Online-Hilfe in deutscher Sprache
s. „automatisiertes“ Texthandbuch („Bausteinkatalog“) generiert aus den Repository-Daten des Textverarbeitungssystems mit entsprechenden Volltextsuchfunktionen.
Es ist die Möglichkeit eines Workflows vorzusehen, der weitere Arbeits-, Prüf-- und Kontrollinstanzen unterstützt (Stichwort: Qualitätssicherung der Brieferstellung). Hierbei darf das schon vorhandene Workflow Konzept der Anwendungen des Beitragseinzugsverfahrens nicht verletzt werden. Dies gilt auch für die Berücksichtigung des Rollen- und Berechtigungskonzeptes.
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Alle im Rahmen der Sachbearbeitung erstellten und versandten Briefe müssen archiviert werden (Format siehe oben).
17. Performance und Sizing
Der Anbieter ist aufgefordert, ein Server-Konzept einschließlich der notwendigen Sizing-Angaben (Hardware) zu erstellen, das in der Lage ist, die Performance-Anforderungen des Beitragsservice zu erreichen.
Im Online-Bereich werden bei der Brieferstellung in allen Dialog-Schritten Antwortzeiten von unter 1 Sekunde (davon müssen ca. 90 % kleiner gleich 200 Millisekunden sein) erwartet . Täglich müssen insgesamt ca. 40 000 Briefe innerhalb einer Stunde als kompletter Druckdatenstrom aufbereitet sein
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1. Migration
Eine weitere zentrale Anforderung ist, dass alle im bisherigen System angelegten Textbausteine und Briefgerüste in das vom neuen Textverarbeitungssystem benötigte Format migriert werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass ein Großteil der vorhandenen Textbausteine Plausibilitätsprüfungen formeller und inhaltlicher Art enthält, die verhindern, dass unkorrekte Briefe den Beitragsservice verlassen. Diese Prüfalgorithmen müssen ebenfalls migriert werden.
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2. Schulung und Knowhow-Transfer Schulung und Knowhow-Transfer ist auf allen beteiligten System- und Fachebenen und für alle zu beschaffenden Software-Komponenten notwendig und zwar für:
a. Rechenzentrumsbetrieb (Produktion)
b. Systemkonfiguration und System-Maintenance
c. Change-und Problemmanagement
d. Briefentwicklung und Briefadministration
e. Sachbearbeiter (Endanwender für alle Rollen und Berechtigungen)
f. Outputmanagement und Druckzentrum
Der Bewerber ist aufgefordert, ein Schulungskonzept und ein Konzept zum umfangreichen und qualitativ einwandfreien Knowhow-Transfer zu entwickeln und hierbei auch den Einsatz entsprechenden Personals vor Ort vorzusehen und sicherzustellen. Die Qualität des hierzu eingesetzten Personals ist mit geeigneten Unterlagen nachzuweisen. Alle Schulungsunterlagen müssen deutschsprachig sein.
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3. Konzeptionierung
In der Projektphase ist zusammen mit dem Projektteam des Beitragsservice ein Konzept (einschließlich Meilensteinen und Zeitplan) zur Implementation, Einführung und Betrieb des neuen Textverarbeitungssystems zu erstellen. Die Inbetriebnahme des neuen Systems muss sich an diesem Konzept orientieren.
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4. Dokumentation
Es ist eine umfassende Dokumentation des Textverarbeitungssystems (Handbücher für alle Systemebenen Deutsch oder Englisch) zu liefern und zusätzlich eine Dokumentation des Projektverlaufs (Deutsch) zu erstellen. Alle Dokumentationsunterlagen müssen in elektronischer Form vorliegen.
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5. Statistiken
Es sind Statistiken vorzuhalten, die über den Einsatz des Textverarbeitungssystems Auskunft geben, wie z.B. Änderungshäufigkeit und Nutzung von Briefen / Textbausteinen im Zeitablauf, Fehlerhäufigkeit, Nutzung von Beilagen, Aufbereitungszeiten, gegebenenfalls auch anonymisierte Statistiken über das Nutzungsverhalten der Endanwender, etc.
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6. Sonstiges
Der Bewerber ist aufgefordert sicherzustellen, dass über den gesamten Projektverlauf die notwendigen Ressourcen zur Erfüllung der genannten Aufgaben zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist er aufgefordert, den prozessualen Reifegrad seines Unternehmens (z.B. CMM/ CMMI-Reifegrad) zu nennen.
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Referenznummer: BW 01/13
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Köln-Bocklemünd.

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
A. Generelle Hinweise
Die Bewerber haben die geforderten Eigenerklärungen abzugeben. Die Eigenerklärungen müssen aktuell sein und noch den gegenwärtigen Tatsachen entsprechen. Sollten sich während des Verfahrens Änderungen an den vom Bewerber erbrachten Eigenerklärungen ergeben, ist der Bewerber verpflichtet, den Auftraggeber unverzüglich über die Änderungen zu informieren und gegebenenfalls eine aktualisierte Eigenerklärung abzugeben. Der Auftraggeber ist verpflichtet, diese Änderungen bei der Prüfung der Eignung des Bewerbers zu berücksichtigen.
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Die Vergabestelle weist darauf hin, dass sie von der Nachforderungsmöglichkeit gemäß § 19 EG Abs. 2 VOL/A nach pflichtgemäßem Ermessen Gebrauch machen wird.
I. Bewerber-/Bietergemeinschaften:
Zum Nachweis der Zuverlässigkeit ist bei Bewerber-/Bietergemeinschaften für jedes Mitglied der Bewerber- /Bietergemeinschaft die Vorlage der verlangten Eigenerklärungen erforderlich. Im Hinblick auf die Fachkunde und die Leistungsfähigkeit genügt bei Bewerber-/Bietergemeinschaften die Vorlage der Eigenerklärungen über die Fachkunde und Leistungsfähigkeit des einzelnen Mitglieds der Bewerber-/Bietergemeinschaft für die jeweilige von ihm zu erbringende Teilleistung. Die Erklärungen im Formblatt "Eignung" sind hierzu entsprechend zu vervielfältigen. Alternativ können die Mitglieder der Bewerber-/Bietergemeinschaften eine einheitliche Eigenerklärung zum Nachweis der Fachkunde und der Leistungsfähigkeit für die gesamte Bewerber-/Bietergemeinschaft abgeben, die von jedem Mitglied der Bewerber-/Bietergemeinschaft unterzeichnet sein muss. Alle von Bewerber-/Bietergemeinschaften abgegebenen Erklärungen sind in einem einheitlichen Teilnahmeantrag zusammen zu fügen. Darüber hinaus müssen Bewerber-/Bietergemeinschaften in ihrem Teilnahmeantrag eindeutig angeben, dass sie eine Bewerber-/Bietergemeinschaft bilden und sämtliche Mitglieder der Bewerber-/Bietergemeinschaft inklusive Anschriften benennen.
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II. Subunternehmer:
Bei Einsatz von Subunternehmern für die Erbringung der vertraglich geschuldeten Hauptleistung (bspw. Erbringung der Softwarepflege) ist die Vorlage der "Eigenerklärung für Subunternehmer für die Hauptleistung" mit dem Teilnahmeantrag notwendig.
III. Formblatt "Eignungsnachweise"
Die Bewerber können ein Formblatt „Eignungsnachweise“, welches ihnen die Abgabe eines vollständigen
Teilnahmeantrags erleichtert, beim Auftraggeber per Post, E-Mail oder Telefax
an vergabe@beitragsservice.de oder bei der unter Ziffer I.1) genannten Kontaktstelle abfragen.
B. Eigenerklärungen des Bewerbers
Der Bewerber erklärt,
I. Zuverlässigkeit:
— dass sich sein Unternehmen nicht in Liquidation befindet,
— dass ihm keine strafrechtlichen Verurteilungen seiner verantwortlichen Mitarbeiter wegen eines der in § 6 EG Absatz 4 VOL/A aufgezählten Tatbestände bekannt sind,
— dass er im vorliegenden Vergabeverfahren keine unzutreffenden Erklärungen in Bezug auf seine Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit abgegeben hat,
— dass er in das Berufs- oder Handelsregister eingetragen ist, sofern dies gesetzlich in dem Staat, in dem er ansässig ist, vorgeschrieben ist bzw. dass eine Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister nach den jeweiligen für den Bewerber einschlägigen gesetzlichen Regelungen nicht vorgeschrieben ist,
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— dass der Bewerber seinen gesetzlichen Verpflichtungen zur ordnungs- und fristgemäßen Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des Staats, in dem er ansässig ist, regelmäßig nachkommt und zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Eigenerklärung keine fälligen Rückstände bestehen,
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— dass über sein Vermögen weder ein Insolvenzverfahren noch ein vergleichbares gesetzliches Verfahren eröffnet, die Eröffnung beantragt oder dieser Antrag mangels Masse abgelehnt worden ist. (Sofern ein Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares gesetzliches Verfahren über das Vermögen des Bewerbers eröffnet wurde oder die Eröffnung eines solchen Verfahrens beantragt oder dieser Antrag mangels Masse abgelehnt worden ist, erklärt der Bewerber, dass er zusätzlich Nachweise beigefügt hat, die seine Zuverlässigkeit belegen.).
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II. Fachkunde und Leistungsfähigkeit:
— dass sein Unternehmen im Fall der Zuschlagserteilung alle relevanten Sicherheitserfordernisse angelehnt an die ISO 27001 bzw. an den IT-Grundschutz des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik oder einen vergleichbaren nationalen Standard des Mitgliedsstaats, in dem der Bewerber seinen Sitz hat, während der gesamten Vertragslaufzeit einhalten wird,
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— dass die ausgeschriebene Softwarepflege ausschließlich von qualifiziertem Personal des Herstellers der Softwareprodukte oder eines zertifizierten Partners der Hersteller erbracht wird,
— dass der Bewerber die Leistungen der Telefon- bzw. E-Mail-Unterstützung in deutscher Sprache leisten kann und wird.
C. Eigenerklärung des Subunternehmers.
Der Subunternehmer erklärt,
— dass über sein Vermögen weder ein Insolvenzverfahren noch ein vergleichbares gesetzliches Verfahren eröffnet, die Eröffnung beantragt oder dieser Antrag mangels Masse abgelehnt worden ist. (Sofern ein Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares gesetzliches Verfahren über das Vermögen des Subunternehmers eröffnet wurde oder die Eröffnung eines solchen Verfahrens beantragt oder dieser Antrag mangels Masse abgelehnt worden ist, erklärt der Subunternehmer, dass er zusätzlich Nachweise beigefügt hat, die seine Zuverlässigkeit belegen.).
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— dass sein Unternehmen im Fall der Zuschlagserteilung alle relevanten Sicherheitserfordernisse angelehnt an die ISO 27001 oder einen vergleichbaren nationalen Standard des Mitgliedsstaats (bspw. IT-Grundschutz des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik), in dem der Bewerber seinen Sitz hat, während der gesamten Vertragslaufzeit einhalten wird.
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— dass der Subunternehmer die Leistungen der Telefon- bzw. E-Mail-Unterstützung in deutscher Sprache leisten kann und wird.
D. Referenzlisten
Zum Nachweis der Eignung haben alle Bewerber darüber hinaus die nachfolgend genannten Referenzlisten vorzulegen:
1. Referenzliste „Projekte mit vergleichbarem Leistungsumfang“
Geeignet ist der Bewerber, wenn er eine Referenzliste „vergleichbarer Leistungsumfang“ mit mindestens 2 Referenzaufträgen mit einem vergleichbaren Leistungsumfang und Produktionsvolumen in den vergangenen 5 Jahren mit folgenden Mindestangaben vorlegt:
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Zwingend erforderlich:
- Referenzkunde (mindestens 2)
- Projektbeschreibung inklusive Angabe des Leistungsumfangs (Anzahl der Bausteine, Anzahl der Briefvorlagen, Migration ja/nein, Integration in ein CRM-System ja/nein), zugrunde liegende Workflow-Architektur (Einbettung der Schnittstellen CRM System / Workflow System), Output-Management-System.
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- Dauer des Einführungsprojekts unter Angabe der Zeitpunkte der wesentlichen erreichten Projektmeilensteine (beispielsweise Vertragsbeginn, Installation, Konfiguration, Implementierung von prototypischen Schreiben, produktiver Einsatz, etc.)
- Hardwarearchitektur der eingesetzten Lösung
- Softwarearchitektur der eingesetzten Komponenten und der Einbettung der Produktionssysteme
- Kennzahlen zur Performance
Ansprechpartner beim Referenzunternehmen mit Kontaktdaten, inkl. Email-Adresse und Telefonnummer. (Es ist nicht ausreichend, wenn der Ansprechpartner des Referenzunternehmens dem Beitragsservice nur auf Anfrage konkret benannt wird).
Wir erwarten die Möglichkeit, vom Referenzkunden Auskunft telefonisch und/oder vor Ort einholen zu können.
(Hinweis: Teilnahmeanträge mit einer unvollständigen Referenzliste (insbesondere fehlende Mindestangaben, wie beispielsweise fehlende Angabe der eingesetzten Hardware) werden vom weiteren Verfahren ausgeschlossen.)
2. Referenzliste „Projektleiter“
Geeignet ist der Bewerber, wenn er eine Referenzliste „Projektleiter“ mit mindestens 2 Referenzaufträgen mit vergleichbaren Projekten, die in den vergangenen 5 Jahren erfolgreich abgeschlossen worden sind, mit folgenden Mindestangaben vorlegt:
Zwingend erforderlich
- Referenzunternehmen
- Tabellarischer beruflicher Lebenslauf
- Projektbeschreibungen (inkl. Leistungsumfang, Projektdauer, Vorgehensmodell)
Wir erwarten die Möglichkeit, vom Referenzkunden Auskunft telefonisch einholen zu können.
(Hinweis: Teilnahmeanträge mit einer unvollständigen Referenzliste (insbesondere fehlende Mindestangaben, wie beispielsweise fehlende Angabe des Leistungsumfangs in der Projektbeschreibung ) werden vom weiteren Verfahren ausgeschlossen.)
Auftragsausführung
Geforderte Kautionen und Garantien:
Im Falle einer Vorauszahlung behält sich der Auftraggeber vor, eine Bürgschaft vom Auftraggnehmer zu verlangen.
Rechtsform der Gruppe von Wirtschaftsteilnehmern, an die der Auftrag vergeben werden soll:
Die Rechtsform der Bietergemeinschaft ist freigestellt sofern diese eine gesamtschuldnerische Haftung sicherstellt und ein bevollmächtigter Vertreter benannt wird.

Verfahren
Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Kontaktperson: Herrn Schlimgen
Internetadresse: www.rundfunkbeitrag.de/service 🌏
Name: Landesrundfunkanstalten der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der BRD (ARD), das ZDF und das Deutschlandradio, vertreten durch die Geschäftsführung des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio
Kontaktperson: Abteilung VRP
Sekretariat; z. Hd. Frau Heller

Referenz
Kennungen
Vom öffentlichen Auftraggeber vergebene Referenznummer: BW 01/13
Zusätzliche Informationen
Der Teilnahmeantrag muss schriftlich und in allen Teilen in deutscher Sprache erstellt sein. Dokumenten, die in anderen Sprachen erstellt sind, ist eine deutsche Übersetzung beizufügen.
Der Teilnahmeantrag ist in dreifacher Ausfertigung (1 Original und 2 Kopien) in einer Sendung in einem
verschlossenen Umschlag/Paket einzureichen. Dieser Umschlag/Dieses Paket ist von außen gut sichtbar mit folgendem Hinweis zu versehen:
„Nicht öffnen – Teilnahmeantrag zum Verhandlungsverfahren BW 01/13".
Der Teilnahmeantrag kann entweder per Post an die in Anhang A Ziffer III. dieser Bekanntmachung genannte
Stelle geschickt oder persönlich beim Empfang des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio während der üblichen Geschäftszeiten im Gebäude des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio auf dem Gelände in Köln-Bocklemünd (nicht beim „Schrankenhäuschen“) abgegeben werden.
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Hinweis:
Die Bewerber haben Fragen zur Bekanntmachung und/oder zum Vergabeverfahren per Post, E-Mail oder Telefax an vergabe@beitragsservice.de oder die unter Ziffer I.1) genannte Kontaktstelle zu richten.
§ 12 EG Nr. 8 VOL/A sieht folgendes vor:
„Die Auftraggeber müssen rechtzeitig angeforderte zusätzliche Auskünfte über die Vergabeunterlagen und das Anschreiben spätestens 6 Tage, beim nicht offenen Verfahren oder beschleunigten Verhandlungsverfahren 4 Tage vor Ablauf der Angebotsfrist erteilen. “
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Wir bitten Sie daher, Rückfragen rechtzeitig an uns zu stellen, damit eine fristgerechte Beantwortung durch den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio möglich ist.
Die Vergabestelle wird den Bewerbern - soweit sie rechtzeitig angefordert wurden -, sachdienliche Auskünfte in schriftlicher Form (entweder per Post, per Telefax oder per E-Mail) erteilen, wenn und soweit aus der Fragestellung eine Relevanz für die Erstellung der Angebote ersichtlich ist. Solche Auskünfte werden grundsätzlich in anonymisierter Form allen Bewerbern gleichzeitig mitgeteilt.
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Die Bewerber können ein Formblatt „Eignungsnachweise“, welches ihnen die Abgabe eines vollständigen Teilnahmeantrags erleichtert, beim Auftraggeber per Post, E-Mail oder Telefax an vergabe@beitragsservice.de oder bei der unter Ziffer I.1) genannten Kontaktstelle abfragen.
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Generelle Hinweise zum Ablauf des Verhandlungsverfahrens:
Das eigentliche Verhandlungsverfahren wird voraussichtlich im März 2013 beginnen. Im Laufe des Verfahrens
werden sowohl die Anforderungen an die Angebote präzisiert als auch der Bieterkreis ggf. reduziert. Das Verhandlungsverfahren beginnt damit, dass der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio die von ihm vorbereiteten Vergabeunterlagen an die nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs geeigneten Bieter versendet und die Bieter zur Abgabe eines Angebots auffordert. Die Bieter müssen diese Vergabeunterlagen ihren Angeboten zugrunde legen.
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Die Angebote der Bieter müssen bis zu dem in den Vergabeunterlagen genannten Termin verschlossen unter Wahrung des Geheimhaltungs- und Gleichbehandlungsgrundsatzes eingereicht werden. Auf Grundlage der Angebote der Bieter wird mit den Bietern verhandelt.
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In Übereinstimmung mit den vergaberechtlichen Vorgaben wird der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio für die Wertung und den Inhalt der Angebote Anforderungen und Bedingungen in den Vergabeunterlagen vorgeben, die im laufenden Verfahren zugrunde gelegt, weiter konkretisiert und an den jeweiligen Verhandlungsstand angepasst werden.
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Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio wird voraussichtlich zwei Verhandlungsrunden durchführen. Es ist geplant, aufgetretene Unklarheiten und Lücken in den Angeboten in der ersten Verhandlungsrunde aufzuklären, während in der zweiten Verhandlungsrunde voraussichtlich die vertraglichen Regelungen mit den Bietern verhandelt werden.
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Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio behält sich vor, den Kreis der Bieter bereits nach der ersten Verhandlungsrunde einzuschränken.
Grundlage für diese Entscheidung muss nach den vergaberechtlichen Anforderungen ein deutlicher Unterschied in der Qualität bzw. im Preis der Angebote sein.
Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio wird in jeder Verhandlungsrunde jeweils mit jedem Bieter einzeln Gespräche führen.

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Vergabekammer bei der Bezirksregierung Köln
Postanschrift: Zeughausstraße 2-10
Postort: Köln
Postleitzahl: 50667
Telefon: +49 2211473116 📞
Fax: +49 2211472889 📠
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Die Vergabestelle weist darauf hin, dass ein Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens gemäß § 107 Abs. 3 GWB nur zulässig ist,
1. wenn der Antragsteller einen erkannten Verstoß unverzüglich gegenüber dem Auftraggeber gerügt hat;
2. wenn aufgrund der Bekanntmachung erkennbare Verstöße spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung genannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden;
3. wenn in den Vergabeunterlagen erkennbare Verstöße spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung genannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden;
4. wenn der Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, gestellt wird.
Weitere Einzelheiten hierzu können § 107 GWB entnommen werden.
Quelle: OJS 2013/S 016-022942 (2013-01-18)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2014-01-30)
Objekt
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge

Verfahren
Angebotsart: Entfällt

Referenz
Daten
Absendedatum: 2014-01-30 📅
Veröffentlichungsdatum: 2014-02-01 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2014/S 023-035757
Verweist auf Bekanntmachung: 2013/S 16-022942
ABl. S-Ausgabe: 23

Objekt
Umfang der Beschaffung
Referenznummer: BW01/13
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Köln Bocklemünd

Verfahren
Vergabekriterien
Kriterium: 1. Preis (40)
2. Qualität (60)

Auftragsvergabe
Datum des Vertragsabschlusses: 2013-09-09 📅
Name: Icon Systemhaus GmbH
Postanschrift: Hauptstätter Str. 70
Postort: Stuttgart
Postleitzahl: 70178
Land: Deutschland 🇩🇪

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Telefon: +49 2211472120 📞
Fax: +49 2211473185 📠
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
4. wenn der Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, gestellt wird. Weitere Einzelheiten hierzu können § 107 GWB entnommen werden.
Mehr anzeigen
Dienststelle, bei der Informationen über das Überprüfungsverfahren eingeholt werden können
Postanschrift: siehe VI.3.1)
Quelle: OJS 2014/S 023-035757 (2014-01-30)