Deutsche Botschaft in Lissabon, Portugal - Generalplanung der Brandschutz- und Techniksanierung
Die Deutsche Botschaft und das benachbarte Goethe Institut liegen nah dem Zentrum von Lissabon am Campo dos Mártires da Pátria 37/38. Beide Gebäudeteile wurden in den 1960/70er Jahren hinter der denkmalgeschützten Fassade als eigenständige Stahlbetonbauten mit Flachdach errichtet. Das viergeschossige Verwaltungsgebäude der Botschaft mit einer Brutto-Grundfläche von ca. 2.500 m² gliedert sich in drei Verwaltungsebenen; im Untergeschoß befinden sich Lager und Technik.
Auftragsgegenstand ist die Generalplanung einer Brandschutz- und Techniksanierung. Die Generalplanung umfasst die Hochbauplanung, die Planung der technischen Gebäudeausrüstung und die Tragwerksplanung, und zwar über die Leistungsphasen der Ausführungsplanung, Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe sowie Bauüberwachung (LPH 5-8 nach HOAI) auf Grundlage vorliegender Entwurfsplanung. Das Projekt wird von einem Brandschutzgutachter begleitet.
Das Projekt unterliegt hohen Sicherheitsanforderungen. Während des gesamten Bauablaufes ist die materielle Sicherheit zu gewährleisten. Es liegt eine Planung der Bauabläufe und –phasen vor.
Die Projektsprache ist deutsch, für allgemeine örtliche Kommunikation portugiesisch; die Leistungsverzeichnisse sind zum Teil in portugiesischer Sprache zu erstellen.
Der Auftragnehmer hat während der gesamten Bauphasen vor Ort einen verantwortlichen Bauleiter zu stellen, der die Aufgaben des Auftragnehmers wahrnimmt und über deutsche und portugiesische Sprachkenntnisse verfügt. Während der Bauzeit ist eine personelle Kontinuität bezüglich der Präsenz vor Ort sicherzustellen. Dies kann auch durch die Einbindung örtlicher Partner gewährleistet werden.
Im Rahmen des Auftragsgegenstandes hat der Auftragnehmer in regelmäßigen Abständen während der gesamten Auftragslaufzeit Projektabstimmungen beim Auftraggeber in Berlin wahr zu nehmen.
Die erforderlichen Einzelmaßnahmen sind vor allem:
- Schaffung notwendiger Flucht- und Rettungswege
- Bauliche brandschutztechnische Ertüchtigung, insbesondere der Türen
- Verlängerung des Haupttreppenhauses in das Dachgeschoss
- Ertüchtigung bzw. Erneuerung der technischen Anlagen inkl. Leitungsführung, insbesondere für Wasser, Lüftung, Stark- und Schwachstrom
- Erneuerung aller Sanitärbereiche
- Erneuerung des Aufzuges
- Barrierefreie Zuwegung
- Beseitigung sicherheitsrelevanter Mängel
Es liegt eine haushalterisch genehmigte Entwurfsplanung mit anrechenbaren reinen Baukosten (netto) vor:
KG 300: 558.265,00 EUR
KG 410: 79.023,00 EUR
KG 420: 2.495,00 EUR
KG 430: 158.273,00 EUR
KG 440: 216.614,00 EUR
KG 450: 86.240,00 EUR
KG 460: 63.666,00 EUR
Summe KG 300 bis 500: 1.164.576,00 EUR (netto).
Die Gesamtkosten der Maßnahme (inkl. Planer-, Reise- und Transportkosten sowie Bewirtschaftung und Baustellenüberwachung) betragen rund 1,97 Mio EUR.
Die Auftragsausführung umfasst den Zeitraum Ende 2013 - Mitte 2015.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-06-26.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-05-22.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2013-05-22
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Auftragsbekanntmachung
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2014-04-24
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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